The Fall of London

T

Vampire: The Masquerade (V5)

  • Christopher: Albert Neisser (Clan Tremere)
  • Dennis: Storyteller
  • Michael: Hugh Glass (Clan Gangrel)
  • Simone: Anastasia “Anja” Romanow (Clan Ventrue)
  • Stefan: Zachariah “Zeke” Evans (Clan Toreador)

Intro

Jede Geschichte über London muss mit Mithras beginnen – dem legendären Ventrue-Methusalem, der London schon seit über zwei Jahrtausenden als seine Domäne hält. Im ersten Jahrhundert nach Christus ernannte er die römische Provinz Londinium zu seiner Heimstätte und auch wenn Mithras in den kommenden Jahrhunderten viel reiste, betrachtete er diesen Ort stets als seine Heimat und scheute keine noch so blutige Auseinandersetzung um sein Territorium. Lange bevor die Camarilla gegründet wurde und ihre sechs Traditionen als Eckpfeiler des kainitischen Unlebens festlegte, führte Mithras Gesetze für den gegenseitigen Umgang von Mitgliedern seiner Gefolgschaft untereinander ein.

Letztere wächst schnell und besonders eifrige Anhänger oder jene, welche ihrem Unleben mit Diensten an Mithras einen Sinn verleihen wollen, schließen sich einem der vielen organisierten Kulte um ihn an.

So auch unsere vier Protagonisten, die sich Anfang des 20. Jahrhunderts den Vorboten der Sonne unter der Leitung von Pater Thomas verschrieben. Anja, die selbstbewusste Inhaberin des “Empire”-Großkonzerns, Albert, der moralisch flexible Wissenschaftler, Hugh, der weitgereiste Alleingänger und Zeke, der reisende Musiker, bilden die Scythe of the Sun, welche für Pater Thomas und Mithras hauptsächlich Botengänge und Nachforschungen durchführen.

Doch die Wesen der Nacht sind nicht unbeeinflusst von den Irrungen und Wirrungen der Menschen. Und so folgten die vier, wie viele andere Londoner Kainiten 1940, der Empfehlung, sich im zuspitzenden zweiten Weltkrieg zum Selbstschutz für wenige Jahre in einen Schlaf zu begeben. Wie sich herausstellt, sollte es nicht bei wenigen Jahren bleiben…


05. Oktober 2012 | Tower Hamlets, London

Zeke, Hugh, Anja und Albert erwachen nacheinander in einem klammen Kellerraum. Ihnen wurde Vitae aus einem antik anmutenden Kelch verabreicht, welcher mit verschiedenen arkanen Zeichen und Mithras-Symbolen verziert ist. Der Verabreichende stellt sich als Adelino vor, ein Verehrer Mithras, welcher für seinen Vorgesetzten Darius Shirazi arbeitet. Beide unterstünden Pater Thomas, den die Charaktere noch aus der Zeit vor ihrem Torpor kennen. Als die Gruppe erfährt, dass das aktuelle Jahr 2012 ist und sie nur durch Zufall gefunden wurden, reagiert sie mit Unverständnis. Auf Mithras angesprochen gibt sich Adelino sehr wortkarg. Er verspricht Antworten, wenn sie ihm folgen.

Durch das verabreichte Blut und das Erwachen aus dem langen Schlaf durstig geworden, erhalten die Charaktere eine Möglichkeit zur Stärkung: Mehrere Personen und Hunde stehen für sie parat. Nach dem Benutzen der sanitären Anlagen kleiden sich die Charaktere neu ein und folgen Adelino aus dem Keller heraus in ein großes Lagerhaus. Bewaffnete Wachen stehen am Eingang, vereinzelt stehen große Holzkisten und mit Tüchern abgedeckte Gegenstände herum. Adelino zeigt den Charakteren den Weg in Darius Büro in der ersten Etage.

Darius empfängt die Charaktere überschwänglich; er ist sichtlich begeistert die vier Mitglieder der “Vorboten der Sonne” zu sehen. Ein bulliger Mann mit kantigen Gesichtszügen steht im Hintergrund und begrüßt die Charaktere durch Kopfnicken. Sein Name ist Mickey. Im folgenden Gespräch erhalten die Charaktere einen versiegelten Brief von Pater Thomas, vier Mobiltelefone zur Kontaktaufnahme und 10.000 Pfund in mittelgroßen Scheinen. Außerdem rät Darius den vieren, sich beim Londoner Court anzumelden. Zusammen mit einer Telefonnummer für diesen Zweck, händigt er auch seine eigene Nummer aus. Ebenfalls nimmt Albert den verzierten Kelch an sich. Sie verraten Darius nicht, was in dem Brief steht. Auch seinen Wunsch nach der Beantwortung einiger Fragen zu ihren damaligen Diensten bei Mithras schlagen sie aus. Angesprochen auf die Zerstörung Mithras und die Hintergründe zeigt sich Darius zutiefst erschüttert; er bestätigt, dass Mithras ehemaliger Seneschal Anne Bowesley nun seinen Platz eingenommen hat.

Als eine Drohne am Fenster erscheint schlägt Mickey Alarm und fordert die Gruppe zur Flucht auf. Er selber stürmt aus dem Raum und es entbrennt ein Kampf in der Lagerhalle. Hugh, Zeke, Albert, Anja und auch Darius springen durch das Bürofenster und landen im Schlamm des Themse-Ufers. Sie bemerken Patrouillenboote auf dem Fluss, welche ihnen näher kommen. Darius bittet die Charaktere, sich zu melden, und verschwindet dann mit übermenschlicher Geschwindigkeit aus ihrem Sichtfeld. Anja empfiehlt eines der Empire-Lagerhäuser als Versteck. Nachdem sie sich unauffällig durch die Gassen schleichen konnten und sich einer Verfolgerdrohne entledigen konnten, dringen sie gewaltsam in das Empire-Lagerhaus ein. Hugh sättigt seinen Hunger bei einer nächtlichen Jagd und bringt der Gruppe eine Zeitung mit. Die vier Vampire tauschen ihre Handynummern aus und überlegen sich die nächsten Schritte, ehe sie sich für den Tag eine Ruhestätte in einem abgelegenen Teil der Lagerhalle bauen. Beim Stöbern in der Zeitung stößt Anja auf einen Artikel zu Empire – die Weltgesundheitsorganisation gehe aktuell Unregelmäßigkeiten in ihrer Forschungsabteilung nach. Neben der Ankündigung ihrer Rückkehr ein Grund mehr, der Zentrale einen Besuch abzustatten.


06. Oktober 2012 | London

Die vier Vampire erwachen zu Beginn der nächsten Nacht im Empire-Lagerhaus. Dieses wurde durchsucht, die zerstörte Eingangstür wurde behelfsmäßig geflickt und mit Polizeiband abgesperrt. Albert begutachtet die automatische Torsteuerung und ihm gelingt es, das Tor zu öffnen, sodass Hugh, Anja, Zeke und er entkommen können.

Während Hugh einen Ausflug in die Stadt unternimmt, um von einer Gruppe Pennern aktuelle Informationen über das heutige London und die Geschichte der letzten Jahre zu erhalten, suchen die restlichen drei die alte Wohnung von Anja auf. In dem Gebäude befindet sich nun unten ein Hotel, die Luxuswohnungen darüber existieren aber nach wie vor. Mit der Hilfe einer betrunkenen jungen Dame namens Stella, die sich als Nachbarin von Anja herausstellt, erhalten sie Zugang zum Gebäude. Da die Wohnungstür von Anjas Apartement verschlossen ist, sie aber beim Blick durch das Schlüsselloch keinerlei Aktivitäten darin erkennen können, brechen sie über das Dach und den Balkon in die Wohnung ein.

Nach kurzer Zeit stößt Hugh wieder zur Gruppe. Kameras in den Ecken der Wohnung werden durch ihr rotes Leuchten entdeckt. Anja findet eine Nachricht von Empire auf dem eingemotteten Sekretär und ruft die angegebene Handynummer an. Irina Tarassov, ihre damalige Stellvertreterin und ebenfalls Vampir des Clans Ventrue, meldet sich. Empire hat immer an die Rückkehr von Anja geglaubt, die Wohnung nicht aufgegeben und die Kameras installiert. Sie lädt Anja und die anderen ins Hauptquartier ein.

Auf Drängen der Gruppe ruft Anja nun auch bei der Handynummer des Courts an. Es meldet sich eine Scarlett, welche kurz angebunden scheint und den vieren empfiehlt, zur Party von Queen Anne in The Shard zu kommen, die noch heute und morgen Nacht andauert. Sie sollen das Geschenk nicht vergessen.

Hugh sucht anschließend Kontakt zu seinem Clan und findet einen Gangrel namens Joe im Green Park. Von diesem erfährt er, dass die Brujah Gwenllian Arwyn auf der roten Liste steht. Er schuldet Joe fortan einen kleinen Gefallen; dafür hat Joe die Handynummer von Hugh notiert.

Währenddessen werden Anja, Albert und Zeke überschwänglich im Empire-Büro empfangen. Wenige Angestellte werden als Vampire erkannt, einige scheinbar neue Mitarbeiter schauen die Besuchergruppe irritiert an, als sie von Irina zu den Aufzügen geführt wird. Irina entledigt sich ihrer grauen Perücke und informiert die Gruppe, auch Hugh trifft wenig später ein, über die Ereignisse der letzten Jahre: Aktuell laufen WHO-Untersuchungen durch eine Frau namens Christiane Woopen, insbesondere suchen sie nach Dreck aus den Jahren des zweiten Weltkriegs. Sie hat ihren Besuch für die kommende Woche angemeldet. Außerdem hat Empire eine Transformation vom Waffenhersteller hin zum Pharmaunternehmen gemacht. Neben Anjas Apartment wurde auch Albert Haus am Stadtrand umzäunt und überwacht. Die Forschungsabteilung wird aktuell von dem jungen Tremere Timoteusz geleitet. Außerdem berichtet Irina von der zunehmenden Bedrohung durch Antigen in der Stadt und von No-Go-Areas für Vampire, wie aktuell Canary Wharf.

Nach dem Update führt Irina die Gruppe in das zweite Untergeschoss – die Forschungsabteilung. Dort werden die vier von Irina Timoteusz vorgestellt, welcher Albert euphorisch begrüßt und ihm das Labor zeigt. Er echauffiert sich über die laufenden Ermittlungen gegen das Unternehmen und die daraus resultierenden Senkungen der Forschungsbudgets. Momentan forschen sie an Mitteln gegen HIV, wovon sie sich im Erfolgsfall eine finanzielle Entlastung erhoffen. Er ist guter Dinge, da eine Gruppe teilweise eingeweihter Studenten mit ihm die Forschungen vorantreibt. Alles im Geiste von ihrem Vorbild Albert Neisser.

Nachdem sich Anja, Albert, Hugh und Zeke mit Waffen ausgestattet haben, übergibt Anja den Mithras-Kelch an Irina zur sicheren Verwahrung. Dann trennen sich die Wege der Coterie: Anja und Albert kehren in Anjas Apartment zurück und planen die nächsten Schritte, während Zeke und Hugh das Museum auskundschaften, um Informationen für ihren geplanten Angriff auf Gwenllian Arwyn zu sammeln.

Anja lässt sich von Albert auf den neusten Stand in Sachen Forschungsabteilung bringen und veranlasst einige Dinge bei Irina:

  • Ihre Wohnung soll modern eingerichtet und wieder bewohnbar gemacht werden; außerdem sollen die Kameras entfernt und die Balkontür repariert werden.
  • Schlüssel für Zugang zu Empire-Büros und -Lagerhäusern
  • Eines der Lagerhäuser als Haven für die Coterie einrichten
  • Dabei: Strikte Trennung von Privat- und Firmenvermögen
  • Planung und Organisation des Wiedereintritts von Anja und Albert bei Empire
  • Das von Timoteusz für Albert zusammengestellte Dossier soll an ihre Adresse gesendet werden
  • Sie erhält den Kontakt zu David Cattlewood, einem Schneider im Norden Londons, um sich für Queen Annes Party einzukleiden

Zeke und Hugh begutachten das Museum um identifizieren neben einer patroullierenden Wache einige Kameras, die auf die Eingänge des Gebäudes gerichtet sind. Außerdem scheint im Inneren eine Party stattzufinden: Einige Abteilungen sind hell erleuchtet und scheinbar menschliche Partygäste begutachten bei Musik und Alkohol einige Ausstellungsstücke. Auf aushängenden Plakaten liest Zeke von einer Juwelenausstellung und der neu eröffneten Ausstellung mit einer Rekonstruktion des erst vor kurzem bei Bauarbeiten freigelegten Mithraeums.

Nach einiger Zeit fällt den beiden auch ein junger Asiate auf, der – wie sie – verdächtig lange den Eingang des Museums im Auge behält. Zeke lenkt ihn ab und Hugh kann in das Museum gelangen nachdem ein Großteil der Gäste die Party verlassen hat. Er schleicht sich in den Keller und verwandelt sich in einen Wolf, um ungesehen durch die Gänge schleichen zu können. An einer schweren Tür, die als Notausgang gekennzeichnet ist, kann er zwei männliche Kainiten auf der anderen Seite über Queen Annes Party reden hören. Es wird diskutiert, ob sich Richard de Worde dort zeigen wird oder nicht.

Währenddessen unterhalten sich Zeke und der Asiate vor dem Museum; beide tauschen leichte Drohgebärden und Floskeln aus, ehe der Asiate ganz unverhohlen die Hand auf Zekes Schulter legt und mit den Worten “Lasst euch hier nicht wieder blicken.” Richtung Museum läuft. Er verschwindet in einem der Nebeneingänge. Zeke setzt sich auf eine naheliegende Bank. Während er auf Hughs Rückkehr wartet, erhält er von Anja telefonisch die Information, dass sie und Albert nun zum Schneider aufbrechen, um sich für die Party einzukleiden.

Bei seiner Rückkehr aus dem Gebäude trifft Hugh – nun nicht mehr in Wolfsgestalt – auf den Asiaten, welcher ihn anspricht und zu verstehen gibt, dass er sich hier nicht mehr blicken lassen soll, wenn er nicht den Zorn der Löwin von London auf sich ziehen will.

Die Coterie trifft bei der Hinterzimmer-Schneiderei von David Cattlewood wieder aufeinander und finden geeignete Kleidung für den geplanten Partybesuch und einigen sich auf einen Preis von 650 Pfund:

  • Anja trägt ein marineblaues Kleid mit freiem Rücken und freien Armen; an Ärmeln und Saum sind graue Akzente eingenäht
  • Albert trägt eine schlichte graue Stoffhose mit weissem Hemd und einer schmalen Stoffkrawatte mit Struktur in Farbe der Hose
  • Zeke trägt eine eng genähte schwarze Hose und dabei ein ebenfalls eng geschnittenes, schwarzes Hemd und schwarzes Jacket. Dabei trägt er eine weisse Stoffkrawatte
  • Hugh trägt eine dunkelbraune Stoffhose und ein dunkelbraunes Jackett. Darunter trägt er ein weisses Hemd mit lederner, brauner Weste und Bolas anstatt einer Krawatte. Um den Preis zu drücken, einigt er sich mit David darauf, das Outfit in der folgenden Nacht zurück zu geben

Da der Sonnenaufgang naht, ziehen sich die vier anschließend in Anjas Wohnung zurück, wo sie den kommenden Tag verbringen.


07. Oktober 2012 | London

Die Charaktere erwachen am nächsten Abend in Anjas Wohnung; Überwachungskameras wurden entfernt, die Möbel wurden hergerichtet und auch die Balkontür wurde repariert. Empire-Angestellte waren scheinbar den Tag über fleißig.

Die Coterie entschließt sich, ihren Hunger zu stillen: Albert besucht die Empire-Forschungslabore und lässt sich von Timoteusz die studentische Forschungsgruppe zeigen, an der er seinen Hunger stillt. Anja verführt in einem gehobenen Club einen Mann und trinkt von ihm in einer Seitengasse. Sie lässt ihn das Geschehene vergessen. Hugh jagd in den Gassen und Kanälen Ratten, um zu trinken. Zeke lässt seinen Charme bei der Besucherin einer Bar spielen und trinkt ungemerkt von ihr. Zuvor besorgte Zeke ein auf das Budget der Coterie passendes Schmuckstück als Geschenk für Queen Anne. Er entschied sich für einen goldenen Armreif mit blauem Edelstein.

Um 22 Uhr treffen die vier beim Shard ein. Sie identifizieren ein paar Ghoule an den Aufzügen, weisen sich als Vampire aus und werden – nachdem sie ihre Waffen und Mobiltelefone abgelegt haben – mit dem Aufzug zur Party gebracht, welche im 66. Stockwerk stattfindet.

Zeke und Hugh treffen auf Chun Hei, den Asiaten von vor dem Museum. Indem sie sich als die zurückgekehrten Scythe of the Sun outen, überzeugen sie ihn, für sie ein Treffen mit Gwenllian Arwyn zu arrangieren. Chun Hei trifft sich in der kommenden Nacht um 20 Uhr mit ihnen am Green Park. Zeke und Hugh erfahren ebenfalls, dass Gwenllian dem Clan Brujah angehört und vermutlich einer niedrigen Generation angehört (“schon mehrere hundert Jahre in London”). Chun Hei vermutet, dass Pater Thomas Kontakt zu ihr hat, weiss es aber nicht sicher.

Albert mischt sich eher unfreiwillig in einen Streit zwischen zwei Partygästen ein, welche über ihre jeweiligen Jagdgebiete diskutieren, und zieht dabei die Aufmerksamkeit der umstehenden Gäste auf sich. Alberts nüchtern-faktenbasierte Art findet in dem hitzigen Gespräch wenig Anklang und so schwindet auch das Interesse an seiner Person wieder.

Anja überblickt in der Zwischenzeit das Geschehen von der Bar aus; als sie nach einiger Zeit das Geschenk für Queen Anne von einem der Ghoule zurückbekommt, trommelt sie die Coterie zusammen, um empfangen zu werden.

Im Nebenraum werden sie von Seneschal Scarlett aufgefordert das Geschenk zu den anderen zu legen. Nach kurzer Zeit erscheint Queen Anne in einem weißen Kleid. Bei ihrem Anblick erleben Anja, Zeke, Albert und Hugh eine Art Vision: Sie sitzen in einer Kutsche, die durch eine Stadt fährt. Mit ihnen im Wagen sitzt eine Person, welche aufgeregt ist, dass “Sie” heute den Kuss erfahren wird und Mithras es ihm erlaubt hat. “Sie” stellt sie als “seine Anne” heraus. Die Stadt, durch die die Kutsche fährt ist nicht erkennbar, jedoch scheint dieser Zeitpunkt weit in der Vergangenheit zu liegen. Einem kurzen Lichtblitz sehen die Charaktere die Person aus der Kutsche mit einer jungen Dame tanzen und diese anschließend in den Hals küssen.

Von der Stimme von Queen Anne werden sie wieder in die Gegenwart geholt. Anja stellt die Coterie förmlich vor und verschweigt die wahre Geschichte der Coterie der letzten Jahre. Zeke bemerkt, dass Queen Anne ihr absolut gar nichts glaubt. Als Queen Anne zum Fenster geht, erwähnt Hugh Mithras und dass dieser früher doch scheinbar alles im Griff hatte.

Queen Anne bittet Scarlett aus dem Raum und wendet sich an die Coterie: “Nun können wir offen reden.” Sie lässt erkennen, dass sie bisher von den Charakteren nichts geglaubt hat und fordert Anja auf, offen zu reden. Diese erwähnt ihren langen Torpor und dass sie sich aktuell nach dieser langen Zeit wieder zurechtfinden. Sie erwähnt ebenfalls den Angriff von Antigen kurz nach ihrer Widererweckung. Sie verschweigt den Brief von Pater Thomas und die genauen Umstände des Erwachens und die anwesenden Vampire. Queen Anne schaut mitunter skeptisch, ihre Gedanken sind aber nicht zu deuten. Queen Anne gibt preis, dass sie weiss, dass sie die Scythe of the Sun vor sich hat und fragt jeden einzelnen zu seiner Meinung zu Mithras Verschwinden. Die Coterie versichert, ihr als neuen Prinzen treu ergeben zu sein. Das hört sie gern und deutet an, die Scythe für sich arbeiten zu lassen, wenn Interesse besteht. Hugh deutet mehrfach an, dass sie ja am meisten von Mithras Tod profitiert habe und als sein Seneschal ihn scheinbar nicht beschützen konnte. Sie kommentiert das nicht, wünscht den Charakteren viel Erfolg und verabschiedet sich.

Zurück auf der Party mischen sich die vier unter die Partygäste und knüpfen Kontakte und beschaffen Informationen:

  • Anja plauscht mit ihrer früheren Bekannten Regina Blake (Keeper of Elysium)
    • Auf Mithras wurde scheinbar ein Attentat verübt, er ist nicht einfach im Krieg gestorben
    • Gwenllian habe Lügen über Mithras verbreitet und ist deshalb nun Ziel einer Blutjagd
    • Operation Antigen hat das Museum als ehemaliges Elysium unter Beobachtung
  • Hugh erfährt von einigen Nosferatu, dass Richard de Worde (Nosferatur Primogen) in den Kanälen und U-Bahn-Tunneln unter der Stadt zu finden ist
  • Hugh erfährt, dass Gangrels nicht mehr so gern gesehen sind in der Stadt und ihr Primogen Terrence Gardener heisst
  • Albert wendet sich an eine Gruppe von Tremere und macht Bekanntschaft mit ihrem Primogen Edward Bainbridge; das Territorium der Tremere befindet sich in Southall; über Sri Sansa wird abschätzig gesprochen, er ist vermutlich in der Absteige Subtle Spice zu finden
  • Zeke hört sich um und erfährt von einer umstrittenen Toreador namens Lianna Seabright, die auch bei den Lebenden als Star auftritt; er vermutet in ihr den Toreador Primogen
  • Wenn man den Gesprächen lauscht hört man, dass viele Gäste immer noch voller Ehrfurcht über Mithras reden

Nachdem sie sich einige Zeit umgehört haben, kehren Anja, Albert, Zeke und Hugh der Party den Rücken und besprechen sich in ihrem Haven in den Londoner Docks.

Während Zeke und Albert sich im Empire-Lagerhaus ausruhen, begibt sich Hugh auf die Suche nach seinem Primogen Terrence Gardener. Er findet diesen in einem Waldstück vor der Stadt:

  • Gardener berichtet über das Gerücht, dass Mithras in einen Hinterhalt gelockt wurde und – geschwächt von der Explosion einer Munitionsfabrik – von Werwölfen getötet wurde
  • Er hält nichts von Ventrues allgemein und Queen Anne speziell
  • Er ist an der Teilnahme an der Blutjagd auf Gwenllian Arwyn nicht komplett abgeneigt; ihn stört aber, dass er damit Queen Anne in die Karten spielen könnte
  • Hugh erhält die Jagderlaubnis in allen Londoner Parks

Währenddessen lässt sich Anja von Irina in den Empire-Büros briefen:

  • Christiane Woopen hat sich für den 15.10.2012 angekündigt, Timoteusz ist schon sehr aufgeregt
  • Anja lässt sich zeigen, wie man das Handy bedient; entdeckt dabei einen Anruf in Abwesenheit mit unbekannter Nummer

Anja verbringt die Nacht in ihrem Apartement, während Albert, Zeke und Hugh in der Empire-Lagerhalle schlafen.


08. Oktober 2012 | London

Am frühen Abend besprechen die vier Charaktere das weitere Vorgehen in der Empire-Lagerhalle. Anja spricht Seneschal Scarlett auf die Mobilbox und bekundet Interesse an einem Auftrag.

Nach der Aktivierung von Blush of Life machen sich Anja, Albert, Hugh und Zeke auf in den Green Park, um sich mit Chun Hei zu treffen. Beim der folgenden Konversation wecken die Charaktere sein Interesse und er stimmt zu, sie alle vier ins Museum zu Gwenllian zu bringen.

Chun Hei führt sie nach circa einer Stunde durch einen Zugang durch die U-Bahn-Tunnel in das Museum. Er selber bereitet ihnen nur den Weg (wie Hugh heimlich beobachtet), nimmt selber einen anderen Eingang und öffnet ihnen einen Wartungszugang im Keller des Museums von innen. Er drückt ihnen eine Karte des Museums in die Hand und empfiehlt ihnen die Mithraeum-Ausstellung.

Dort angekommen erleben Anja, Hugh, Albert und Zeke eine Abfolge von Visionen – die scheinbar in der Vergangenheit, zur Zeit des Baus des Mithraeums, in dessen Ruinen sie gerade stehen, spielen.

In der ersten Vision verkörpern sie einen Mann namens Arcadius Augustus, der von seinem Sire Marcus Verus zu Mithras geführt wird, um über den Baufortschritt zu sprechen. Die Charaktere werden Zeuge von Mithras gottgleicher Ausstrahlung und Macht. Sie knien vor ihm und küssen seinen rubinbesetzten Ring. Sie bekommen außerdem mit, wie Mithras Marcus aufträgt, die ihm übergebene Kappe als wertvollsten Gegenstand seines Lebens anzusehen.

In der zweiten Vision schlüpfen die Charaktere in die Rolle einer weiblichen Person, die sich später als Gwenllian herausstellt. Sie bekommt die phrygische Kappe von Mithras übergeben, worüber sich der daneben kniende Marcus nicht freut. Dann enden die Visionen.

Die Charaktere entdecken hinter den Ruinen des Mithraeums die phrygische Kappe, ausgestellt in einem Glaswürfel – scheinbar gesichert durch einen Iris-Scanner.

Gwenllian erscheint und lässt alle Menschen den Raum verlassen. Es folgt ein längeres Gespräch, in dem die Coterie einiges über ihre Vergangenheit erfährt:

  • Gwenllian selber ist eine Hohepriesterin unter Mithras gewesen.
  • Sie kennt Pater Thomas, doch dieser habe schon lange die Stadt verlassen. Die Coterie verrät nicht, dass sie einen Brief von ihm hat.
  • Sie selber hat die Charaktere auf ihre Reise in den Torpor begleitet und wohnte einem Blutritual bei, welches ihre Bindung zu Mithras steigern sollte. Dabei wurde ihnen Blut von anderen Vampiren eingeflösst. Albert hält es für möglich, dass ihre Visionen daher rühren.
  • Gwenllian hält Queen Anne für schwach und nicht in der Lage in Mithras Fußstapfen zu treten und über London zu herrschen. Sie wäre dazu vielmehr in der Lage.
  • Sie behauptet, dass Queen Anne mit der Second Inquisition paktiert und Vampire ans Messer liefert, damit sie ihre Macht erhalten kann.
  • Als Gwenllian Queen Anne damit konfrontierte, setzte sie nicht nur Operation Antigen auf sie an, sondern rief die Blutjagd auf sie aus.
  • Sie will ein Blutbad vermeiden und insbesondere unschuldige Vampire aus Queen Annes Machtspielchen heraushalten, daher zögert sie gewaltsam die Stadt zu verlassen. Momentan sei sie im Museum sicher, da Operation Antigen einen offensiven Angriff scheut und die Vampire die auf der Lauer liegende Operation Antigen scheuen.

Anja, Albert, Zeke und Hugh gehen schließlich einen Deal mit Gwenllian ein: Sie helfen ihr, gewaltfrei und möglichst unbemerkt aus der Stadt zu entkommen und erhalten im Gegenzug die phrygische Kappe von ihr.

Sie erhalten die Kontaktdaten von Chun Hei und kehren gegen Mitternacht in ihr Lagerhaus zurück, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Die Coterie fasst den Plan, Gwenllian durch die U-Bahn zu extrahieren. Dafür finden sie heraus, welche U-Bahn-Station unterirdisch von dem Museumskeller erreicht werden kann (Goodge Street), kaufen die passenden Tickets und unauffällige Kleidung für die Fahrt nach Norden aus der Stadt heraus. Sie verabreden sich via SMS für die folgende Nacht am U-Bahn-Tunnel, geben jedoch keine Pläne preis.


09. Oktober 2012 | London

Albert rüstet sich mit einem Gebräu für Clinging of the Insect aus. Anja erhält eine kurze Nachricht von Scarlett: “Shard. Heute Nacht um 5.”.

Während Albert und Zeke die Goodge Street Station aufsuchen, nehmen Anja und Hugh den unterirdischen Weg Richtung Museum. Dabei fällt ihnen ein Nosferatu am Eingang des Untergrunds auf, welcher sie mehr oder weniger offen auf die Blutjagd anspricht und dass er sie gestern schon hier habe durchlaufen sehen. Anja und Hugh lassen sich jedoch nicht beeindrucken; Hugh verlangt eine Erwähnung bei Richard de Worde – nach seinem Namen gefragt, nennt er lediglich die Scythe of the Sun und eine gemeinsame Vergangenheit.

Gwenllian und Chun Hei tauchen am vereinbarten Treffpunkt auf, ziehen die Wechselkleidung an und gelangen mit Hugh und Anja über die Gleise zur U-Bahn-Station. Vereint mit Zeke und Albert besteigen sie unabhängig voneinander den einfahrenden Zug Richtung Norden.

Nach wenigen Stationen wird die Coterie auf eine Gruppe Brujah-Punks aufmerksam, die Gwenllian scheinbar wiedererkennen. Sie liefern sich ein Wortgefecht mit Hugh. Nachdem Chun Hei einen aus der Gruppe, der sich in ein anderes Abteil bewegt hat, gewaltsam zurückbringt und auch Albert sich zu der Gruppe begibt, scheint die Situation zunächst entspannt. Auf Anraten von Anja bewegen sich Chun Hei und Gwenllian in das Nebenabteil. Zeke und Anja folgen unauffällig am nächsten Halt.

Durch eine List (Faustschlag-Provokation mit anschließender Flucht) zieht Hugh die Aufmerksamkeit der Dreiergruppe auf sich und Anja, Zeke, Albert, Chun Hei und Gwenllian gelangen bis zur vorletzten Station. Sie trennen sich schon dort, da Hugh (inzwischen entkommen und mit einem Taxi zur Endstation unterwegs) einen Hinterhalt entdeckt (zwei schwarze Vans, die dort auf die Gruppe warten). Er warnt Anja übers Handy und stiftet durch einen durchstochenen Reifen Unruhe an der Endstation.

Gwenllian übergibt die phrygische Kappe an die Gruppe und zieht mit Chun Hei von dannen. Die Coterie zieht sich zur kurzen Beratung in Anjas Wohnung zurück, wo sie die Kappe verstecken und bei Irina für die kommenden Nächte ein Fahrzeug ordern. Dann geht es zu der Audienz bei Queen Anne.

Queen Anne empfängt die Gruppe in einem Konferenzraum, wo sich alle bis auf Hugh an angebotenen Blutkonserven bedienen. Albert reisst der Beutel und er veranstaltet eine riesige Sauerei. Dann tritt Queen Anne dazu und bittet die Gruppe, zum Beweis ihrer Treue, Valerius (ihren Sire und angeblichen Verschwörer gegen Mithras) zu töten. Sie will dies nicht öffentlich regeln lassen. Valerius verstecke sich momentan in einer Absteige am Hafen und vertraut ihr aber noch so weit, dass sie ihm eine Eskorte bis zum Fairoaks Flughafen ausserhalb der Stadt besorgt. Hier soll die Coterie zuschlagen.

Sichtlich irritiert von dem Wunsch von Queen Anne stellen Anja, Zeke, Albert und Hugh Rückfragen, die Queen Anne merklich unsouverän beantwortet. Sie geht sogar so weit, den Charakteren einen Kontakt zu Operation Antigen (Paul Richards) zu geben, “der sich über einen Tipp freuen würde”. Im Gegenzug bietet Queen Anne der Coterie nicht nur ihr Vertrauen, sondern auch eine Auswahl an alten Gegenständen von Mithras an – darunter auch ein altes Lehmsiegel.

Die Gruppe erbittet sich Bedenkzeit; Queen Anne gewährt diese. Die Coterie solle sich bei Scarlett melden, sollten sie sich entschieden haben. Anja stellt im anschließenden Gespräch mit Scarlett fest, dass sie nichts von der Art des Auftrags zu wissen scheint.

Als sich der Sonnenaufgang nähert, kehren Hugh, Zeke und Albert zurück in das Lagerhaus und Anja fährt zurück in ihr Appartement.


10. Oktober 2012 | London

Empire hat für Anja wie besprochen ein Fahrzeug mit Chaffeur besorgt. Der Chaffeur scheint kein Kainit zu sein und trägt den Namen Artie.

Die Coterie trifft sich am frühen Abend im Lagerhaus und bespricht die nächsten Optionen:

  • Auf Queen Annes Angebot eingehen und Valerius zur Strecke bringen
  • Valerius aufsuchen, um mit ihm zu sprechen
  • In Southhall mit den Tremere und insbesondere Sri Sansa in Kontakt treten
  • Versuchen an den Nosferatu Primogen Richard de Worde ranzukommen

Anja, Hugh, Albert und Zeke entschließen sich zur Kontaktierung von Regina Blake, um einen möglichen Kontakt zu Richard de Worde herzustellen. Sie erhalten den Kontakt zu einer gewissen Nosferatu namens Rea, welche zustimmt, die Coterie kurzfristig zu empfangen. Sie verabreden sich an der Balham Station.

Dort angekommen ist klar, dass jeder ihrer Schritte über Kameras beobachtet wird. Hugh macht sich mit einem Nosferatu namens Gilbert bekannt, welcher den Eingang in die Wartungsschächte bewacht. Er lässt sie rein und führt sie durch eine Reihe von belebten Gängen zu einem schwer abgeriegeltem Heizungsraum an dessen gegenüberliegenden Seite ein großes schwarzes Loch noch weiter ins Erdreich führt. Im Heizungsraum treffen sie auf Rea und unterhalten sich.

Rea scheint eine Menge über die Coterie und die Scythe of the Sun zu wissen. Sie erfragt die genauen Absichten der Coterie und gibt sich sehr skeptisch. Sie macht klar, dass de Worde sie als Mithras-Abschaum betrachtet und nicht sprechen will. Im Laufe der Zeit fällt auf, dass Rea scheinbar nicht vollkommen offen spricht – ja geradezu eingeschüchtert ist. Das liegt an einer verunstalteten Kreatur, die hinter ihr im Gang an der Wand hängt und scheinbar jedes Wort genau mithört. Hugh entdeckt die Kreatur als erstes, dann folgen Anja, Albert und Zeke.

Als sie dem Druck und Anjas Fragen nicht mehr standhält, platzt ein Hilferuf aus Rea heraus und sie sprintet Richtung Ausgang, wird jedoch von der Kreatur blitzschnell angegriffen und verwundet. Ein Kampf entspinnt sich, aus dem Hugh, Anja, Albert und Zeke siegreich hervor gehen – vor den Augen aller agiert Anja besonders gewalttätig und skrupellos. Sie können ein offenes Gespräch mit Rea führen: De Worde vergräbt sich seit Monaten in seinem Bunker, niemand hat ihn seit längerer Zeit gesprochen, nur wenige haben Zugriff zu ihm. Er sei paranoid und habe Angst vor Mithras Rückkehr. Er fürchtet den Zorn von Mithras, da er ihn zusammen mit Valerius getötet hat in einem Hinterhalt. De Worde sieht sich als Prinz von Londons Unterwelt und ihm dürstet es nach noch mehr Macht. Rea verrät außerdem, dass er den Bronzedolch, nach dem Anja sie fragt, als Trophäe vermutlich bei sich im Bunker aufbewahrt. Albert stellt beim Untersuchen der Leiche fest, dass die Kreatur zwar hauptsächlich vampirischen Ursprungs ist, jedoch auch Bestandteile einer anderen übernatürlichen Kreatur vorhanden sind. Rea warnt, dass noch mehr von diesen “Wächtern” existieren. Beim Verstecken der Leiche fallen Hugh ein paar Notizen in die Hände, welche er an Anja übergibt.

Tief in der Schuld der Coterie stehend, verhilft Rea den Vieren zur Flucht aus dem Untergrund. Sie bietet ihre Dienste bei der Informationsbeschaffung an, benötigt aber innerhalb der nächsten Tage einen sicheren Unterschlupf, wo de Worde und seine Leute sie nicht finden können. Anja will sich bei ihr in den nächsten Nächten melden.

Anja, Albert und Zeke fahren zum Lagerhaus, Hugh geht auf die Jagd. Zeke besorgt sich eine neue Jacke und alle Trinken ihren Hunger weg.

Die Coterie wird bei Queen Anne vorständig und berichtet über de Worde und den Einsatz von Blutmagie bei mindestens einer seiner Kreaturen. Queen Anne scheint diese Information sichtbar zu verarbeiten und verspricht, nach de Worde zu schicken und die Coterie über die neuesten Erkenntnisse zu informieren, wenn es soweit ist.


11. Oktober 2012 | London

Alle stillen ihren Hunger, Albert kauft sich ein Seidenband in der Stadt. Während Anja und Hugh in der Empire Lagerhalle auf Zeke und Albert warten, bringt Hugh Anjas Ausraster vom Vortag auf den Tisch und erinnert sich an die Grundsätze der Scythe of the Sun. Anja wiegelt ab und rechtfertigt sich.

Die Coterie begibt sich nach Southall, wo sie Zeuge eines Bruchs der Maskerade durch ein Thin-Blood namens Bhangra wird. Die vier sorgen dafür, dass die anwesenden Menschen keine Notiz davon nehmen und bringen den protestierenden jungen Vampir in ihr Auto. Anja und Zeke werden ihn zu Queen Anne bringen, damit er sich einer gerechten Strafe stellen kann.

Währenddessen erkundigen sich Albert und Hugh im Subtle Spice nach Sri Sansa. Der Wirt gibt ihnen eine entsprechende Anzeige mit einer Telefonnummer. Diese ruft Albert an und hinterlässt seine Nummer auf dem Anrufbeantworter. Kurz nachdem sie die Bar verlassen haben, klingelt Alberts Handy…

Ein gewisser Amrish meldet sich; Albert gibt sich als Tremere zu erkennen und verlangt ein Treffen mit Sri Sansa. Ohne eine feste Zusage zu geben, bittet Amrish ihn am kommenden Abend zur Southall Bibliothek zu kommen. Hugh vermutet dort einen Haven und schaut sich noch am gleichen Abend einmal um. Die unauffällige, kleine Bibliothek mit vier Seminarräumen und einem großen Tisch im Hauptraum weckt zunächst erstmal keinen Verdacht.

Zeitgleich sind Zeke und Anja mit dem jungen Bhangra angehalten. Anja bietet ihm an, sich um ihn und seine Freunde zu kümmern und ihn für heute davonkommen zu lassen. Sie verlangt dafür aber bedingungslosen Gehorsam. Bhangra soll zu seinen Freunden gehen und die Kunde überbringen; anschließend soll er sie auf ihrem Handy anrufen.

Bevor die vier sich zur Tagesruhe begeben, schauen sie noch in den Empire-Büros vorbei. Albert erfährt von Timoteusz, dass dieser sich noch wegen des nahenden Besuches von Christiane Woopen mit ihm zu den Akten zusammensetzen will. Anja erhält ein kurzes Briefing von Irina. Auf dem Weg zum Lagerhaus verbringt Hugh ein wenig Zeit am Paddington Krankenhaus und beobachtet den Schichtwechsel.


12. Oktober 2012 | London

Bis auf Zeke erwachen alle wohlgenährt. Die vier brechen auf zur Bibliothek. Anja verschmilzt mit den übrigen Besuchern; Hugh identifiziert eine Person mit Biest in sich. Am Abend findet eine Sitzung des “Gurus” statt, es ist wesentlich mehr los als am Vorabend. Zeke, Albert und Anja nehmen an der Seance teil, Hugh steht im Flur Wache.

Sri Sansa begeistert die Menge mit Tricks und bittet nach kurzer Zeit zu einem Gebet, bei dem er die drei Mitglieder der Scythe of the Sun herausbittet. Sie leisten dem Folge und erhalten nach einigen Minuten in einem Nebenraum eine persönliche Audienz mit dem “Guru” Sri Sansa. Ihnen wird klar, dass sowohl Sri Sansa als auch sein Gehilfe Amrish genau wissen, wer sie sind, als Amrish die Gruppe auf den fehlenden Hugh anspricht. Dieser steht nach wie vor unauffällig im Gang Wache.

Sri Sansa redet überrachend offen über sein gutes Verhältnis und seinen Glauben an Mithras. Er vermutet, dass die Scythe in seinem Namen aktiv ist. Er berichtet davon, dass die Pyramide zerfallen ist als die Second Inquisition 2009 Wien angegriffen hat – was ein harter Schlag für Albert ist, der das bisher nicht erfahren hat. Seitdem seien die Tremere uneins und chaotisch. Jeder sei sich selbst der nächste und strebe nach Macht. Der aktuelle Tremere Primogen in London sei nicht “sein” Primogen. Sri Sansa will die Stadt in den nächsten Wochen verlassen. Er wirft anderen ehemaligen Mithras-Anhängern vor, frühzeitig die Segel gestrichen zu haben und abgehauen zu sein. So auch Pater Thomas, den er namentlich erwähnt. Queen Anne wirft er Führungsschwäche vor, ebenso würden Gerüchte umgehen, die sie in die Nähe der Second Inquisition bringen.

Die Scythe berichten Sri Sansa davon, dass sie auf der Suche nach einem Ring sind, der mit Mithras in Verbindung steht. Sie können ihn überzeugen, dass sie im Auftrag handeln und selbst über weitere Schritte im Unklaren gelassen werden. Sri Sansa bittet um Bedenkzeit. Er will sich mit Zeke, Anja, Albert und Hugh in drei Stunden am Victoria and Albert Museum treffen, um seine Entscheidung kundzutun.

Albert äußert innerhalb der Gruppe, dass Sri Sansa vertrauenswürdig wirkt; er aber mittlerweile mit den neuen Informationen auch die Authentizität des Briefes von Pater Thomas anzweifelt. Bezüglich der zu sammelnden Gegenstände glaubt er an die entfernte Möglichkeit der Widerbelebung von Mithras, allerdings nur mit “mehr” als nur diesen leblosen Artefakten.

Anja bittet Hugh, Sri Sansa in den nächsten drei Stunden nicht aus den Augen zu lassen. Dies tut er auch nicht und folgt ihm mit dem Taxi bis zu seinem Haus. Dort beobachtet er, dass dort hektisch ein Umzug organisiert wird. Sri Sansa selber sucht aus einer Kiste eine Schatulle und macht sich mit dieser auf den Weg zum vereinbarten Treffpunkt. Hugh gibt sich zu erkennen und macht sich mit ihm gemeinsam auf den Weg. Sri deutet an, dass auch er die anderen drei beschatten lässt, um auf Nummer sicher zu gehen.

Anja lässt Albert und Zeke zu ihren Herden fahren, damit sie ihren Hunger stillen können. Danach stoßen sie zu Sri und Hugh am Museum. Sri gibt sich überrascht über einige Gedächtnislücken der Coterie und kündigt an, dass ggf. nun einige Überraschungen auf sie zukommen werden. Als er den Ring offenbart, erleben Hugh, Anja, Zeke und Albert eine Vision.

Sie finden sich in einer alten Version von London wieder und folgen einem in weisse Roben und einen weissen Turban gehüllten Sri durch die von Gaslaternen erhellten Straßen der Stadt. Auf einem Markt werden sie Zeuge, wie Sri von Kindern und Erwachsenen mit faulem Obst beworfen wird. Außerdem erwischen sie ein kleines Mädchen beim Taschendiebstahl an Anja. Diese stellt das Mädchen zur Rede und erfährt nach kurzer Befragung, dass ein Junge namens Billy sie zum Diebstahl anstiftet und sie ansonsten verprügeln würde. Sie überredet das Mädchen, sie zu diesem Billy zu führen. Sri Sansa beobachtet alles wohlwollend. Die Coterie stellt Billy und einen seiner Freunde in einem kleinen Holzverschlag zur Rede. Anja setzt ihre kainitischen Fähigkeiten ein, um die beiden Jungs zu vertreiben. Das Mädchen lässt sie das Geschehene vergessen und gehen. Sri Sansa scheint das zu befürworten und bewegt sich weiter Richtung einer Hauptstraße. Die Coterie folgt ihm.

Auf der Straße herrscht reger Verkehr und zwei Pferdekutschen prallen zusammen. Eine Kutsche kippt um und wird von den durchgehenden Pferden über den Boden geschleift. Hugh beruhigt die Pferde (und trinkt direkt unbemerkt von ihnen), Anja vertreibt mit ihrer Präsenz einige Plünderer. Albert und Zeke kümmern sich um die Verletzten und schicken nach Hilfe. Die Situation ist schnell geklärt und die Verletzten versorgt. Sri Sansa quittiert dies mit einem Nicken und geht weiter Richtung eines großen Gebäudes. Die Coterie folgt.

Die Vision verschwimmt und die Coterie befindet sich auf einer Art Kunstausstellung, auf der sich Sri Sansa gerade scheinbar auf einen Vortrag vorbereitet. Ausgestellt werden Kunstwerke und Exponate aus Fernost. Unter den vornehm gekleideten Gästen entdeckt Albert den bei den Tremere sehr bekannten Thaumaturgen und Blutmagier Abraham Mellon. Er macht die Coterie darauf aufmerksam. Hugh versucht herauszufinden, ob er ein Biest in sich trägt. Das schlägt fehl und ein Tobsuchtsanfall lässt Hugh herumschreien. Anja und zwei Angestellte begleiten ihn nach draußen.

Währenddessen beginnt Sri seinen Vortrag. Zeke und Albert lauschen gespannt. Am Ende des Vortrags hält Sri den gesuchten Ring, den die Coterie schon aus einem vorherigen Traum kennt, in die Luft. Er habe ihn von einem Gönner erhalten und er bedeute ihm viel. Nach dem Vortrag zieht sich Sri in eine Sitzecke zurück. Die ihn umringenden Zuhörer werden von Abraham Mellon weggeschickt, er will alleine mit Sri sprechen. Zeke, Anja und Albert bekommen mit, dass Abraham Sri für Mithras Kult gewinnen will. Mithras lege viel Wert auf seine menschlichen Züge und seine Fähigkeit, Menschen zu begeistern. Sri lässt sich auf ein Treffen später am Abend ein und die beiden verlassen das Gebäude und steigen in eine Kutsche, die Hugh währenddessen vor dem Gebäude anfahren sieht. Dann verblasst das Bild und die Vision springt.

Die vier sind nicht mehr sie selber, sondern schauen durch die Augen eines Kainiten, der scheinbar bei dem Blooding-Ritual dabei ist, was sie durchgemacht haben. Sie vermuten, dass es Sri Sansas Perspektive ist. Als er sein Blut und Vitae abgibt, werden Anja, Hugh, Zeke und Albert gewaltsam und gefesselt in den Raum geführt und an einem Brunnen in der Mitte des Raumes festgemacht. Kurz darauf betritt Mithras den Raum und die Luft erfüllt sich mit knisternder Energie. Es wird wohlig warm, als Mithras in einer unbekannten Sprache anfängt irgendwelche Sprüche aufzusagen. Der Brunnen füllt sich immer mehr mit Blut, die umstehenden Personen kippen Blut aus ihren Schalen dazu und auch Mithras schneidet sich und lässt sein Blut in den Brunnen fließen. Als das Blut der Coterie bis zur Brust steht, fallen die vier in einen tiefen Schlaf.

Die vier erwachen auf ihrer Bank am Museum. Vor ihnen der Ring und eine handgeschriebene Notiz. Von Sri Sansa keine Spur.

[to be continued…]