Ein neues cthuloides Szenario

Leser meines Blogs wissen, dass ich vor ungefähr sieben Jahren das Schreiben an meinem ersten Abenteuer in Duisburg für das Rollenspiel Call of Cthulhu begonnen habe: „Schacht ins Ungewisse“. 2017 habe ich es zum ersten Mal erfolgreich geleitet; dabei hat es allen so gut gefallen, dass ich mir lange nicht zugetraut habe, eine weitere Geschichte zu schreiben. Ich habe das vorhandene Szenario bis heute mehrmals für unterschiedliche Gruppen geleitet und es in andere Systeme portiert (z.B. Mythos World) – aber es war halt immer noch das gleiche.

Durch einige Sandbox-Ausflüge in den verschiedensten Systemen, dem Sammeln von Impro-Erfahrungen am Spieltisch und Unterhaltungen im YSDC über die letzten Jahre, habe ich nun den Mut gefasst, ein neues cthuloides Szenario in und um Duisburg zu konzipieren. Bei meinem ersten Abenteuer dienten mir als Ausgangsmaterial Karten, Berichte, Zeitungsartikel, Postkarten und Sachtexte; bezogen habe ich sie vom Verein für Geschichte und Heimatkunde e. V. Duisburg und von der Stadtverwaltung Duisburg. Wichtigste Grundlage und Inspirationsquelle für mein Abenteuer war die „Gestaltungsfibel Beeckerwerth“ – durch die in den 1920ern real existierenden Widerstände gegen die Aufgabe der landwirtschaftlichen Nutzung und die Aufstände von Nachbarschaften gegen die industriellen Geschäftsmänner entstand mein Grundkonflikt, den ich dann weiter ausgebaut habe.

Für mein neues Szenario will ich einen anderen Weg gehen: Ich will mich nicht von der Realität dem Unbekannten und Mysteriösen nähern, sondern anders herum. Von lokalen Sagen, Legenden und Gruselgeschichten aus will ich mich inspirieren lassen und erst anschließend ein reales Konstrukt drumherum packen. Auch dabei konnten mir Heimatvereine einen Startpunkt geben und haben mir bereitwillig auf meine Mails geantwortet und mir Bücher empfohlen. Ich habe davon einfach mal drei Stück, die mir passend vorkammen, gekauft und werde mal schauen, worauf ich mein neues Abenteuer so aufbauen werde. Ich werde schauen müssen, ob mein Schreibprojekt darunter leidet oder nicht, und mich dann entscheiden wie es weitergeht. Aber aktuell glaube ich, dass es mit einer Aufweichung meiner selbst auferlegten „1 Woche, 1 Lektion“-Regel gut machbar ist. Ziel für das Cthulhu-Szenario ist ein erstes Leiten spätestens im Früjahr 2023 im Rahmen meiner pro Quartal einmal stattfindenden OneShots. Ich bin hyped :).

Die drei Bücher, die ich mir zum Rechercheeinstieg besorgt habe.