Double Fine hat nach 2012 nun bereits zum zweiten Mal die Amnesia Fortnight öffentlich gestartet und für Fans und Interessierte zugänglich gemacht. Bei der Amnesia Fortnight handelt es sich um einen firmeninternen Game Jam, an welchem jeder einzelnen Mitarbeiter einen Pitch für ein neues Spiel vorstellen und zur Abstimmung freigeben darf. Die drei Spiele mit den meisten Stimmen werden in den kommenden Wochen – in denen jegliche Arbeit an den regulären Projekten komplett eingestellt wird – in einen spielbaren Status gebracht. Die Prototypen, die überzeugen können werden zum nächsten offiziellen Spiel der Firma. Eine richtig geniale Sache.

Wie bereits im ersten Satz angedeutet, wird dieses Jahr zum zweiten Mal nach 2012 die Öffentlichkeit mit in die Abstimmung einbezogen. Zu diesem Zweck gibt es hier eine Humble Bundle Seite, auf der man die unzähligen Pitches (meist Video und PDF-Dokument) einsehen kann. Gegen eine Spende von mindestens einem Dollar (es ist wählbar, zu welchen Teilen das Geld Double Fine oder einem karitativen Zweck zukommen soll) kann dann für maximal drei Spielideen eine Stimme vergeben werden. Am kommenden Montag, den 10.02.2014, werden die Finalisten in einem Livestream bekannt gegeben. Ich möchte jeden interessierten Gamer, der auf innovative, kreative und unter angenehmen Bedingungen produzierte Spiele steht bitten, sich dort einzubringen.

Ich für meinen Teil habe mir alle Pitches angeschaut; am meisten gefallen hat mir Buried Metropolis von Designer J.P. LeBreton (welcher zur Zeit auch Projekleiter bei der Entwicklung von Spacebase DF-9 ist). Das Spiel soll ein rundenbasiertes Roguelike werden und hat eine sehr interessante Idee: Die prozedural generierten Level sollen als Seed MAC-Adressen bekommen, die aus WiFi-Netzwerken in der Umgebung gelesen werden. Man kann sich quasi jedes WiFi-Netzwerk der Welt als eigenen Level vorstellen, in welches man eintreten kann – eine Idee, die für mobile Endgeräte genial erscheint. Auch erzählerisch ergeben sich unglaublich viele Möglichkeiten, die echte und virtuelle Welt in einem spannenden Szenario zu vereinen. Auszug aus dem Game Concept:

„In the real world, every wireless access point has a unique number associated with it called a MAC address, and you can see this number without even having to connect with it. Buried Metropolis is a turn-based roguelike-like game where these numbers are used to generate short (5-15 minutes to play through each) randomized dungeons full of obstacles, upgrades, and enemies. […] Visit as many real world locations as you can to increase your capabilities, negotiate progressively more difficult dungeons, and eventually unravel the secrets of a buried world.“

Ich bin von dieser Idee so angetan, dass alle anderen vorgestellten Konzepte in den Hintergrund gerückt sind. Leider lässt die Beobachtung des Forums nicht so sehr auf eine große Anhängerschaft hoffen. Grund genug, hier aktiv zu werben! Stimmt ab :). Insgesamt habe ich meine Stimmen übrigens den folgenden Spielen gegeben:

  • Buried Metropolis
  • GREAT SPIRITS
  • Humans: A Study Guide
  • Damnit Jerry (Pendleton Ward Zusatzspiel)