Meine Spielleiter-Tasche

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Seit einigen Monaten kann ich eines meiner liebsten Hobbies – das Pen and Paper Rollenspiel – wieder live in Person genießen anstatt stundenlang einen Bildschirm anzustarren und in ein Mikrofon zu sprechen. Dafür habe ich mir eine neue “Rollenspiel-Tasche” gekauft. Dabei handelt es sich keineswegs um eine speziell für einen Spielleiter designte Tasche, sondern einfach um eine hochwertige und geräumige Aktentasche. Ich habe mir die letzten Wochen Gedanken über meine SL-Standardausrüstung gemacht und will den typischen Inhalt meiner Tasche mal mit euch teilen :). Ich habe außerdem zu Materialien, die das Ergebnis einer langen Suche nach dem richtigen Werkzeug sind, mal Amazon-Links (keine Reflinks) zu besseren Erklärung hinzugefügt.

Meine für eine Cthulhu-Session gepackte Tasche. Nicht mit dabei: Zustandsmarker und abwaschbare Stifte.

Annotiertes und vorbereitetes Abenteuer

Das sollte selbstverständlich sein, trotzdem gibt es hier viele Möglichkeiten und persönlichen Geschmack. Ich für meinen Teil lasse mir die Abenteuer (die ich oftmals entweder selbst geschrieben habe oder im PDF-Format besitze) auf DIN A4 einseitig bedruckt ausdrucken und mit einer Ringbuchbindung binden. Dann benutze ich farbliche Textmarker direkt im Abenteuertext (grün = Loot, gelb = wichtige Infos, orange = Potential für Proben, rot = Feinde) und schreibe den ganz groben Plot, der auf der rechten Seite passiert, in kurzen Stichpunkten auf die linke Seite (leere Rückseite der vorherigen Seite). Damit fahre ich sehr, sehr gut.

Präparierter Spielleiter-Schirm

Entweder ich benutze einen systemunabhängigen SL-Schirm und stelle mir die Inlays selber zusammen oder aber ich nehme einen vorhandenen Schirm des gespielten Systems und lege Zusatzinfos hinzu; meist hänge ich die Zettel mit den Informationen mit Hilfe von Wäscheklammern an den Schirm. Mit diesen Wäscheklammern kann man übrigens auch prima die Initiative-Reihenfolge in längeren Kämpfen für die Spieler auf der Rückseite aufhängen. Zu sonstigen wichtigen Informationen gehören für mich:

  • Notizen zu den Spielercharakteren, wichtigen NPCs und Begegnungen
  • Wichtige Regelauszüge im Schnellzugriff
  • Plot-Graph
  • Orientierungskarten
  • Liste von Namen zur Improvisation
  • Preislisten von Gebrauchsgegenständen und -dienstleistungen

Notizzettel

Zettel und Stifte für eigene Notizen zwischendurch – vor allem für das Tracking der Initiative und von Lebenspunkten in Kämpfen oder für spontane Improvisationen seitens der Spieler. Ich setze hier auf einen Packen DIN A6 Karteikarten. Die sind vom Format auch gut dazu geeignet, den Spielern zwischendurch geheime Infos zukommen zu lassen oder spontan Handouts zu erstellen.

Handouts

Besonders beliebt in Cthulhu oder bei Investigativ-Abenteuern. Handouts, Briefe, Stadtpläne, etc. – alles was die Spieler finden können und ihnen hilft oder die Story voranbringt.

Battlemaps

Wenn die Gruppe mit Battlemaps spielt, habe ich entweder dedizierte Karten ausgedruckt oder aber – und das ist meist der Fall – ich habe eine Sammlung von abwaschbaren Battlemaps (hier habe ich bisher zu fast allen Szenen was gefunden) dabei. Dazu gehören dann Token (ich nehme Bingo-Plättchen) und Zustandsringe (diese hier sind ziemlich cool!) für die Spieler und Gegner sowie passende, abwaschbare Stifte für das Einzeichnen des Layouts.

Würfel und Würfelzubehör

Klar, meine eigenen Würfel wandern in einem Dice-Vault mit; meist habe ich auch meine eigene kleine Würfelunterlage dabei.

Regelwerke

Wenn man doch mal nachschlagen muss: Das Grundregelwerk und die gebräuchlichsten Quellenbücher sind auch dabei; werden aber oft gar nicht gebraucht.

Ersatzmaterialien

Ich gehe eigentlich davon aus, dass die Spieler alles, was sie betrifft, dabei haben. Dennoch habe ich immer ein paar Blanko-Charakterbögen im Petto.

Atmosphäre

Last but not least habe ich auf meinem Handy immer eine passende Spotify-Playlist vorbereitet. Diese kann ich über einen kleinen Bluetooth-Lautsprecher, der meine SL-Tasche komplettiert, dann abspielen.