Meine Spiele 2019

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Das Jahr nähert sich wieder dem Ende – und in guter alter Tradition bedeutet dies für mich: Zeit für mein kleines Games-Ranking. Was waren die besten Videospiele, die ich 2019 gespielt habe, was waren die Überraschungen und was habe ich abseits der digitalen Unterhaltung bei den analogen Spielen so gespielt und neu entdeckt? Ich werde es euch nun verraten! Ich beginne mit meinen persönlichen Top-10 der Videospiele des Jahres 2019:

Platz 10 – My Friend Pedro

Ein spektakulär inszeniertes, kurzweiliges Actionspiel. Bullet Time, absurde Akrobatik, Kettenreaktionen und die besten Momente automatisch als GIF! Was will man mehr?

Platz 9 – Luigis Mansion 3

Der dritte Teil mit Luigi im Spukhaus. Simples Gameplay, aber sehr liebevoll gestaltete Umgebung und – ich gebe es zu – starker Nostalgie-Faktor.

Platz 8 – Days Gone

Es ist quasi ein Horizon: Zero Dawn in der Zombieapokalypse. Das gefällt mir! Die offene Spielwelt, die immer sichtbare Story und vor allem die toll umgesetzten Zombiehorden, die eine echte Bedrohung ausstrahlen, haben mir viele schöne Spielstunden beschert.

Platz 7 – Metro: Exodus

Der aus meiner Sicht beste Singleplayer Ego-Shooter des Jahres bzw. seit längerer Zeit. Die Geschichte um Artjom finde ich wahnsinnig interessant. Dazu kommt eine wahnsinnig gute Grafik und eine unglaublich dichte Atmosphäre. Vor allem der komplette Verzicht auf Interfaces und HUDs und die Darstellung aller für den Spieler relevanten Informationen im Spiel selber empfand ich als faszinierend.

Platz 6 – Disco Elysium

DIE Überraschung des Jahres. Das Rollenspiel kam für mich aus dem Nichts und hat sich durch seine unglaublich gut geschriebenen Dialoge und die für das Genre ungewöhnliche Story direkt in mein Herz gespielt. Die zu Grunde liegende Rollenspiel-Mechanik empfinde ich ebenfalls als frisch und neu. Der Spielcharakter fechtet mit seinen Ängsten, Fähigkeiten und Bedürfnissen innere Dialoge aus? Super gut!

Platz 5 – Anno 1800

Strategiespiel-Schwergewicht mit unglaublich viel Content, zeitgemäßer Grafik und fordernden Szenarien. Nach den für mich leider absolut nicht reizvollen Vertretern 2070 und 2205, kehrt Anno mit 1800 zu den Wurzeln zurück und ergänzt das bekannte Spielprinzip um massenhaft neue Produktionsketten (die Industrialisierung machts möglich!) und Sonderaufgaben für den Spieler.

Platz 4 – Hunt: Showdown

Hunt hatte dieses Jahr das 1.0 Release, nachdem es lange in der öffentlichen Betaphase war. Wenn man es als Battle Royale bezeichnen will, ist es für mich der klar beste Vertreter dieses Genres. Das Spielprinzip motiviert ungemein, das Setting gepaart mit der ständigen Bedrohung durch NPCs und andere Spieler und den Permadeath-Elementen treiben einem immer wieder den Puls in die Höhe.

Platz 3 – Star Wars Jedi: Fallen Order

Für mich eine große Überraschung! Ich hatte das Spiel zwar auf dem Schirm, dass es sich dabei aber um das beste jemals im Star Wars Umfeld veröffentlichte Spiel handeln wird, war mir natürlich nicht bewusst. Technisch gut, abwechslungsreich und – ganz wichtig – eine Kampfmechanik, die einen als Lichtschwert-schwingenden Helden zwar fordert, aber bei Erfolg auch unglaublich beflügelt.

Platz 2 – Resident Evil 2

Mehr als ein bloßes Remake. Capcom hat hier aus dem Klassiker mal eben eines der besten Survival-Horror Spiele der letzten Jahre gemacht. Modernisierung mit Sinn und Verstand ohne Schlüsselelemente des Gameplays aufzugeben. Einwandfreie Technik und durch viele Variationen und Zusatzinhalte eine hohe Wiederspielbarkeit. Ich habe unzählige Stunden in und unter Raccoon City verbracht und bekomme direkt wieder Lust einen Durchlauf zu starten, wenn ich daran zurückdenke.

Platz 1 – Sekiro: Shadows Die Twice

Überraschung, Überraschung! Mit Sekiro haben die Dark Souls Macher nicht nur eine neue IP geschaffen, sondern sind auch ein wenig von ihrer gewohnten Erfolgsformel abgewichen. Beziehungsweise haben sie einige Gameplay-Elemente bis zur letzten Konsequenz auf die Spitze getrieben und auf den Kern reduziert. Kontern als Notwendigkeit, unzählige Kampftechniken anstatt unzählige Waffen, wer attackiert gewinnt, wer sich zurückzieht hat schon verloren. Ebenfalls der Verzicht auf jegliche Multiplayer-Features und das komplette Auf-sich-allein-gestellt-sein des Spielers. “Ist das Spiel zu schwer, bist du zu schwach” ohne dabei unfair zu sein und trotzdem noch zu motivieren. Ich mag diese Herausforderung!

Im Bereich der analogen Spiele wird das Feld erneut von einigen Langläufern dominiert. An die vielen kleinen Runden zwischendurch (erwähnt seien da z.B. das interessante Dread oder das für mich erst dieses Jahr in den Fokus gerückte Zug um Zug) erinnere ich mich nicht mehr im Detail, weshalb ich diese in der Betrachtung mal weglasse:

  • Gloomhaven läuft wie ein Uhrwerk im 2-Wochen-Takt und es ist kein Ende in Sicht. Die Missionen sind nach wie vor größtenteils fordernd und abwechslungsreich. Ich bin momentan mit meinem zweiten Charakter Lala Canto unterwegs und arbeite daran, ihn in Rente zu schicken. Da mit Frosthaven ein vollwertiger Nachfolger angekündigt wurde, ist hier noch für viele Jahre der Nachschub sicher.
  • Eine Gruppe, die aus terminlichen Gründen leider aufgelöst wurde, ist Imperial Assault. Daher gibt es hier nichts neues zu berichten.
  • Im Pen and Paper Bereich leite ich nach wie vor die Königsdämmerung-Kampagne von Call of Cthulhu, was einfach ein Riesenspaß ist. Die Investigatoren befinden sich momentan auf der Zielgeraden zum Finale und ich bin gespannt, ob sie erfolgreich sein werden oder nicht. Danach wollen wir mal ein anderes System als One Shot ausprobieren. Momentan wird da über Vampire: Die Maskerade gesprochen, was mich sehr gehooked hat.
  • Meine zweite Pen and Paper Gruppe hat im Laufe des Jahres einen Systemwechsel vollzogen. Wir sind dort weg von Dungeon Slayers, da uns die Welt und das Regelwerk nicht gefallen hat, und sind mit dem DSA5-Regelwerk nach Aventurien aufgebrochen. Dort gestalte ich für meine Gruppe eine eigene Kampagne rund um die Geschehnisse in den Jahren 1038/39 B.F. und folge nur zur Inspiration den offiziellen Abenteuern. Das viele Quellenmaterial kann ziemlich überwältigend sein, jedoch habe ich einen tierischen Spaß bei meiner Vorbereitung in diese Welt abzutauchen.
  • Und es ist tatsächlich eine neue Gruppe dazugekommen! Als Spieler nehme ich an einer Runde Dungeons and Dragons teil. Wir spielen die Kampagne Baldur’s Gate: Descent into Avernus und ermitteln momentan in der Stadt einem Kult hinterher. Die Gruppe hat eine interessante Dynamik und mein chaotisch angelegter Schattenzauberer Quenton eckte schon das ein oder andere Mal in der Gruppe an.
  • Auch zwei von mir unterstützte Kickstarter-Projekte sind pünktlich vor den Weihnachtstagen angekommen: Das Denkspiel Lovelace & Babbage (Link) und der Dungeon Crawler mit Horror-Touch Machina Arcana (Link). Ich bin gespannt, wann ich diese beiden Spiele mal austesten kann; studiert werden die Spielinhalte und Regeln auf jeden Fall als Feiertagslektüre!

Das war mein spielerischer Jahresrückblick – nun heisst es abschalten bis im neuen Jahr. Euch schöne und erholsame Feiertage! 🙂