Service zur E3: Pressekonferenzen 2015

Nächste Woche findet die Spielemesse E3 2015 in Los Angeles statt. Die Pressekonferenzen der großen Hersteller und Publisher sind für mich immer eines der Highlights des Jahres. Ankündigungen und neues Material zu heiß erwarteten Spielen anschauen und sich dabei über die Kanäle der sozialen Medien mit Spielern weltweit austauschen ist ein sehr schönes Erlebnis. Als kleine Serviceleistung liste ich euch hier die Termine der großen Pressekonferenzen auf (deutsche Zeit); wie jedes Jahr findet die für mich interessanteste PK um drei Uhr nachts statt 🙁 :

  • Bethesda – 15. Juni, 04.00 Uhr
  • Microsoft – 15. Juni, 18.30 Uhr
  • Electronic Arts – 15. Juni, 22.00 Uhr
  • Ubisoft – 16. Juni, 00.00 Uhr
  • Sony – 16. Juni, 03.00 Uhr
  • Nintendo – 16. Juni, 18.00 Uhr
  • Square Enix – 16. Juni, 19.00 Uhr
  • PC Gaming Show (AMD) – 17. Juni, 02.00 Uhr

Live-Streams müsst ihr euch selber raussuchen, das ist erfahrungsgemäß nicht allzu schwer. Bitte beachtet auch, dass die RocketBeans live vor Ort sind und beinahe rund um die Uhr berichten!

Community Assisted Racing Simulator

Manche wissen vielleicht, dass ich früher sehr regelmäßig die beiden Renn-Simulationen Grand Prix Legends und GTR-2 gespielt habe. Und zwar durchaus exzessiv, zwischen Abi und Studium habe ich quasi nichts anderes gemacht als simulierte 24h-Rennen, Meisterschaften und Online-Partien. Hauptsächlich organisiert von den Leuten drüben bei Virtual Racing e.V.. Seitdem ist meine Leidenschaft für Rennspiele, die schon früh mit Spielen wie Bleifuss, TOCA Touring Cars, Ridge Racer, DTM Race Driver und natürlich Gran Turismo, begonnen hat etwas eingeschlafen. Zwischenzeitlich erlebte das Rennspiel (und Rennspiel-nahe) Genre immer mal wieder ein kurzes Revival für mich: Trackmania, Flatout und Blur waren gern gesehene Spiele auf LAN-Parties und das ein oder andere erschienene Need For Speed war ja auch ganz brauchbar. Nachdem ich zwischendurch mit iRacing und zuletzt Anfang des Jahres mit Drive Club wieder einsteigen wollte, aber grandios enttäuscht wurde (Fahrphysik, Online-Funktionen/-Communities, Bugs), habe ich nun Project CARS ausprobiert. Und es ist eine Offenbarung!

Das Spiel der Slighty Mad Studios ist für mich persönlich der legitime Nachfolger von GTR-2. In Sachen Realismus, Umfang, Tuning-Möglichkeiten und Community Features setzt Project CARS (das Cars steht übrigens für Community Assisted Racing Simulator) neue Maßstäbe. Im umfangreichen Karrieremodus durchläuft man eine Unzahl vieler bekannter und nicht so bekannter Rennserien. Angefangen im Kart, über kleine und große Formelserien, Nascar, Touringwagen, Langstrecken-Meisterschaften, GT-Serien bis hin zu Prototypen-Rennen ist alles dabei. Meistens sogar mit echten Lizenzen. Begleitet wird die Karriere mit eingeblendeten, fiktiven Nachrichten und Tweets aus aller Welt. Die meisten bekannten Rennstrecken der Welt sind ebenfalls im Spiel vorhanden. Das Highlight ist hier ganz klar die Nordschleife, welche ganz offiziell zum ersten Mal in Gran Turismo 4 Videospiel-Premiere feierte, obwohl es schon vorher unlizensierte oder fan-made Maps für ältere Spiele gab. Mit Donington, Silverstone, Brands Hatch und Snetterton ist das Vereinigte Königreich mit den meisten Strecken vertreten. Mit Watkin’s Glen, Road America und Bathurst sind auch einige Strecken im Angebot, welche man eher selten in Rennspielen antrifft. Klassiker wie Laguna Seca, Imola, Monza, Hockenheim und die GP-Strecke von Barcelona sind ebenfalls vorhanden. Weitere erwähnenswerte Strecken sind Zolder, Brno, Oulton Park und Oschersleben. Alles, was das Racer-Herz begehrt. Durch Modding- und Community-Unterstützung ist alles frei erweiterbar und mehrere hundert weitere Strecken und Autos sind bereits verfügbar.

Zu jeder Rennserie gibt es passend auch ein bis drei Autos zu fahren, welche bis aufs feinste Detail konfiguriert werden können. Die Einstellungen haben massive Auswirkungen auf das Fahrverhalten und sind alles andere als Kosmetik. Boxenstrategien können im Vorfeld eingestellt werden (Reifenwahl, Konfigurationsänderungen, etc.), die Fahrhilfen sind mannigfaltig vorhanden und fein granular ab- und zuschaltbar. Neben dem Karrieremodus gibt es noch einzelne, frei konfigurierbare Rennwochenenden, Zeitfahren und freies Training. Das Herzstück ist jedoch der Onlinemodus, in dem man sich selber in frei konfigurierbaren Meisterschaften und Einzelevents mit Spielern aus der ganzen Welt misst. Das Spiel führt Buch über das eigene Fahrverhalten, Auto- und Streckenvorlieben und sonstige Meta-Daten. Diese sind jederzeit über das Hauptmenü einsehbar.

Man sieht, ich bin begeistert – negative Punkte, die man erwähnen muss, gibt es allerdings auch: Die Invalidierung der Rundenzeiten beim Abkürzen und Verlassen der Strecke muss dringend nachgepatcht werden; es gibt online die absurdesten Bestzeiten – dank der Replays kann man Schummler aber entlarven. Ebenfalls sollte das Nutzen von Fahrhilfen in Zeitrennen-Highscores eine Rolle spielen. Momentan bekommt man nicht angezeigt, ob jemand eine Bestzeit ohne oder mit (und wenn, mit welchen) Fahrhilfen gefahren hat. Trotzdem ist das Spiel ein Muss für jeden Rennspiel-Fan. Ich für meinen Teil werde wieder unzählige Online-Sessions angehen! Viele weitere Features werden im Trailer vorgestellt.

Mir aus der Seele gesprochen

Der ein oder andere von euch kennt bestimmt den Podcast Sanft & Sorgfältig mit Jan Böhmermann und Olli Schulz. Wer ihn noch nicht kennt, der sollte das schleunigst ändern – denn es handelt sich um nichts anderes als den zur Zeit besten deutschsprachigen Podcast. Wöchentlich unterhalten sich die beiden über Gott und die Welt, mit viel Ironie, schwarzem Humor und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Doch diesen Blogeintrag habe ich nicht wegen dieses Hinweises geschrieben, sondern ich möchte ein (sinngemäßes) Zitat von Jan Böhmermann (u.a. auch Moderator des NEO MAGAZIN Royale) aus der gestrigen Sendung veröffentlichen. Wahre Worte!

„Als jemand der eine Sendung hat, die nicht so uncool ist, dass da keiner auftreten möchte und in der Bands theoretisch spielen können […], da ist das echt kritisch dass es nur eine große Plattenfirma gibt. Jetzt waren Bilderbuch da, die haben ein eigenes Label gegründet […] das bewundere ich immer. Wenn ein Künstler von ‚Universal‘ kommt, sag ich jetzt mal so: Standardmäßig verbieten die das einem, dass man das dann nachher ins Internet stellt. Ich weiss nicht warum und was das für eine anachronistische Grundhaltung ist, dass man einen Auftritt aus einer Fernsehsendung nicht ins Netz stellen darf. Gema? Das ist mir scheißegal mit wem das zu tun hat. Universal muss sehen, dass es attraktiv ist, die Künstler einzuladen. Ich habe keinen Bock darauf, wenn dann Universal sagt ‚Ja, unsere Künstler kommen. Die machen aber Voll-Playback, es sei denn ihr bezahlt 50.000 Euro für eine Backline mit leuchtenden Kabeln, weil der Künstler das so will.‘, dann sage ich als letzte Instanz in der Sendung ‚Ja, fickt euch – dann geht doch meinetwegen irgendwoanders hin. Es gibt bestimmt andere coole Sendungen, in denen man gerne auftritt als Musiker‘. Und auf der anderen Seite sich dann auf Podiumsdiskussionen so scheinheilig beschweren, dass es keine Auftrittmöglichkeiten gibt. Es gibt Auftrittmöglichkeiten, aber ich will einfach keine Playbacks in der Sendung haben; ich möchte nicht 80.000 Euro für einen Promo-Auftritt für eine neue Platte bezahlen und ich möchte nicht, dass die Sachen aus dem Netz gelöscht werden, die die Leute mit den Rundfunkgebühren bezahlt haben. Das soll einfach im Internet stehen. […] Das finde ich einfach asi. Und wenn du einen Universal-Künstler hast, der mit dir nur redet und noch nichtmal ein Lied singt, gilt das gleiche. Wir müssen dann irgendwelche Interviews löschen; und da sage ich dann halt ’ne Woche vorher ab, weil ich keinen Bock darauf habe ein Interview zu führen, was dann aus dem Internet verschwindet, weil die Plattenfirma das so will. Das ist anstrengend, wirklich anstrengend. Sollen solche Leute doch zu Halli Galli gehen, wenn die da Bock drauf haben mit denen rumzudealen. Ich finde das scheiße.“

Spielt mehr Adventures!

Wie einige schon mitbekommen haben dürften, bin ich ein großer Fan von klassischen Adventure-Spielen und gut erzählten und geschriebenen digitalen Geschichten. Nicht erst seit der hier beschriebenen Blackwell-Reihe von Wadjet Eye Games, bin ich Fan des kleinen „Indie-Publishers“. Deren beide im Science-Fiction Setting angesiedelten Spiele Gemini Rue und Resonance sind ebenfalls ganz große Vertreter ihres Genres und können mit einer spannenden Geschichte und guten Rätseln aufwarten.

Nun kommt im Laufe der nächsten Woche das nächste Adventure aus diesem Hause auf den Markt. Um den jeweiligen Entwicklern und Wadjet Eye Games selber mit ein wenig kostenloser Werbung unter die Arme zu greifen, berichte ich hier darüber :). Erst letzte Woche sind drei Indie-Entwickler um das qualitativ hochwertige Episoden-Horroradventure The Last Door kurz vor der Aufgabe gewesen. Das kam ziemlich unvermittelt, konnte aber noch durch einige Spenden und den Direktverkauf von einzelnen Episoden abgewendet werden. Ich will nicht, dass Wadjet Eye Games und den dort veröffentlichenden Entwicklern das selbe Schicksal droht.

Das neue Spiel trägt den Titel Technobabylon und ist nun das dritte Adventure in Folge, welches in einem Cyberpunk-Szenario angesiedelt ist: Im Jahre 2087 ist Gentechnik und deren Anwendung im täglichen Leben nichts besonderes mehr, das suchterregende Netzwerk Trance hat fast jegliche menschliche Interaktion unnötig gemacht und die Stadt „Newton“ wird von einer scheinbar omnipräsenten, künstlichen Intelligenz gesteuert. Die beiden Ermittler Charlie und Max untersuchen eine Reihe von Morden, bei welchen den Opfern zuvor über Trance all ihr Wissen geklaut wurde. Wieder werden, wie für Spiele von Wadjet Eye Games üblich, mehrere Charaktere spielbar sein, deren persönliche Geschichten sich zu einem großen ganzen zusammenfügen werden. Wer auch nur halbwegs etwas für solche Szenarien und das Genre übrig hat, sollte bedenkenlos zugreifen. Wer noch zögert, dem kann ich Gemini Rue oder Resonance empfehlen, die beide zum Beispiel bei Good old Games momentan günstig zu erstehen sind. Oder aber man lädt einfach die Demo :-).


Noch ein kleiner Tipp in Sachen Adventures übrigens: Zak MacKracken Between Time and Space ist seit vergangener Woche als Director’s Cut verfügbar.

Kurzkritik: The Babadook

Der Gruselfilm Der Babadook (Trailer) von Jennifer Kent heimst momentan viele Lorbeeren für ein frisches Setting und schon lange nicht mehr dargebotene Gruselmomente ein – ich war nach einer Nachtvorstellung gestern etwas enttäuscht. Der Film ist meiner Meinung nach nicht mehr als guter Durchschnitt – ich hatte hohe Erwartungen, denen er nicht gerecht wurde. Die erste Hälfte der Einführung des namensgebenden Buches und der Figur des Babadooks ist packend erzählt, danach verliert sich der Film jedoch in vielen Logiklöchern und viel schon mal Dagewesenem. Schon recht früh wird das Monster durch seine langen Auftritte entmystifiziert und verkommt am Ende komplett zur Witzfigur. Die Auflösung ist mau, Sound und Kameraeinstellungen jedoch top. Die schauspielerischen Leistungen der Mutter (Essie Davis) und vor allem ihres kleinen Sohnes (Noah Wiseman) wissen allerdings zu begeistern. Fans des Genres können sich den Film ruhig anschauen, für alle anderen ist er vermutlich nichts. Bei Letterboxd habe ich zwei von fünf Sternen vergeben.

.NET Usergroup im Ruhrgebiet

Ich habe während des Studiums und in den ersten Jahren meiner beruflichen Entwicklertätigkeit nicht sonderlich viel von sogenannten Usergroups wahrgenommen und auch nur selten solche Treffen besucht. Mein Bild veränderte sich, als ich vor einiger Zeit (es muss schon über anderthalb Jahre her sein) mit ein paar Kollegen an einem Treffen der CologneJS teilgenommen habe. Zum einen war ich begeistert von der Menge und Diskussionsbereitschaft der Teilnehmer. Zum anderen waren auch die Themen und Vortragsgäste hochkarätig. Besonders im Gedächtnis blieb mir Felix Geisendörfer, welcher dort Node.js und sein Nodecopter-Projekt vorstellte.

Vor einigen Monaten formierte sich nun in meinem Einzugsgebiet eine Usergroup, die auch noch thematisch voll zu dem passt, was ich beruflich tue. In den bereits stattgefundenen fünf Treffen der POTTnet war für jeden was dabei: Cross-Platform Entwicklung mit Xamarin, Vorstellung der Roslyn Compiler-Plattform, Azure, etc. pp.. Das nächste Treffen wird Ende Mai stattfinden und Holger Wendel wird einen Einblick in die Entwicklungsmöglichkeiten mit der Kinect V2 geben. Ich bin da sehr gespannt und werde – nachdem ich den letzten Termin nicht wahrnehmen konnte – diesmal wieder vor Ort sein.

Das Treffen findet Abends im Unperfekthaus in Essen statt –  sich das einmal anzuschauen schadet auch nicht :).

Bloodborne > Dark Souls

In meinem letzten Blogeintrag habe ich schon vom Kampfsystem von Bloodborne geschwärmt; nun bin ich soweit, über das gesamte Spiel schwärmen und es als das beste Machwerk von From Software bezeichnen zu können. Ja, richtig gehört: Besser als Demon’s Souls, Dark Souls und auch Dark Souls 2! Die größte Faszination stellt für mich das Setting und Art-Design dar: Ich stehe unheimlich auf düstere Monster-Geschichten alá Lovecraft. Und vom Lovecraft’schen Eldritch-Horror steckt in Bloodborne eine Menge: Werwölfe, Götter, fremdartige Wesen, Blutseuchen, Experimente mit Menschen, Wahnsinn, Einfluss des Mondes, etc.

Zu Beginn finden wir unseren Spielcharakter in einem Krankenzimmer in der Stadt Yharnam wieder, wo er sich einer Blutbehandlung unterzieht. Wobei es sich dabei handelt und warum der Spieler das macht, will ich hier offen lassen. Fest steht auf jeden Fall, dass in Yharnam in dieser Nacht nichts mit rechten Dingen zugeht: Der Mond ist blutrot gefärbt, die meisten Bewohner haben sich in ihren Häusern verschanzt, nur wenige ziehen jagend durch die Stadt (um was zu jagen?). Und dann ist da dieser seltsame Traum, in dem wir erwachen und auf Gehrmann, den Ersten der Jäger, treffen. Die örtliche Kirche, das Krankenhaus und der Adel der Stadt verschweigen ein größeres Geheimnis, dem wir im Laufe der Zeit immer mehr auf die Spur kommen. Wie auch schon bei den Souls-Spielen üblich, muss man als Spieler selbst aktiv werden und Hinweise deuten, eigenständig in Verbindung zueinander bringen und Licht in alle Vorkommnisse bringen. Ein Fest für Gedankenspiele. Die Welt hält jede Menge zum Entdecken bereit und man erkundet neben der viktorianisch angehauchten Stadt Yharnam noch ältere Stadteile, kleinere Dörfer vor der Stadt, Wälder und Katakomben. Alles, was das Herz begehrt :).

Gespickt sind alle Bereiche mit fordernden, aber fair agierenden Gegnern. Wenn man nach einem verlorenen Bosskampf die Konsole ausschaltet, kämpft man im Kopf weiter. Man denkt sich Taktiken aus, liest in Online Foren (meine erste Anlaufstelle sind das altbekannte Fextralife-Wiki und natürlich Reddit) und fiebert dem nächsten Spielstart entgegen, wie man es seit den Kindheitstagen nicht mehr kannte. Bosse, die so schwierig sind, dass sie einem beim Fortschritt mehrere Tage behindern können – zunächst frustig, aber anschließend unglaublich befriedigend. Und überhaupt: Bosse, die man mehr als dreimal angehen muss, die einen richtig fordern ohne einen dauerhaft zu frustrieren; wo gibt es sowas heutzutage noch? Eben.

Neben der normalen Story, gibt es die Möglichkeit, zufallsgenerierte (prozedural) Dungeons alleine oder mit anderen Online-Mitstreitern zu durchstreifen. Dort warten völlig neue Level, Gegner und sogar völlig unbekannte Bosse auf einen. Als Belohnung winken extra starke Waffen und Rüstungen sowie Handwerksmaterialien und Runen (zum Verstärken von Waffen und dem Charakter selber). Die altbekannten Covenants sind ebenfalls wieder vorhanden, sowohl PvP- als auch PvE-zentrierte.

Dieses Spiel ist wirklich jedem ans Herz gelegt, der sich völlig auf Spielwelten einlassen kann und gerne in ihnen versinkt. Leute, die auf gut durchdachtes Level- und Gegnerdesign stehen und den Willen haben, sich in einem Spiel voranzuarbeiten. Wer die Souls-Spiele liebte, kann bedenkenlos zugreifen; alle anderen sollten zumindest mal einen Blick drauf werfen. Um einen kleinen Einblick zu bekommen, hier zwei Bosskämpfe von mir. Pater Gascoigne ist einer der ersten, das Darkbeast Paarl ist in der zweiten Hälfte des Spiels anzutreffen. Wie man sehen wird, ist das Spiel auch grafisch extrem ansprechend :).


Verbessern eines perfekten Systems

Ich spiele seit Mitte vergangener Woche Bloodborne, den geistigen Nachfolger der Souls-Reihe. Bloodborne besitzt im Gegensatz zu seinen Vorgängern ein wesentlich offensiveres Kampfsystem: Man kann nicht mehr mit einem Schild blocken, sondern muss stetig Ausweichen um Schaden im Kampf zu vermeiden. Anstatt eines Schildes oder einer zweiten Klingenwaffe in der Sekundärhand, hält man nun eine Schusswaffe. Die Hauptwaffe in der Primärhand hat nicht nur einen schwachen und starken Angriff, sondern auch einen aufladbaren Schlag, der nicht nur mehr Schaden austeilt, sondern den Getroffenen zeitweise betäubt. Außerdem kann man die Primärwaffe in einer oder in zwei Händen führen. Das Umschalten geschieht durch Knopfdruck.

Wie in den Souls-Spielen kann ein Gegner, der benommen ist, durch einen besonders starken Angriff angegangen werden (Konter). Das Parieren eines gegnerischen Angriffs ist mit einem gezielten Schuss immer noch möglich. Ebenfalls vorhanden ist der Ausdauerbalken, der auf jede Angriffs- und Ausweichaktion reagiert.

Und nun der besondere Kniff: Da man auf Grund der neuen offensiven Kampfmechanik potentiell mehr Schaden einsteckt, gibt es nun ein System für das aktive Wiedererlangen der Gesundheitspunkte noch während des Kampfes (von den Entwicklern Regain-System genannt). Wird man getroffen, wird der Schaden zunächst nur vorläufig abgezogen; trifft man innerhalb weniger Sekunden den Gegner, so holt man sich das verlorene Leben zurück. Durch einen Spezialangriff kann man sich alles auf einen Schlag wiederholen.

Ich dachte bisher, das Kampfsystem der Souls-Spiele ließe sich nicht noch weiter verbessern. Doch, lässt es sich :).

Update zum (Fast-)Frühlingsanfang

Zum Beginn der aktuellen Saison von Diablo 3, habe ich mir einen hardcore-seasonal Charakter zugelegt und farme seitdem wie verrückt die großen Rifts mit meiner Dämonenjägerin. Noch nie hatte ich soviel Spaß mit Diablo 3; die unzähligen Änderungen seit dem Release und der Veröffentlichung von Reaper of Souls haben dem Spiel unbestreitbar das gute, alte „Diablo-Feeling“ zurückgegeben. Doch bringt das auch Luxus-Probleme mit sich: Weniger Zeit für andere Spiele. So dauert es ein wenig länger, bis ich mich allen aktuellen Perlen widmen kann bzw. konnte. Hier ein unvollständiges Update.

Gerade beendet habe ich das aktuelle Adventure von Daedalic: Randal’s Monday. Solide Adventure-Kost und Persiflage einer Menge Fantasy-Themen kombiniert mit gutem Rätseldesign und (leider) unglaublich ausufernden Dialogen und enorm unsympathischen Charakteren. Kommt meiner Meinung nach nicht an Highlights wie Edna oder Deponia heran. Aber ich habe mit Book of Unwritten Tales 2, welches seit Ende Februar komplett verfügbar ist, auch eines der besten Adventures aller Zeiten beendet. Unglaublich was King Art aus Bremen dort auf die Beine gestellt hat. Eine Parodie auf alles was Fantasy-Nerds und Rollenspielern heilig ist, ohne peinlich oder gezwungen zu wirken. Jeder Pixel ist gespickt mit versteckten Hinweisen, Anspielungen und viel Liebe zum Detail. Die Story begleitet die Protagonisten aus dem ersten Teil, welche erneut vom Schicksal zusammengeführt werden, um eine altbekannte Bedrohung zurückzuschlagen. Sehr schön, hat viel Spaß gemacht erneut mit Wilbur, Nate, Ivo und dem Vieh diese Welt zu entdecken. Und der ganzen Adventures nicht genug: Abends vertreibe ich mir meine Zeit mit Grim Fandango Remastered auf der Playstation Vita :).

Ein Geheimtipp, den ich hier unbedingt loswerden will, ist Ori and the Blind Forest von den Moon Studios. Bei den Entwicklern des 2D-Platformers handelt es sich nicht um ein normales Entwicklerstudio, sondern um eine lose Verbindung von Indie-Entwicklern aus der ganzen Welt. Die Entwicklung des Spiels dauerte vier Jahre und ist mehr als einmal kurz am Abbruch vorbeigeschrammt. Um so schöner, dass es nun nicht nur fertiggestellt und veröffentlicht wurde, sondern auch noch eine enorm emotionale und packende Geschichte erzählt und alles in einem soliden Jump and Run verpackt. Allein für den Prolog des Spiels würde ich die zwanzig Euro zahlen!

Neben all den storygetriebenen Spielen darf auch Action nicht fehlen: Nebenbei schaue ich noch in Evolve rein und rätsele in Captain Toad Treasure Tracker im Pilzkönigreich. Beides ebenfalls sehr gute Spiele – wobei der Hype um Evolve mittlerweile komplett verflogen ist, zu wenig abwechslungsreich das Gameplay.

Zu guter letzt noch ein Blick auf das, was in der nahen Zukunft ansteht: Mehr Adventure-Kost mit dem zweiten Teil von Broken Age (hoffentlich, nach unzähligen Verschiebungen bin ich mir da nicht so sicher) und natürlich das von mir heiß ersehnte Bloodborne von From Software. Auf kein Spiel freue ich mich dieses Jahr mehr – Hidetaka Miyazaki meldet sich nach seiner Auszeit bei Dark Souls II (hier kommt übrigens auch bald eine PS4-Version) hoffentlich mit einem Knaller zurück :).

In diesem Sinne: So schnell wird es nicht langweilig. Wer regelmäßige Updates zu meinen Spieleaktivitäten haben will, dem empfehle ich, mir auf Twitter zu folgen :).

Neues aus der Küche

Gestern zubereitet: Eingelegte Schmorrippchen mit Senf-Pfeffer-Sauce und zum Nachtisch eine Pfannkuchentorte mit Erdbeeren und Zitronencreme. Hat geschmeckt =).

rippchen torte