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[52 Games] Kälte

von Desch am Feb.12, 2012, in Games

Diese verdammte Truhe muss doch zu bekommen sein! Dieser verdammte rutschige Untergrund, und diese Stalaktiten, denen kann doch niemand ausweichen! Die Truhe ist viel zu schnell! Diese Verkleinerung klappt überhaupt nicht! Wieder zu früh abgesprungen. Maaan, wieso wird der langsamer?! Och man, wieder von einem Eiswürfel erdrückt … ja, mein Spiel ist diese Woche “Rayman Origins”, in dem meine Schwester und ich uns die Zähne an einem ganz bestimmten Truhenlevel ausbissen.

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[52 Games] Neubeginn

von Desch am Feb.03, 2012, in Games

Erster Beitrag zum Blogprojekt - aus Zeitgründen leider etwas kurz ausgefallen!

Das erste Spiel, was mir nun spontan bei dem Thema “Neubeginn” durch den Kopf geht, ist “Tomb Raider: Anniversary”. Der Teil des großen “Tomb Raider”-Franchises, der mir Lara nach längerer Action-Adventure-Abstinenz wieder näher gebracht hat. Das erste Mal in Berührung mit der Reihe kam ich, als ich mit meinem Vater in einem Software-Katalog den zweiten Teil für die Playstation bestellt habe - vorher hatte ich tagein tagaus nichts anderes gemacht, als die Demoversion des zweiten Teiles (das erste Venedig-Level) rauf und runter zu spielen. Da es “früher” noch nicht so schnell ging mit der Lieferung, nervte ich meinen Vater anschließend solange, bis wir in die Videothek gingen und uns den ersten Teil ausliehen, um ihn vor Teil zwei zu spielen. Viel mehr muss darüber nicht gesagt werden: Grundsolide Spiele, die mir viel Spaß bereiteten!

Ab dem dritten Teil jedoch baute die Serie meiner Meinung nach rapide ab, sodass ich ab diesem Teil kein “Tomb Raider”-Spiel so richtig gespielt habe. Doch dann kam “Anniversary”: Ich war frisch an der Uni und ein Kommilitone brachte mich schließlich dazu, dem Spiel doch eine Chance zu geben. Und so kam es, wie es kommen musste: Das Spiel wusste zu gefallen, ich fühlte mich angenehm an die alten Zeiten erinnert. Crystal Dynamics war ein Neuanfang der Serie geglückt und ich verpasste - obwohl körperlich anwesend - viele Vorlesungen, weil ich Speedruns absolvieren musste und auf Achievement-Jagd war.

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Projekt “52 Games”

von Desch am Jan.28, 2012, in Games

Wie ihr ja mitbekommen haben müsst, dümpelt das Blog hier mittlerweile etwas vor sich hin - der letzte Beitrag ist schon zwei Wochen her und seit einigen Monaten gibt es so gut wie nur noch “Sonntags wird gespielt” (und das - zugegebenermaßen - immer kürzer). Jetzt startet der (sehr zu empfehlende!) Gaming-Blog Zockwork Orange mit einem Projekt namens “52 Games”. Und im Zuge meiner Bemühungen, hier mal wieder aktiver zu werden, werde ich dort mitmachen.

Worum geht es dabei aber nun? Im Anmelde-Beitrag schreibt Kristin von Zockwork Orange: “Jede Woche wird es ein vorgegebenes Thema (z.B. Soundtrack, Verfolgungsjagd, Neubeginn) geben und ihr seid aufgefordert, ein passendes Game auszuwählen und auf eurem Blog ein paar Zeilen darüber zu schreiben”. Teilnehmen kann eigentlich jeder, der einen Blog sein eigen nennt und Spaß an Spielen hat! Also surft dort vorbei und schaut euch das näher an! :) Blogeinträge, die ich im Rahmen des Projektes anfertige, werde ich im Titel mit einem vorangestellten [52 Games] kennzeichnen. Nun heisst es abwarten, am kommenden Montag wird das erste Thema bekannt gegeben. Ich freue mich auch sehr auf die Geschichten der anderen Teilnehmer!

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Sonntags wird gespielt - Ausgabe 111

von Desch am Jan.15, 2012, in Games

So, am gestrigen Samstag Abend konnte ich alle Spiele, die ich momentan spiele, abschließen. Nur noch “Star Wars: The Old Republic” steht natürlich immer noch auf meiner Liste. Aber dies läuft momentan mehr nebenbei als (zugegebenermaßen überragender) Lückenfüller - ich lasse mir sehr viel Zeit, die Story meiner Klasse ausführlich zu erleben. Nun war also gestern Abend die Entscheidung für ein neues Spiel fällig. Ich hatte gerade den Storytelling-Podcast von GameOne gehört, wo das 16-Bit-RPG “Chrono Trigger” sehr gelobt wurde. Da ich trotz meiner Affinität zu Japano-Rollenspielen wie “Final Fantasy” noch nie “Chrono Trigger” gespielt habe (wie war das noch mit dem Fluch der späten Geburt?), werde ich das nun nachholen! Die DS-Portierung war so schnell nirgendwo zu bekommen, so griff ich zum kürzlich veröffentlichten iOS-Port (erhältlich für 7,99 Euro im Apple Appstore). Das Einzige was mich stört, ist das virtuelle Steuerkreuz … aber das wusste ich ja auch vorher. Ich habe mittlerweile etwa drei Stunden gespielt und will unbedingt weitermachen - ein sehr gutes Zeichen!

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Sonntags wird gespielt - Ausgabe 110

von Desch am Jan.08, 2012, in Games

In den Tagen nach meinem Jahresrückblick bin ich enorm neugierig auf das Spiel “Dark Souls” geworden. Es wird von vielen Seiten gelobt für seine Atmosphäre und vor allem das momentan einzigartige Gameplay. Man könnte es am besten als “pur” beschreiben: Die Gegner respawnen nach jedem Speichern / Speichern ist nur an wenigen vorgegebenen Punkten möglich / Viele Gegner hauen einen mit maximal drei nicht geblockten Schlägen aus den Schuhen / Das Spiel kann nicht pausiert werden / Karte oder Questjournal gibt es nicht / NPCs geben womöglich wichtige Informationen nur einmal heraus, wer nicht aufpasst hat Pech gehabt / Nach dem Tod des Spielcharakters verliert dieser alle seine gesammelten und noch nicht verteilten Erfahrungspunkte - einmal besteht die Chance diese bei seiner Leiche zurückzuholen, stirbt man aber auf dem Weg dahin, sind diese für immer verloren. Das Spiel ist gnadenlos und wenn man sich als Spieler nicht darauf einlässt, wird man nicht viel Spass haben. Jeder noch so kleine Gegner ist eine Gefahr für Leib und Leben und lässt eine Menge Adrenalin durch den Körper fließen. Unbeschreiblich (und in den modernen “Alle-2-Minuten-Ein-Automatischer-Checkpoint”-Spielen ewig nicht erlebt) ist das Glücksgefühl, wenn man dann doch einen großen Gegner bezwungen hat. Das habe ich erst gestern erlebt - mit dem zweiten Boss, dem ich begegnet bin. Deshalb hier ein Video mit ihm (aus einem Youtube-Let’s Play von GhostRobo).

Sobald ich wieder eine funktionstüchtige Capture-Karte habe, werde ich auch wieder selber Videos aufnehmen. Eventuell wird dann “Sonntags Wird Gespielt” eine Let’s Play Reihe (wie ja schonmal angedacht). Ich bin mir noch nicht sicher, wie es damit weitergeht - vor allem, da in Zukunft ja wieder längere Inhalte (u.a. Reviews zu - nicht nur aktuellen - Spielen) forciert werden sollen und das, was SwG nun bietet, dann zum Teil redundand wäre. Naja, ihr werdet es sehen! ;-)

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Sonntags wird gespielt - Ausgabe 109

von Desch am Jan.01, 2012, in Games

Passend zu Silvester und Neujahr wollte ich für heute ein Spiel mit genau dieser Thematik heraussuchen. Mir kam da nur - Achtung: Kalauer - “Sylvester and Tweety in Cagey Capers” in den Sinn! Das Spiel erschien im Jahre 1994 exklusiv für den Sega Genesis. Entwickelt wurde es von Alexandria und TecMagik Entertainment. Publisher war Time Warner. Das Spiel ist ein typischer Platformer, in dem man den Kater Sylvester steuert, um den gelben Vogel Tweety zu fangen. Dabei gilt es über verschiedene Hindernisse zu springen, Gegnern auszuweichen und bestimmte Items zu seinem Vorteil zu benutzen. Zu empfehlen ist das Spiel heutzutage aber auf keinen Fall mehr! Ansonsten wünsche ich noch all meinen Bloglesern alles Gute für das soeben angebrochene Jahr 2012!

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“Spielst du noch ‘The Old Republic’?”

von Desch am Dez.30, 2011, in Games

Da es (erfreulicherweise!) scheinbar ein paar Leute interessiert: Ja, ich spiele noch “Star Wars: The Old Republic”. Ich habe mit meinem Schmuggler “Desch” gestern Abend Stufe 23 erreicht und queste momentan auf Nar’Shaddaa in freudiger Erwartung, bald mein erstes Mount und meinen zweiten Gefährten (den Wookie) zu erhalten. Neben der Esseles habe ich inzwischen mit der Hammer-Station und dem Planeten Athiss auch zwei weitere Flashpoints (”SW:ToR”-Äquivalent zu den Instanzen in “WoW”) durchgespielt. Das Spiel und vor allem meine Klasse machen mir nach wie vor jede Menge Spaß, sodass ich versuche, mindestens jeden zweiten Abend mal ein wenig zu spielen. Sobald ich in die höheren Levelgebiete komme, werde ich auch einen längeren Review-Beitrag verfassen und das Spiel mit “WoW” und “Herr der Ringe Online” (die beiden MMORPGs, die ich vorher etwas gespielt habe) vergleichen. Wer mich jetzt schon ingame adden oder anschreiben will: Mein Charakter heisst Desch und ist menschlicher Schmuggler mit der Spezialisierung Revolverheld. Der Server ist “The Restoration Zone”.
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Der Jahresrückblick 2011

von Desch am Dez.27, 2011, in Games, Sonstiges

Wieder ist ein Jahr vorbei. Für mich persönlich war dies ein sehr ereignisreiches: Ich habe meine Diplomarbeit geschrieben, die letzten Prüfungen an der Universität abgelegt, mein Studium erfolgreich abgeschlossen und bin nun im Berufsleben angekommen. Das ging alles sehr rasant – an einem Montag hatte ich meine letzte mündliche Prüfung, direkt am darauffolgenden Dienstag war mein erster richtiger Arbeitstag. Zusammen mit der sehr belastenden Zeit zur Abgabe meiner Diplomarbeit war somit die Mitte und der Anfang der zweiten Hälfte des Jahres wirklich aufregend und aufwühlend zugleich. Es kamen auch viele Dinge auf mich zu, die ich erst gar nicht im Hinterkopf hatte: Versicherungen, Finanzamt, und und und. Und auch mein erstes eigenes Auto, denn irgendwie muss ich ja auch zur Arbeit kommen. Bei der Arbeit selber habe ich einen echten Glückgriff gemacht – nette Kollegen, die einem sofort das Gefühl gaben, schon lange Teil des Teams zu sein und mit denen ich mich gut verstehe. Das möchte ich nicht missen.

Doch ist diese freie Woche zwischen Weihnachten und Neujahr meine erste längere “Erholungsphase”, um über die ganzen Veränderungen mit etwas Abstand nachzudenken und sie Revue passieren zu lassen. Was mich bei all den Hoch- und Tiefs des Jahres immer begleitet hat, waren auch Videospiele – das bleibt bei einem passionierten Spieler nicht aus. Und so habe ich nun auch die Überleitung von meiner kleinen privaten Einleitung hin zum traditionellen Spielejahresrückblick hier auf dem Blog geschafft ;-).

Es war ein großartiges Spielejahr (Ken Levine meint sogar, es war das beste seit 2007) mit mehr als zwei handvoll Top-Titeln. Und vor allem war für jeden etwas dabei: Strategen kamen mit “Starcraft 2: Wings Of Liberty” ebenso auf ihre Kosten wie etwa Shooter-Spieler (”Modern Warfare 3″, “Battlefield 3″), Rollenspieler (”Skyrim”, “Dark Souls”) und jede Menge andere Genre-Fans. So gut wie jedes Spiel, was auf der diesjährigen Gamescom (#1, #2, #3, #4, #5) beworben wurde, ist mittlerweile veröffentlicht. Und fast alle sind sie gut geworden. Das macht die Auswahl der Favoriten und das Festlegen der Kategorien (die seit jeher subjektiv geprägt sind und keinesfalls einen Anspruch auf objektive Vollständigkeit haben) dieses Jahr besonders schwer. Ich werde so vorgehen, dass ich in jeder Kategorie die (meiner Meinung nach) besten Spiele kurz nenne und dann ein paar Worte über die Spiele und die Kategorie allgemein verliere. Beginnen möchte ich direkt mit einer Kategorie, die nur indirekt was mit Videospielen was zu tun hat. Achja: Berücksichtigt werden natürlich nur Spiele, die in Europa zwischen dem ersten Januar 2011 und dem einunddreißigsten Dezember 2011 veröffentlicht wurden. Los gehts!

Aufreger des Jahres

1.

Origin-Vertriebsplatform

2.

Arbeitsbedingungen bei Team Bondi

3.

Deutscher Spielejournalismus


Der größte Skandal des Jahres ist noch gar nicht einmal so lange her: Mit der Veröffentlichung von “Battlefield 3″ im letzten Quartal des Jahres kam auch Origin, Vertriebsplatform und Kopierschutz-Mechanismus von Electronic Arts. Neben dem üblichen Gemeckere der Spielergemeinschaft über Online-Zwang und -Registrierungen bei Spielen, gesellten sich hier nämlich auch Kommentare von einigen Technik-Experten und Juristen. Origin sammle im großen Stile Daten und überwache die laufenden Prozesse auf dem Rechner. Sogar von ausgelesenen Einkommenssteuererklärungen und noch mehr sensiblen, privaten Daten war die Rede. Die Kritik war so harsch, dass sich Electronic Arts persönlich dazu veranlasst sah, eine offizielle Stellungnahme abzugeben. Viel half dies jedoch nicht: Während viele Spieler, wie es meistens ist, inzwischen dem Ruf des Spieles (hier “Battlefield 3″) nachgaben und Origin in Kauf nehmen, gibt es immer noch eine große Gruppe von Verweigerern - das Thema wird uns auch bis ins nächste Jahr hinein begleiten.

Ebenfalls sehr traurig, was man nach dem Release von “L.A. Noire” von den Arbeitsbedingungen bei Team Bondi hörte. “Sklavenarbeit” und quasi das Einziehen der meisten Mitarbeiter ins Büro und nicht zuletzt ein völlig überforderter Projektmanager. Das, was vor der Fertigstellung des Spiels zuletzt bei Team Bondi passierte, ließ die Branche aufhorchen. Publisher Rockstar lieferte sich eine Schlammschlacht mit Team Bondi, die schließlich in der Schließung des Studios endete. Wer nun letztendlich näher an der Wahrheit liegt, kann ich nicht sagen - möchte aber zumindest darauf hinweisen, dass die Ehefrauen der “GTA IV”-Entwickler damals mit einer großen Protestaktion darauf aufmerksam machten, dass ihre Ehemänner und Freunde doch bitte mal nachts und am Wochenende nach Hause kommen sollten. Das alles sind nur zwei der Horrorgeschichten aus der Games-Branche.

Und dann war da noch - von mir auf Platz drei gesetzt - die Kritik am deutschen Spielejournalismus von Christian Schmidt. Dieser, seines Zeichens ehemaliger stellv. Chefredakteur der Gamestar, veröffentlichte auf SpiegelOnline seine Einschätzung zum Zustand der deutschen Spielekritik und machte dort Nägel mit Köpfen. Verstaubt, zu sehr auf sich selbst fixiert, mehr technisch vorgehend als künstlerisch-deutend. Alles in allem fehle es dem deutschen Spielejournalismus an der Einordnung seines Fachs in das große Ganze. Eigentlich sagt Christian Schmidt viel mehr, als ich hier wiedergeben kann. Der Artikel (oben in einer ungekürzten Form auf dem Blog von Gunnar Lott verlinkt) ist heute immer noch lesenswert und ich stimme ihm vollkommen zu. Das, was dort geschrieben steht, ist der Grund, weshalb ich mittlerweile keine deutsche Spielezeitschrift mehr abonniert habe bzw. lese, sondern nach der Digitalisierung der GEE nur noch die EDGE als einziges Magazin lese. Der Artikel schlug große Wellen, schaffte es sogar ins Fernsehen. Jedoch verkam die ganze Aufregung bereits nach kurzer Zeit zu einem Sturm im Wasserglas und blieb ohne weitere Konsequenzen. Schade!

Geheimtipp des Jahres

Titel: Ghost Trick - Phantom Detektiv
Entwickler: Capcom
Publisher: Capcom
Genre: Adventure (Mystery, Puzzle-Solving)
Platform: Nintendo DS
Release: 14. Januar


Mein persönlicher Geheimtipp diesen Jahres kam schon direkt im Januar auf den europäischen Markt. Bei “Ghost Trick - Phantom Detektiv” handelt es sich um ein Adventure für den Nintendo DS (und kompatible Geräte). Ausserdem ist in Japan eine Version für das iPhone erschienen. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Sissel, einem Geist der spezielle Fähigkeiten (die namensgebenden Ghost Tricks) verfügt. Als Geist kann Sissel zwischen der Geisterwelt, wo die Zeit still steht, und der Welt der Lebenden wechseln. Während er sich in der Geisterwelt befindet, kann Sissel zwischen verschiedenen Objekten in seiner Reichweite umherreisen. Auch das Sprechen mit den Seelen anderer Verstorbenen ist so möglich. Weil Sissel so nur über eine sehr beschränkte Reichweite verfügt, muss der Spieler in der Welt der Lebenden Geistertricks vollführen, um das Objekt, in dem er sich gerade befindet, zu manipulieren und mit der Umwelt und anderen NPCs reagieren zu lassen. So kann man etwa ein Glas in Besitz nehmen, dieses mit einem Geistertrick umschmeissen und so eine Bardame dazu bringen ihre Kasse zu verlassen, wodurch man den Durchgang zu einem neuen Areal freischaltet. Sissel kann auch durch Telefon- und Stromleitungen reisen, um an andere Orte zu gelangen. Wenn Sissel einen verstorbenen Körper in besetzt, kann er vier Minuten vor den Zeitpunkt reisen, an dem der jeweilige Mensch gestorben ist. Mit seinen Geistertricks hat er dann die Chance, diesem Menschen das Leben zu retten. Später im Spiel hat man nicht nur die Kontrolle über Sissel, sondern auch über Missile, einen kleinen Geisterhund, der ein paar andere Attribute und Fähigkeiten als Sissel hat.

Die Story ist, dass Sissel Opfer eines Mordes wurde, aber nun als Geist keine Erinnerungen mehr an sein Leben und an die Situation kurz vor seinem Tod hat. Diese will er sich nun als Geist zurückholen. Spaßig, kurzweilig und grafisch und stylistisch ist die 2D-Grafik nicht nur auf Grund der butterweichen Animationen (handgezeichnet mit Rotoskopie-Verfahren) ein Fest für die Augen. Dieses Video zeigt die erste halbe Spielstunde - das reicht, um einen ausführlichen Eindruck vom Spiel zu bekommen.

Enttäuschung des Jahres

Titel: Duke Nukem Forever
Entwickler:3D Realms / Gearbox Software
Publisher: 2K Games
Genre:Ego-Shooter
Platform: Playstation 3, Xbox 360, Windows, Macintosh
Release: 14. Juni


Patient nach langer Zeit gestorben - oder doch nicht, nennen wir es “Wachkoma”. Denn wirklich Spass macht das, was Gearbox da aus der Insolvenzmasse von 3D Realms bekommen hat, nicht. Das Spiel, was 1997 zum ersten Mal angekündigt wurde, war lange Zeit zum Running Gag der Spielebranche geworden und niemand rechnete eigentlich mit einer Veröffentlichung. Dann kam das Ende für 3D Realms und Gearbox widmete sich dem Projekt. Und sie schafften es wirklich, etwas zur Veröffentlichung freizugeben. Ich bin wirklich sehr enttäuscht von dem Spiel, weshalb ich einfach auf meinen Beitrag von vor ein paar Monaten verweise.

Remake des Jahres

1.

Titel: Beyond Good And Evil HD
Entwickler: Ubisoft Montpellier Studios
Publisher: Ubisoft
Genre: Action-Adventure
Platform: Playstation 3, Xbox 360
Release: 2. März

2.

Titel: Shadow of the Colossus
Entwickler: Team Ico
Publisher: Sony Computer America
Genre: Action-Adventure
Platform: Playstation 3
Release: 30. September

3.

Titel: Zelda: Ocarina of Time 3D
Entwickler: Nintendo
Publisher: Nintendo
Genre: Rollenspiel
Platform: Nintendo 3DS
Release: 17. Juni


Dieses Jahr gab es viele Remakes und HD-Neuauflagen von älteren Spielen. So etwas begrüße ich immer, verlieren alte Spiele meistens doch nur durch ihre Grafik an Spielwert. So wurden drei der meiner Meinung nach besten Videospiele vom Anfang des letzten Jahrzehnts dieses Jahr für die aktuellen Konsolen verfügbar gemacht. Auf dem ersten Platz befindet sich “Beyond Good and Evil” von Marc Ancel, welcher mit seinem aktuellen Spiel nachher auch nochmal vorkommt. Das Spiel spielt auf dem Planeten Hillys, auf dem die Reporterin Jade eine großangelegte Verschwörung aufdeckt. Jade versucht mit ihrem Kampfstock und der Hilfe ihrer Freunde, wie zum Beispiel dem intelligenten Schwein Pey’j oder dem Agenten Double-H den Planeten und seine Bewohner vor eindringenden Aggressoren zu retten. Mit ihrer Kamera hilft sie der Widerstandsbewegung Iris, diese Verschwörung nach und nach aufzudecken, indem sie Beweisfotos veröffentlicht. Neben typischen Spielinhalten wie Verfolgungsjagden, Kämpfe und Rätsel beinhaltet das Action-Adventure auch diverse Elemente, die dem Spiel einen künstlerischen Anspruch verleihen. So sind beispielsweise die Kämpfe gegen die sehr kunstvoll gestalteten Gegner wie Choreographien inszeniert. Viele Personen und Schauplätze dienen als Hommage an verschiedenste Lebenseinstellungen und heben sich sehr von einer realistischen Visualisierung ab. Selten sieht man eine mit mehr Liebe zum Detail gestaltete Spielwelt. Das Hauptziel des Spiels ist es, die Bevölkerung mit Beweisbildern aufzurütteln und die Verschwörung so zu zerschlagen. Ein sehr interessanter Spielansatz. In einer relativ frei bereisbaren Spielwelt (als Hauptfortbewegungsmittel dient zwischen den Spielstationen ein aufrüstbares Hovercraft) bekommt man von seinen Auftraggebern stetig Missionen via CD zugeschickt. Durch das Erfüllen der Missionen bringt man zum einen die Story des Spieles voran, zum anderen verdient Jade damit Credits und Perlen, mit welchen sie neue Ausrüstung und Teile für ihr Hovercraft kaufen kann. Beispielsweise arbeitet man direkt zu Beginn des Spieles für eine Naturbehörde, welche Bilder von allen Lebewesen des Planeten haben will und für jedes Bild gut zahlt. Dies ist im Laufe des Spieles die Haupteinnahmequelle, da man überall auf neue Spezies trifft, die man fotografieren kann. Das Lösen von extrem gut designten Rätseln und das Fotografieren der Spielwelt steht im Vordergrund, jedoch wird das Spielgeschehen sehr stark durch andere Elemente wie Kämpfe, Jump’n’Run-Einlagen und durchaus fordernde Schleichsequenzen aufgelockert. Ein zeitloser Klassiker.

Auf dem zweiten Platz folgt direkt das Remake von “Shadow of the Colossus” für die Playstation 3. Das Spiel, was eines der letzten für die Playstation 2 war und dessen PS2-Retail-Version bei Sammlern sehr beliebt ist, ist sehr deutungsstark und eine Besprechung würde hier nun den Rahmen sprengen. Ich verweise auf diese Talkrunde bei GameOne, die so ziemlich alles abdeckt, was man zu dem Spiel wissen muss. Für hier reicht die Feststellung, dass dieses wunderbare Spiel eine technisch einwandfreie Neuauflage verpasst bekam. Der dritte Platz geht an “Zelda: Ocarina of Time”, meiner Meinung nach das beste “Zelda”. Zur Feier des 25-jährigen Jubiläums (und sicherlich auch, um den hinkenden Verkaufszahlen des 3DS etwas aufzuhelfen) veröffentlichte Nintendo diese rundum gelungene 3D-Neuauflage des Spieles. Meine größte Sorge war die Steuerung, aber sie wurde sehr gut auf den Handheld übertragen. Ein verdienter dritter Platz!

In der Masse untergegangen

1.

Titel: RAGE
Entwickler: id Software
Publisher: Bethesda Softworks
Genre: Ego-Shooter
Platform: Playstation 3, Xbox 360, Windows
Release: 4. Oktober

2.

Titel: Zelda: Skyward Sword
Entwickler: Nintendo
Publisher: Nintendo
Genre: Rollenspiel
Platform: Nintendo Wii
Release: 18. November

3.

Titel: Crysis 2
Entwickler: Crytek
Publisher: Electronic Arts
Genre: Ego-Shooter
Platform: Playstation 3, Xbox 360, Windows
Release: 22. März


Tja, vermutlich die Kategorie mit den traurigsten Platzierungen - gemeint sind Spiele, die eigentlich wirklich gut sind, jedoch im Sturm der ganzen anderen Spiele gegen Jahresende irgendwie untergegangen sind. Ganz vorne auf Platz eins ist dabei “RAGE” von id Software. Endzeit-Szenario, id mit Story, Megatexture, idTech 5 - alles Begriffe, die einem sofort in den Kopf kommen. “RAGE” ist eine Mischung aus klassischem Ego-Shooter und einem Arcade-Rennspiel, gepaart mit ein wenig Rollenspiel. Angesiedelt ist es in der Zukunft, nach einem Meteoriteneinschlag auf der Erde und der anschließenden Endzeitwelt, wie man sie aus dem Film “Mad Max” oder den Spielen “Fallout” und “Borderlands” kennt. Zu Beginn des Spieles entkommt man als Namenloser seiner Stasis-Kammer und wird in die postapokalyptische Welt entlassen … und wird prompt von Banditen übefallen. Vom Chef eines kleinen Aussenpostens anderer Überlebender wird man dann aber gerettet und erfüllt in der ersten Spielstunde einzelne Aufträge für ihn (Auslöschen des Banditenlagers, Beschaffen von Ersatzteilen und Herbeischaffung von Nahrungsmitteln). Das freie Erkunden der Spielwelt ist möglich, jedoch durch die Aufträge nicht gefördert. Das Reisen zwischen den abgetrennten Leveln (Höhlen, Banditenlagern, etc.) wird aufgelockert durch Auto-Kämpfe im Stile von “Twisted Metal” oder “Vigilante 8″. In den Leveln selber ist “RAGE” ein Ego-Shooter in bester Tradition von id Software, angereichert mit einigen frischen Features wie das Aufsammeln und verkaufen von Gegenständen, um Geld zu verdienen. Dieses kann man dann entweder zum Tunen seines Fahrzeugs, zum Kauf neuer Waffen und Munition oder aber für Rezepte zum Selberbauen von allerlei Dingen ausgeben. Interessierten kann ich meinen Artikel vom Oktober empfehlen.

Auf dem zweiten Platz ist “Skyward Sword” zu finden - das vermutlich letzte große Spiel für die Wii. Es ist im Grunde das, was Zelda schon immer war - angereichert mit Bewegungssteuerung und einem neuen Grafikstil. Solide und für Fans - wie mich - ein Pflichtkauf. Daher befindet es sich vor “Crysis 2″ auf dem dritten Platz. Der neueste Streich von Crytek war der erste Grafikhit des Jahres, wurde spielerisch jedoch schnell zu eintönig. Vor allem der S3D-Modus (den ich am Lehrstuhl auf dem großen HD-3D-Beamer anspielen konnte) funktioniert einwandfrei - perfektes Popcornkino-Erlebnis. Daher doch zumindest die Nennung auf dem dritten Platz.

Glaubwürdigste Spielwelt

1.

Titel: Deus Ex: Human Revolution
Entwickler: Eidos Montreal
Publisher: Square Enix
Genre: Action-RPG (Cyberpunk)
Platform: Playstation 3, Xbox 360, Windows
Release: 23. August

2.

Titel: The Elder Scrolls V: Skyrim
Entwickler: Bethesda Game Studios
Publisher: Bethesda Softworks
Genre: Rollenspiel (Fantasy)
Platform: Playstation 3, Xbox 360, Windows
Release: 11. November

3.

Titel: L.A. Noire
Entwickler: Team Bondi
Publisher: Rockstar Games
Genre: Action-Adventure (Detektivarbeit, Puzzle-Solving)
Platform: Playstation 3, Xbox 360, Windows
Release: 17. Mai


Wie konsequent wurde die Story-Idee des Spieles in der Spielwelt umgesetzt? Wie logisch ist das Gesamtbild? Um diese Fragen geht es hier. Ganz eindeutig am besten hat mir in dieser Hinsicht der dritte Teil von “Deus Ex” gefallen. Die Cyberpunk-Motive sind allgegenwärtig und der rote Faden des Spieles ist die Frage, ob die Menscheit reif für die technische Verbesserung ihrer selbst ist, welche Auswirkungen dies auf die Gesellschaft und jeden einzelnen hat. Dieser Konflikt wird durch die beiden rivalisierenden Gruppen der Optimierungs-Befürworter und -Gegner (die Puristen) an den Spieler herangetragen, welcher in der Rolle des augmentierten Sicherheitschefs Adam Jensen für eines der führenden Unternehmen im Bereich der Augmentierungen arbeitet: Sarif Industries. Jensen ist jedoch auch innerlich in einer Konfliktsituation: Seine Augmentierung geschah nicht auf seinen eigenen Wunsch. Nach einem Anschlag auf das Hauptquartier von Sarif Industries wurde er lebensgefährlich verletzt und nur durch den Einbau von jeder Menge Technik in seinen Körper, wurde er wieder lebensfähig. Schon zu Beginn des Spieles spürt man als Spieler die innere Zerrissenheit Adams, welche sich ebenfalls als roter Faden durch das Spiel zieht. Die Grafik ist stimmig und fängt die Cyberpunk-Thematik/-Stimmung ebenfalls sehr gut ein. Wie immer bei dem Thema, empfehle ich diesen Bericht zu Cyberpunk und “Deus Ex”.

Auf dem zweiten Platz befindet sich Himmelsrand - bzw. wie es auch im Spieltitel heisst: “Skyrim”. Das Mammutrollenspiel schafft es trotz (oder gerade wegen?) seiner ungalublichen Größe, den Spieler vollkommen in seine Bann zu ziehen. Überall gibt es Höhlen, alte Ruinen und mehr zu entdecken. Kein anderes Spiel fördert den Entdeckerdrang des Spielers zur Zeit mehr. NPCs gehen abhängig von der Tageszeit ihren Aufgaben nach, ein dynamisches Wettersystem tut sein übriges. Nach dem (meiner Meinung nach nicht überragenden) vierten “Elder Scrolls”-Teil (”Oblivion”) ist Bethesda hier wieder ein großer Wurf gelungen. Auf dem dritten Platz befindet sich mit “L.A. Noire” ein Spiel mit einer nicht fiktiven Spielwelt. Das detailgetreu nachgebaute Los Angeles aus dem Ende der vierziger Jahre und vor allem die mit einem unglaublichen Aufwand produzierten Gesichtsanimationen der Stadtbewohner und storyrelevanten Personen (das Hauptfeature des Spiels) lassen diese Spielwelt so unglaublich echt wirken.

Immersivstes Abenteuer des Jahres

1.

Titel: Uncharted 3: Drake’s Deception
Entwickler: Naughty Dog, Inc.
Publisher: Sony Computer Entertainment
Genre: Action-Adventure
Platform: Playstation 3
Release: 2. November

2.

Titel: Batman: Arkham City
Entwickler: Rocksteady Studios
Publisher: Warner Bros.
Genre: Action-Adventure
Platform: Playstation 3, Xbox 360, Windows
Release: 18. Oktober

3.

Titel: Dead Space 2
Entwickler: Visceral Games
Publisher: Electronic Arts
Genre: Action (Survival-Horror)
Platform: Playstation 3, Xbox 360, Windows
Release: 25. Januar


Immersion, der Grad der Einfühlung in eine virtuelle Welt, macht ein Spielerlebnis oft erst unvergesslich. Dieses Jahr haben eine Menge Spiele den Preis verdient, ich musste mich jedoch mal auf die meiner Meinung nach besten drei einschränken. Auf Platz eins, und zwar mit viel Abstand, befindet sich der neueste Teil der “Uncharted”-Reihe. Warum? Schaut euch einfach dies hier an und stellt euch ähnliche Situationen, mit einer wendungsbehafteten Abenteuerstory und unzähligen Schauplätzen rund um die Welt, ganze acht bis zehn Stunden vor. Grandios - hier gibt es noch mehr Infos zum Spiel. Auf dem zweiten Platz befindet sich mit “Arkham City” ein Open World Spiel im Batman-Universum. Dass sich Open World und packendes Spielerlebnis nicht ausschließen, zeigt dieses Spiel. Wenn man als Batman über die Dächer von Arkham City huscht und die aus den Comics und Filmen bekannten Schurken mit unzähligen Gagdets bekämpft, kommt wahres Superhelden-Feeling auf. Zusammen mit den sehr schönen Zwischensequenzen und vor allem den grandiosen Sprechern (sowohl in der englischen als auch in der deutschen Version!) saugt einen dieses Spiel regelrecht in sich auf. Auf dem dritten Platz schließlich befindet sich mit “Dead Space 2″ ein Survival-Horror-Spiel, welches in Sachen Panik-Atmosphäre seinen Vorgänger nochmals übertrifft: Schon in den ersten drei Spielsekunden wird man von Aliens angegriffen und muss durch explodierende Räume fliehen. An jeder Ecke wartet eine lebensbedrohliche Situation auf den Avatar, Pausen gibt es keine - so sehr um meinen Spielcharakter besorgt war ich dieses Jahr in keinem anderen Spiel - daher der verdiente Platz drei. Wer sehen will, was ich meine, kann sich dieses Video anschauen.

Bester kompetitiver Multiplayer

1.

Titel: Battlefield 3
Entwickler: DICE
Publisher: Electronic Arts
Genre: Taktik-Shooter
Platform: Playstation 3, Xbox 360, Windows
Release: 25. Oktober

2.

Titel: TrackMania 2: Canyon
Entwickler: Nadeo
Publisher: Ubisoft
Genre: Rennspiel (Arcade)
Platform: Windows
Release: 14. September

3.

Titel: StarCraft 2: Wings Of Liberty
Entwickler: Blizzard
Publisher: Activision Blizzard
Genre: Echtzeit-Strategie
Platform: Windows
Release: 26. Juli


Jaja, der kompetitive Multiplayer - ein Feld auf dem ich mich nicht so wahnsinnig wohl fühle und auch nur wenig aufhalte. Eine Ausnahme bildet jedoch der zweite Platz, auf den ich in Kürze eingehen werde. Beginnen möchte ich mit “Battlefield 3″, dem ersten Platz. Grafik, Klassenbalance, Soundkulisse und Waffen-/Vehikel-/Map-Auswahl sind unübertroffen. Und Spaß macht es selbst mir soviel, dass ich (nachdem ich es bei einem Amazon-Deal für die PS3 gekauft habe) immer noch recht regelmäßig online gehe um zu spielen. Aber solche Spiele haben auch immer ihre Schattenseiten: Pubertierende, schimpfende Mitspieler. Deshalb spiele ich persönlich immer ohne den Sprachchat - es sei denn ich habe mal Lust, mich von dreizehnjährigen aufs Übelste beleidigen zu lassen. Aber das kann man ja dem Spiel nicht anrechnen - das ist der Community geschuldet.

Auf Platz zwei befindet sich meine Multiplayer-Obsession “Trackmania 2 Canyon”, mit dem Nadeo wieder ordentlich abgeliefert hat: Das Fahrverhalten in der Canyon-Umgebung ist anders als alle anderen bisherigen Umgebungen. Am ehesten lässt es sich als eine Mischung aus Bay, Island und Stadium beschreiben. Die Autos beschleunigen schnell, sind unheimlich schwer, haben einen relativ großen Wendekreis und Driften ist unbedingt von Nöten. Das Driften ist mit das Besonderste und Schwierigste an diesem Modus: Das Auto wird niemals von alleine anfangen zu driften (es sei denn man landet schief), vielmehr muss man durch ein gezieltes Betätigen der Bremse das Heck von sich aus kontrolliert ausbrechen lassen, um den Wagen anschließend mit Gas und Links- bzw. Rechtslenkungen um die Kurve zu wuchten. Mitunter dauern Drifts über zehn Sekunden. Um Strecken in einer angemessenen Zeit zu fahren, ist das Driften unbedingt nötig. Bevor ich online meine ersten Top-Drei Platzierungen einfahren konnte, sind einige Trainingsstunden vergangen. Die Balance zwischen Können, Mut und etwas Glück ist sehr gut ausgewogen. Auch die online verfügbaren Strecken sind auf einem erstaunlich hohen Niveau (der Editor ist erneut mächtiger geworden und im Spiel integriert).

Platz drei geht an “Starcraft 2: Wings Of Liberty”, das vermutlich eSport-tauglichste Spiel was zur Zeit auf dem Markt ist. Perfekt ausbalancierte Fraktionen machen jede Auseinandersetzung zwischen gleichbegabten Spielern zu einer wahnsinnig spannenden Angelegenheit. Online-Ligen und -Laddersystem von Blizzard sind momentan qualitätsmäßig ihrer Konkurrenz deutlich überlegen. hier mal ein typisches 1on1-Spiel von Durchschnittsspielern.

Bester kooperativer Multiplayer

1.

Titel: Portal 2
Entwickler: Valve
Publisher: Valve
Genre: Rätsel
Platform: Playstation 3, Xbox 360, Windows, Macintosh
Release: 18. April

2.

Titel: Rayman Origins
Entwickler: Ubisoft Montpellier Studios
Publisher: Ubisoft
Genre: Jump’n'Run
Platform: Playstation 3, Xbox 360, Nintendo Wii
Release: 25. November

3.

Titel: Dead Island
Entwickler: Techland
Publisher: Deep Silver
Genre: Shooter-RPG
Platform: Playstation 3, Xbox 360, Windows
Release: 6. September


Kommen wir zu meiner großen Leidenschaft, den Spielen mit kooperativem Multiplayer-Modus. Hierzu zählen Titel, welche die Möglichkeit bieten mit mindestens zwei Spielern eine Storyline nachzuspielen - egal ob die des Solospiels oder aber eine extra auf den Koop angepasste. Ausdrücklich nicht zu den kooperativen Spielen zähle ich Taktik-Shooter, in welchen zwei Teams gegeneinander antreten - auch wenn innerhalb des Teams kooperatives Spielen möglich sein sollte. Nun sollt eigentlich jedem aufgeweckten Spieler klar sein, dass nur ein Spiel diese Kategorie gewinnen kann: “Portal 2″ von Valve. Man startet im Koop-Modus immer in einem großen Raum (dem Hub), der als Zentrale dient. Von da aus kann man der Reihe nach insgesamt sechs verschiedene Teststrecken betreten. Diese unterscheiden sich nicht nur durch ihre Schwierigkeit sondern auch durch die Art der Rätsel (sie haben immer ein bestimmtes Motto oder ein bestimmtes Feature, was benutzt werden muss). Jedes Themengebiet hat zwischen sieben und zehn Level. Die ganze Zeit über wird man an neue Rätselelemente gut herangeführt, die Lernkurve ist nicht nur im Solomodus, sondern auch im Koop-Modus sehr gut. Sind es zu Beginn noch einfache Rätsel, die das simple Verständnis der Rätselelemente überprüfen, sieht man sich im späteren Spielverlauf hochkomplexen Rätselaufbauten gegenüber, die eine Kombination der verschiedensten Rätselelemente, ein gute Koordination der Spieler untereinander und gutes Timing von Anfang an voraussetzen. Besonders witzig sind im Koop-Modus auch die Kommentare von GLaDOS, welche die Leistungen der Spieler kommentiert und bewertet. Ab und an versucht sie durch ungerechte Punktvergabe und falsche Behauptungen die Spieler gegeneinander aufzubringen. Sehr unterhaltsam! Am besten hat mir an dem Koop-Modus die Tatsache gefallen, dass er kein bloßer Alibi-Modus ist, sondern dass eine eigene Storyline und vor allem Rätsel, die wirklich gute Absprachen der Mitspieler erfordern, eingebaut wurden. Bei keinem anderen Koop-Spiel ist die Kommunikation mit dem Mitspieler - egal ob durch Sprachchat, Gesten oder Ingame-Befehle - so wichtig.

Auf Platz zwei befindet sich nicht nur das schönste 2D-Spiel des Jahres, sondern auch ein Jump’n'Run, welches in Sachen Spaßfaktor auch “Super Mario Bros. Wii” locker in die Tasche steckt: “Rayman Origins” von Michael Ancel und seinem Team bei Ubisoft. Als einer von unzähligen, spielbaren Charakteren (die mit der Zeit frei gespielt werden) kämpfen sich bis zu vier Spieler gleichzeitig durch die aberwitzigen Level. Jede Figur ist einzigartig animiert und interagiert auf ihre Weise mit der Umgebung - die Fähigkeiten an sich sind bei jeder Figur aber gleich. Um eine Vorstellung von dem lustigen Gameplay zu vermitteln, empfehle ich dieses Video. Ein lustiges Koop-Spiel, auf einer Stufe mit “Donkey Kong Country Returns”, welches mich letztes Jahr enorm begeistert hat.

Auf Platz drei ein Spiel, welches absolut nichts für Minderjährige ist: Mit “Dead Island” gelang dem Entwickler Techland wohl die Überraschung des Jahres. Quasi aus dem Nichts tauchte Anfang des Jahres ein Trailer auf und katapultierte das Spiel - ein Mix aus Ego-Slasher und Multiplayer-Rollenspiel - bei vielen Spielern auf die persönliche Most Wanted Liste. Das Ergebnis konnte dann im September begutachtet werden und war nicht mehr und nicht weniger als man erwartet hatte. Eine Art MMORPG mit Zombies in einem Urlaubsparadies und begrenzten Mitspielern. Wenn ihr mich fragt: Das perfekte Spiel für eine LAN-Party!

“Muss unbedingt auch genannt werden” des Jahres

1.

Titel: Harveys neue Augen
Entwickler: Daedalic
Publisher: rondomedia
Genre: Adventure (Point’n'Click)
Platform: Windows
Release: 26. August

2.

Titel: Super Mario 3D Land
Entwickler: Nintendo
Publisher: Nintendo
Genre: Jump’n'Run
Platform: Nintendo 3DS
Release: 3. November

3.

Titel: Star Wars: The Old Republic
Entwickler: BioWare
Publisher: Lucas Arts
Genre: MMORPG
Platform: Windows
Release: 20. Dezember


Da ich diese Spiele - trotz ihrer überragenden Qualität - auf Grund der großen Anzahl an Konkurrenten nicht in eine andere Kategorie einordnen konnte, habe ich eine eigene für sie erstellt. Hier macht den ersten Platz ganz klar “Harveys neue Augen” von Daedalic. Mit diesem Spiel haben sich die Entwickler wirklich selbst übertroffen, kein anderes Adventure hat mir in den letzten Jahren soviel Spaß gemacht wie das Abenteuer der kleinen Lilly. Der herrlich schwarze und krude Humor - vor allem die Kommentare des Erzählers sind grandios - kombiniert mit der abstrakten Comic-Grafik und die schön designten Rätsel verhelfen diesem Spiel auf den ersten Platz.

Auf Platz zwei befindet sich ein Spiel, was ich schon während meiner Gamescom-Berichterstattung für seinen Einsatz der 3D-Darstellung als Gameplay-Element gelobt habe: “Super Mario 3D Land”. Das momentan aktuellste Mario für den Nintendo 3DS steht seinem “großen Bruder” “Super Mario Galaxy 2″ wirklich in nichts nach. Das Leveldesign ist auf gewohnt hohem Niveau und die Steuerung ist butterweich - wenn Nintendo etwas drauf hat, dann ist es das Polishen eines Spieles bis zum Letzten. Verdienter zweiter Platz und ein echter Pflichtkauf für Nintendo 3DS Besitzer.

Auf dem dritten Platz befindet sich das Spiel, was mir seit langer Zeit mal wieder ein MMORPG-Abonnement aus den Rippen geleiert hat: “Star Wars: The Old Republic” von BioWare. Wer lesen will, warum ich das Spiel auf den dritten Platz gesetzt habe, der kann meinen erst zwei Wochen alten Bericht lesen.

Spiel des Jahres

1.

Titel: Portal 2
Entwickler: Valve
Publisher: Valve
Genre: Rätsel
Platform: Playstation 3, Xbox 360, Windows, Macintosh
Release: 18. April

2.

Titel: Uncharted 3: Drake’s Deception
Entwickler: Naughty Dog, Inc.
Publisher: Sony Computer Entertainment
Genre: Action-Adventure
Platform: Playstation 3
Release: 2. November

3.

Titel: Batman: Arkham City
Entwickler: Rocksteady Studios
Publisher: Warner Bros.
Genre: Action-Adventure
Platform: Playstation 3, Xbox 360, Windows
Release: 6. September


Ja, das Spiel des Jahres - die Königskategorie ;-). Wer meine Sonntagsbeiträge dieses Jahr verfolgt hat, wird schon gemerkt haben in welche Richtung es hier geht. Nachdem die Spieler in “Portal” bereits nach drei Stunden die durchgedrehte künstliche Intelligenz GLaDOS besiegt hatten, vergingen mehr als drei Jahre bis das Spiel plötzlich ein unangekündigtes Update erfuhr. Die rätselhafte Nachricht im Changelog lautete: “Radio Übertragungsfrequenz wurde geändert, um den staatlichen Regulierungen zu entsprechen.”. Schnell wurde festgestellt, dass die Endesquenz verändert (die Hauptfigur wird nach der Explosion der Aperture Laboratories zurück in die Anlage gezogen) und ein neues Achievement eingefügt wurde. Durch die richtige Positionierung der sechundzwanzig Radios im Spiel, konnte man als Spieler Morsecodes empfangen, die sich anschließend entschlüsseln ließen. Dies führte zu einem komplexen Alternate Reality Game in Form einer Schnitzeljagd, welches nach längerer Rätselzeit “Portal 2″ ankündigte. Es fand seinen Höhepunkt bei dem fiktiven Projekt “GLaDOS@home”, in dem Spieler dazu aufgerufen wurden, bestimmte Indie-Spiele zu spielen, um so Rechenpower für das Rebooten von GLaDOS bereitzustellen. Was direkt auffällt ist die im Vergleich zum ersten Teil deutlich längere Spielzeit. Für den Solomodus sind sieben bis acht Stunden ein guter Richtwert, für den Koop-Modus, der komplett eigene Rätsel und Story liefert, vier bis fünf Stunden. Insgesamt kommt man also - ohne die Achievement-Jagd - auf ca. zwölf Stunden, was sehr ordentlich ist. Abgesehen von der Spielzeit unterscheidet sich der zweite Teil auch ganz gewaltig in Sachen Ideenreichtum, Qualität der Umsetzung und Story vom Vorgänger. Der Spieler interagiert im Laufe der Geschichte mit verschiedenen (nicht-menschlichen) NPCs und baut Beziehungen zu ihnen auf. Die Story wird durch exzellente Dialoge vorangetrieben. Apropos Dialoge: Die deutschen Synchronisation ist enorm gut gelungen - ich finde sie sogar besser als das englische Original, was vor allem an der Synchronstimme von Wheatley (zu sehen und hören unten im Video) liegt. Wheatly ist übrigens ein Anagramm zu wealthy (also: wohlhabend), was vor allem gegen Ende des Spieles auf mich sehr lustig wirkte. Damit das Ganze nicht ausufert, verweise ich an dieser Stelle mal auf einen alten Beitrag von mir zum Thema.

Ganz knapp dahinter auf dem zweiten Platz befindet sich der spielgewordene Abenteuerfilm “Uncharted 3: Drake’s Deception”. Die ersten beiden Teile der “Uncharted”-Reihe sind nahe an der Perfektion. Grafik, Gameplay, Inszenierung und Story sind auf unglaublich hohem Niveau. Nun hat dieses Jahr der Entwickler Naughty Dog (sie zeichnen sich auch für die “Crash Bandicoot”-Spiele verantwortlich) den dritten Teil dieses großen PS3-Exklusivtitels fertiggestellt. Ich muss sagen, dass ich im Vorfeld ein wenig Sorgen hatte, was die Qualität angeht. Im Vorfeld wurde nicht sonderlich viel vom Spiel gezeigt, auch auf Messen wurde nicht viel Werbung gemacht. Ausserdem erschien es mir so gut wie unmnöglich den zweiten Teil noch zu übertreffen. Zum Glück wurde ich aller Befürchtungen Lügen gestraft: Das, was Naughty Dog vor allem in Sachen Animations- und Kameratechnik auffährt sucht derzeit seinesgleichen. Jede einzelne Handlung des Spielers und jeder Gegenstand in der Spielwelt “kommentieren” Drake und das Spiel mit den unterschiedlichsten Animationen (z.B. streicht er mit einer Hand öfter mal an einer Wand entlang, wenn man nahe an ihr vorbeiläuft, oder berührt kurz den Aussenspiegel eines Autos mit der Hand, wenn man daran vorbeirennt; alles für den Spielfortschritt nicht wichtig, jedoch lässt dies alles ungemein realistischer wirken). Mit dabei sind natürlich auch seine typischen Einzeiler. Hinzu kommt die kreative Kameraführung in Zwischensequenzen und dem Spiel selber. Man fühlt sich wie in einem richtigen Spielfilm, den man selber steuert - oft habe ich mich nach einer Zwischensequenz dabei erwischt, den Anschlusspunkt zu verpassen, wo ich wieder selber steuere. Das schaffen nur wenige Spiele, und keines mehr als “Uncharted 3″. Da sie an der Grafik nicht mehr viel machen konnten (der Vorgänger “Uncharted 2: Among Thieves” reizt die Konsole fast komplett aus), investierten sie stattdessen viel Zeit in die Perfektionierung dieses Zusammenspiels zwischen Animationen, Kamerapositionen und -fahrten.

Und schließlich geht der dritte Platz an “Batman: Arkham City”. Technisch und spielerisch hält es sich ganz klar an den ersten Teil, von daher will ich über die Grundlagen nicht viel schreiben. Es ist schlicht und einfach mehr, besser und spannender. Alleine die Möglichkeiten neben der Story sind beinahe nicht alle fassbar: Über 400 Riddler-Rätsel in der ganzen Stadt verteilt, umfangreiche Nebenmissionen die eng mit der Haupthandlung verknüpft sind, ein geheimnisvoller Beobachter, der Zeichen hinterlässt, denen man hinterherjagd, Flug-, Schleich- und Kampf-Herausforderungen, und und und. Dass ich gestern Abend nach etwa acht bis neun Stunden Spiel erst etwa 14 Prozent im Fortschritt angezeigt bekommen habe, spricht Bände. Auch in Sachen Schurken haben sich die Entwickler nicht lumpen lassen: Neben vielen Charakteren aus dem Vorgänger, sind mindestens nochmal doppelt soviele dazu gekommen - ein wirkliches Kunststück, da sie auch alle sehr schön in die Story eingebunden werden. Natürlich stehen sowohl für die Schurken als auch für die neuen Verbündeten, denen man manchmal begegnet, umfangreiche Beschreibungen, Lebensläufe und Hintergrundinformationen aus den Comics zur Verfügung. Für Kenner des Vorgängers, der Filme und natürlich der Comics gibt es viele “Aha”-Momente und die Begeisterung über die Detailversessenheit der Entwickler steigt ins Unermessliche - zumindest bei mir.

-

Uff, das war nun eine ganze Menge. Mir scheint, als hat Kevin Levine mit seiner Aussage vom Anfang gar nicht mal Unrecht. Vor allem weil ich auf Grund meiner persönlichen Präferenzen Spiele wie “Modern Warfare 3″, “Dark Souls”, “Gears of War 3″, “Saints Row: The Third” und “Xenoblade Chronicles” (und wahrscheinlich jede Menge weitere) nicht genannt habe, da ich sie gar nicht oder zu wenig gespielt habe, um mir ein genaues Urteil bilden zu können. Fest steht, dass wir an den Spielen aus diesem Jahr auch im nächsten Jahr noch viel Freude haben werden. Und: Wie war euer Jahr? Habe ich wichtige Spiele vergessen (bestimmt!)? Schreibt in die Kommentare oder schickt eine E-Mail. Nun bleibt mir erstmal nichts anderes übrig als euch allen einen guten Rutsch und ein gutes, neues und vor allem gesundes Jahr 2012 zu wünschen! Wir lesen uns, bis dann!

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Sonntags wird gespielt - Ausgabe 108

von Desch am Dez.25, 2011, in Games

Es ist Weihnachten und ich habe dieser Tage nicht viel Zeit und Muse gehabt, etwas für heute vorzubereiten. Nichtsdestotrotz habe ich mir vorgenommen in meinem Weihnachtsurlaub wieder etwas für den Blog zu tun, aber erste Ergebnisse gibt es erst gegen Silvester - der große Jahresrückblick aus Spielesicht zum Beispiel ist schon mitten in der Vorbereitung. Deshalb nun von mir völlig unkommentiert ein Let’s Play-Video des grandiosen “Rayman Origins”.

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Frohe Weihnachten!

von Desch am Dez.23, 2011, in Sonstiges

Ich wünsche allen meinen Bloglesern frohe Weihnachten und erholsame Feiertage im Kreise ihrer Liebsten :-).

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