Gedanken nach Lektion 3 des Schreibkurses

Dank meines Urlaubs bin ich mit Lektion 3 des Kurses diese Woche schon einen Tag vor dem Wochenende fertig geworden. Und wieder hatte ich richtig viel Spaß beim Lesen der Kursinhalte, dem Erledigen der Aufgaben, der Recherche und der parallelen Arbeit an meinen eigenen Geschichten. Die (meist) abendliche Schreibzeit hat sich sogar zu einem richtigen Ritual entwickelt: Ein Kaltgetränk neben dem Monitor, entspannende Ambient-Sounds auf den Kopfhörern und vor mit nur die Tastatur, das Kursbuch und Papyrus im Zen-Modus. Und auch wenn der Einstieg manchmal richtig schwerfällig sein kann, irgendwann kam ich dann immer in den Schreibfluss.

Inhaltlich kannte ich von Lektion 3 tatsächlich schon einige Themen, allen voran die angerissene Heldenreise, Makel des Protagonisten und verschiedene Plotstrukturen. Das sich die Autorin hier zunächst auf die klassische Drei-Akt-Struktur konzentriert finde ich nachvollziehbar; die Benutzung von bekannten Strukturen hilft bei der Analyse vorhandener und Planung neuer Plots, da man sich auf Feinheiten konzentrieren kann, die bei komplett neuen Strukturen ggf. unter den Tisch fallen würden. Außerdem wird in Aussicht gestellt, sich in späteren Kapiteln mit weiteren Strukturierungsmöglichkeiten und dem Brechen von Regeln auseinandersetzen zu können.

Alles in allem war Lektion 3 ein solides Arbeitskapitel, was mit viel Fleißarbeit verbunden war. Mehr noch als in den ersten beiden Kapiteln wurde man hier zur Schreibarbeit aufgefordert. Ich bin gespannt, wie es nun in Lektion 4 inhaltlich weitergeht; durch den Titel bin ich bereits sehr gehyped: „Wie beginne ich meine Geschichte?“. Ich bin fasziniert, wie viel in ersten Sätzen von Geschichten stecken kann; wie geschickt diese formuliert sein können und wie die ersten Abschnitte eines Romans durch einen wissenden (Wieder-)Leser als Zusammenfassung der gesamten Geschichte gedeutet werden können. Beinahe jeder kennt „Nennt mich Ismael“ als ersten Satz aus Moby Dick oder „Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt“ aus Kafkas Die Verwandlung oder auch „In einem Loch im Boden, da lebte ein Hobbit“ aus Der Hobbit.

Ich hoffe, es gibt hier wieder Recherche-Aufgaben mit massig Beispielen!