Lange geplant, endlich durchgezogen!

Ich habe hier eine kleine Überraschung für euch: Nachdem ich in der letzten Woche viel Zeit darauf verwendet habe, meinen Twitter- und meinen Youtube-Account auf Vordermann zu bringen und meinen alten Blog samt aller Inhalte aus dem Netz zu tilgen, habe ich mir vor einigen Tagen Equipment zum Aufnehmen von Let’s Play Videos angeschafft und es eingerichtet. Seit drei Tagen gibt es nun auf meinem Youtube-Kanal aktuelle Let’s Plays von mir zu den beiden Spielen Lone Survivor und Final Fantasy VII. Letzteres Let’s Play war schon immer ein kleiner Traum von mir und wird in den kommenden Wochen kontinuierlich weiter gehen. Ersteres war ein kleiner Technik-Test, wird aber auch noch zuende gebracht – schätzungsweise kommen noch zwei Videos, bis das Spiel durchgespielt ist. Technisch gesehen stehe ich mit FullHD-Videos in unbegrenzter Länge und einem total synchronen Ton sehr gut da (ja, ein wenig Eigenlob muss sein); kommentatorisch werde ich (so hoffe ich) von Video zu Video besser, denn da gibt es noch Steigerungsmöglichkeiten. Wie es nach Final Fantasy VII weitergeht, steht noch nicht fest – da sind Vorschläge herzlich willkommen. Ich freue mich außerdem über Kanal-Abonnenten und konstruktive Kommentare. Ansonsten wünsche ich noch ein schönes Wochenende und viel Spaß beim Anschauen :)!

Podcasts anyone?

Bei dem Wetter verbringt man, wenn man die Möglichkeit hat, mehr Zeit als sonst im Freien. Was bietet sich da mehr an, als dabei ein paar interessanten Podcasts zu lauschen? Hier mal ein paar meiner Favoriten:

  • Stay Forever. Im meist monothematischen Podcast der beiden (Ex-)Spielejournalisten Gunnar Lott und Christian Schmidt werden Spiele-Klassiker (auch Exoten) sehr detailliert besprochen. Vor allem das fundierte Fachwissen der beiden, die vielen Einblicke in die Branche und Erzählungen von der ein oder anderen lustigen, thematisch passenden Geschichte machen den Podcast überaus hörenswert.
  • GameOne Plauschangriff. Der relativ bekannte Podcast der GameOne-Crew. Ob Videospiele, Serien, Spielemessen oder Filme – alles kann zum Thema gemacht werden und findet mit der wechselnden Besetzung zu jedem Thema die geeigneten Gesprächspartner. Man merkt, dass die Macher schon jahrelang zusammen arbeiten und moderieren und mit unglaublichem Herzblut bei der Sache sind. So kann ein einzelner Podcast schonmal gut die Laufzeit von fünf Stunden sprengen.
  • The Ones Who Knock. Ein englischsprachiger Podcast, in dem die jeweils aktuelle Folge der Serie Breaking Bad detailliert besprochen wird. Mit einigen Hintergrundinformationen und Spezialgästen aus dem Serienumfeld.
  • Spieleveteranen. Produziert von einigen alten Spielejournalisten (u.a. Boris Schneider-Johne, Jörg Langer und Heinrich Lenhardt) behandelt dieser (meist) monatlich erscheindende Podcast sowohl aktuelle Neuigkeiten aus der Branche, als auch immer eine zehn bis zwanzig Jahre alte Spielezeitschrift.
  • Flimmerfreunde. Der Filmpodcast von Bernd Begemann, Ben Shadow und Kay Otto behandelt in den meisten Folgen aktuelle Filme aus dem Kino und schafft einen Bogen zu ähnlichen Filmen aus der nahen und fernen Vergangenheit. Der Podcast strotzt vor technischem Fachwissen und enormem Film-Nerdtum. Für mich, auch auf Grund der klaren Worte und Meinungen zu Filmen, der beste Film-Podcast. Ich gebe allerdings zu, dass sich Neu-Hörer erstmal an die drei Moderatoren gewöhnen müssen, ehe sie sie ins Herz schließen werden.
  • Stevinho Talks. Der wöchentliche Podcast von Steve Krömer behandelt sowohl Spiele- und Filmthemen, als auch allerlei Themen aus dem alltäglichen Leben. Besonders gut gefällt mir die Rubrik mit dem Beantworten der Leserbriefe mit Co-Moderatorin Anja.
  • Computer Club 2. Früher einer meiner Lieblingspodcasts, ist er mittlerweile nur noch ein Schatten seiner selbst. Die gefühlt immer gleichen Themen, Politik-Rants und ein zuweilen sehr verwirrt wirkender Moderator (insgesamt sind es drei) verleiden mir Woche um Woche mehr diesen eigentlich sehr sympathischen Podcast.
  • Breakfast at Manuspielt’s. Dieser tägliche(!) Podcast über Spiele behandelt aktuelle Spiele in kompetent gefüllten zehn bis maximal dreißig Minuten. Gehört bei mir täglich zum Pflichtprogramm.
  • Alternativlos. Der Podcast über „Politik, Technik, Verschwörungstheorien und was uns sonst noch so in den Sinn kommt“ von Blogger Fefe und CCC-Sprecher Frank Rieger. Alternative, ungefilterte Ansichten auf mehr oder weniger aktuelle Themen. Hochinteressant und mit sehr hochkarätigen Gästen.
  • The Pipeline. Dieser englischsprachige Podcast von Dan Benjamin setzt sich zur Aufgabe, in jeder Ausgabe eine Person zu interviewen, die etwas besonderes erfunden hat. Meist geht es um technische Themen, seltener um die Gesellschaft und Kultur im allgemeinen.
  • Herding Code. Ein allround Podcast für Entwickler – ist thematisch nicht festgelegt und erscheint wöchentlich. Meiner Meinung nach einer der besten Podcasts zum Thema Softwareentwicklung.
  • .NET Rocks!. Eine Audioshow mit ständig wechselnden Interviewpartnern für professionelle .NET-Entwickler.

Bestimmt habe ich den ein oder anderen Cast vergessen, da ich die Liste größtenteils aus dem Kopf erstellt habe. Daher wird es gegebenenfalls ein paar Nachtragungen geben. Habt ihr noch empfehlenswerte Podcasts? Immer her damit! 😉

Mein Messefazit

Für mich ist die gamescom bereits heute zuende, obwohl am heutigen Sonntag interessierte Gamer noch bis 18 Uhr durch die Messehallen schlendern können. Ich für meinen Teil bin mit meinen beiden Besuchen am Donnerstag und am Samstag vollends bedient. Des ganzen Spaßes und der Event-Atmosphäre zum Trotz, ist die Messe vor allem eines: Anstrengend! Das liegt meiner Meinung nach vor allem an dem katastrophalen Zustand, dass jeder Stand mit Spielen mit einer USK-Freigabe „ab 16 Jahren“ oder höher, nicht offen gezeigt werden darf. Zusammen mit den vielen Menschenmassen ergeben sich so vor diesen Ständen lange Schlangen, an denen man sich stundenlang die Beine in den Bauch stehen kann (mein diesjähriger Rekord waren knappe drei Stunden für Tomb Raider bei Square Enix). Stellt man sich nicht an und nimmt die Wartezeit nicht in Kauf, bekommt man so gut wie gar nichts zu sehen. Seit Jahren bin ich persönlich ja schon für spezielle „ab 18 Jahren“- und „ab 16 Jahren“-Hallen, wo die Stände dann wesentlich offener gestaltet werden können. Aber das scheint ja technisch nicht umsetzbar oder nicht gewollt zu sein. Bei aller Wut darüber, muss man die Messeveranstalter dieses Jahr aber auch in einigen Punkten loben. Zum einen war in den Gängen zwischen den Ständen wesentlich mehr Platz und es wurden mehr Ruhepunkte gesetzt (was wahrscheinlich nur auf Grund des Fehlens von Nintendo und Microsoft möglich war). Die Begrenzung der Kartenkontingente und das knallharte Schließen der Kassen bei Ausverkauf entlastete die Messehallen. Auch der neue, zusätzliche Eingang durch Halle 11 half dabei, die Massen über die Messe zu verteilen.

Ein Problem, was ich mit den Ausstellern habe, ist die hohe Lautstärke ihrer Publikumsshows. Besonders negativ fielen mir dieses Jahr die Stände von Roccat und Razor auf, welche bei Ihren Bühnenshows die Lautstärke-Grenze des Erträglichen locker überschritten. Selbst in einem abgetrennten Raum auf der anderen Seite der Halle, hatte ich Mühe dem Vortrag über Tomb Raider zu lauschen, da besagte Firmen immer wieder Mousepads („Weltpremiere!“) und ähnlichen Kram unter Lobeshymnen in die Menge warfen oder irgendwelche Tanz-Choreografien unter undefinierbarem Hip Hop zur Schau stellten. Das es auch anders und wesentlich gesitteter und sinnvoller geht, zeigten beispielsweise die Moderatoren von Game One dreimal täglich auf ihrer Bühne von LG Electronics in Halle 10. Kein sinnentleertes Gekreische und Gebrülle, sondern zum Thema der Messe passende Aktionen mit Zuschauern aus dem Publikum auf der Bühne. Beispielsweise das aus der Fernsehsendung bekannte Beef (u.a. mit den Spielen Bomberman und Street Fighter vs. Tekken) oder dem Nerdquiz, wo spielespezifische Fachfragen gestellt wurden. Dort wäre eine größere Bühne mit mehr Freiraum angebracht gewesen. Apropos Spielemesse, die Spiele in diesem Jahr waren zwar nicht so vielseitig wie in den vergangenen Jahren, jedoch konnte ich einige anspielen und präsentiere meine kleine Top 3, gefolgt von einigen weiteren Titeln, die ich interessant fand.

Platz 3 – XCOM Enemy Unknown. Das Remake des Originals UFO Enemy Unknown aus dem Jahre 1994 kommt von keinem geringeren Entwickler als Firaxis (u.a. Civilization-Reihe). Die hohen Erwartungen, die ich an das Spiel gestellt habe (ich liebe das Original!), wurden nach einer 45-minütigen Anspielsession nicht enttäuscht! Die Umgebung, wie Fahrzeuge und sonstige Deckung, lässt sich zerstören oder mit explosiver Munition sprengen und verändert somit den taktischen Charakter der Map. Spezielle Features wie das Dauerfeuer, das schnelle Spurten, die Mindcontrol oder die Tatsache, dass kampfstarke Angriffseinheiten zweimal hintereinander feuern dürfen, moderinisieren das Spiel auf sinnvolle Weise und machen es (trotz nach wie vor vorhandenem rundenbasiertem Unterbau) zumindest gefühlsmäßig wesentlich schneller. Dazu trägt auch die dynamische Kameraführung ihren Teil bei, wenn sie bei bestimmten Aktionen in die Verfolgerperspektive schaltet oder bei Alien-Aktivitäten in die Ego-Perspektive des Gegner wechselt. Die Steuerung ist ohne jeglichen Makel, ich habe mich nach ein paar Minuten sehr gut eingefunden. Einen feinen Zug fand ich es, dass die erste Mission, die man spielen konnte, in Deutschland – genauer gesagt in Hamburg – spielte. Deutsch sprechende Opfer, deutsche Nummernschilder und Werbeplakate inklusive. Sehr schön.

Platz 2 – Tomb Raider. Drei Stunden anstehen am Square Enix Stand haben sich hier wirklich gelohnt, bekamen wir nämlich knapp 45 Minuten lang kommentierte Gameplay-Szenen live vorgeführt und so einen tieferen Einblick in das Prequel. Ausserdem durfte man im Anschluss auch noch selber zum Controller greifen und Lara durch einen ersten Level steuern. Die Tatsache, dass ganz klar von „keiner Open World“ gesprochen wurde, beruhigt mich ebenso sehr wie die Tatsache, dass trotz vieler Action- und Kampfeinlagen das Klettern nicht zu kurz kommt. Rätsel haben wir in der Präsentation leider keine gesehen, ich hoffe das sich das ganze nicht auf simple und logisch fragwürdige Schalterrätsel beschränken wird. Alles in allem wird die Welt jedoch auch nicht so schlauchförmig wie in den Vorgängern sein. So kann Lara beispielsweise an Lagerfeuern rasten und diese so für eine Schnellreisefunktion über die Inselkarte benutzen. Am Lagerfeuer hat sie ausserdem die Möglichkeit ihre Waffen und Werkzeuge zu verbessern und (Achtung!) erhaltene Erfahrungspunkte in ihre Fähigkeiten zu investieren. Die Erfahrungspunkte erhält Lara zum Beispiel wenn sie wilde Tiere oder Gegner erlegt oder ihre Questziele erfüllt. Das Ganze läuft aber eher nebenbei und automatisch, man braucht keine Angst zu haben, dass es zu sehr Rollenspiel wird. Inszenatorisch orientiert sich dieser Tomb Raider Teil ganz klar am Genre-Primus Uncharted: Viele gescriptete Sequenzen, viele Actioneinlagen und gut geschnittene und vertonte Dialoge. Dialoge? Ja, denn Lara ist nicht die einzige Überlebende des Schiffunglücks und außerdem scheinen schon vor ihr Leute auf die Insel gekommen zu sein. Schade, dass das Spiel erst im Frühjahr 2013 erscheint!

Platz 1 – Dishonored. Bis wenige Wochen vor der Messe hatte ich noch gar nichts von diesem Spiel gehört. Dabei wird es, so hat es sich mir jedenfalls beim Anspielen gezeigt, ein echter Geheimtipp! In einer dystopisch anmutenden Steampunk-Variante von London verkörpert man einen Assassinen, welcher mit vielen Gadgets und Fähigkeiten bei den Oberen der korrupten Regierung aufräumen muss. Viel über die Story kann ich nicht sagen, wohl aber über das Gameplay und ein wenig über das Art Design. Letzteres wirkt wie eine Mischung aus Bioshock, Half-Life 2 und Thief – wunderbar stimmig und herrlich düster. Die Fähigkeiten des (aus der Ego-Perspektive gesteuerten) Hauptcharakters wirken ebenfalls sehr durchdacht und aufeinander abgestimmt. Beispielsweise kann er mit Ratten Wachen ablenken, um sich dann mit einem Satz hinter sie zu teleportieren und sie dann mit einem Messer zu töten. Oder aber er kann mit Pfeilen die Umgebung manipulieren und so beispielsweise eine brennende Laterne auf einen Gegner fallen lassen. Er kann die Zeit verlangsamen, in den Körper eines Gegners fahren, um ihn zu kontrollieren, er kann … er kann … usw.. Die möglichen Vorgehensweisen sind enorm unterschiedlich, was einen frischen Wind in das Genre-Einerlei bringt. Am besten ist Dishonored – so ist mein Messe-Eindruck – zu beschreiben als „ein der Perfektion nahes Dark Messiah of Might and Magic„. Ich habe es noch am gleichen Tag vorbestellt.

Weitere Spiele, von denen ich positiv überrascht war (über die ihr euch aber aus Zeitgründen selber informieren müsst ;-)) sind die folgenden: Lego Herr der Ringe, Jack Keane 2, Geheimakte 3, Mickey Epic 2, Sim City (!), Game Globe, Star Trek. Ich habe leider weder ZombiU noch Rayman Legends spielen können, deshalb kann ich rein gar nichts über die WiiU-Steuerung sagen. Ebenfalls konnte ich mir auf Grund der Wartezeiten die Blockbuster The Last Of Us, Resident Evil 6 und das neue Hitman nicht anschauen. Schade, aber auf jeden Fall verschmerzbar. Besonders geschmeichelt hat mir auch die Tatsache, dass ich am Bahnhof auf mein tolles Breaking Bad T-Shirt („Better Call Saul“) aufmerksam gemacht wurde – von einem weiteren Fan der Serie mit „Heisenberg“-Shirt (auch wenn ich nicht direkt verstanden habe, was er von mir wollte. Sorry dafür 😉 ).  Zum Schluss noch ein paar Impressionen.

 

Ein paar Worte zum gamescom-Donnerstag

Gestern statteten wir der gamescom in Köln einen Besuch ab – es war unglaublich voll und unglaublich heiß. Trotz dieser Tatsache haben wir uns gut auf der Messe umsehen und ein paar kommende Spiele einer genaueren Prüfung unterziehen können ;-). Nachdem wir als Kartenvorbesteller durch den neuen Eingang in Halle 11 (direkt rechts neben dem Südeingang am Bahnhof) auf die Messe gekommen waren (was auf Grund der unglaublichen Menschenmassen trotzdem etwa 45 Minuten dauerte), landeten wir zuerst in der Entertainment Area in Halle 10.1. Dort – etwas abseits der eigentlichen Messe-Action – befinden sich vor allem Stände von Hardware-Herstellern und Service-Dienstleistern. Auch die Bundeswehr hatte wieder einen Stand dort – diesmal hatte sie ein Amphibien-Fahrzeug im Gepäck. Außerdem interessant in dieser Halle ist für mich persönlich der Stand bzw. die Bühne von LG Electronics, auf welcher die GameOne-Moderatoren täglich um 11, 14 und 17 Uhr eine einstündige Show mit Beef und Nerd-Quiz machen. Auf Grund der vielen Zuschauer und der raummäßig sehr ungünstig platzierten Bühne gestaltete sich das Zuschauen allerdings als nicht sehr angenehm, sodass wir schon nach wenigen Minuten weitergezogen sind (wir schauten die Show um 17 Uhr, kurz vor dem Verlassen der Messe).

Nun aber erstmal zurück zum Anfang: Unsere erste Station war der Stand von Bethesda. Nach einer erstaunlich kurzen Wartezeit konnten wir dann persönlich Hand anlegen an Dishonored und der BFG-Edition von Doom 3. Ersteres Spiel ist wirklich eine Überraschung, macht einen extrem guten Eindruck und bringt frische Spielideen mit sich. Es erinnert stark an Dark Messiah of Might And Magic, wirkt auf mich persönlich aber wesentlich vielseitiger. Ausserdem liegt mir das dystopische London als Handlungsort von Dishonored wesentlich mehr als die Fantasy-Welt von Dark Messiah. Ein Assassinen-Spiel aus der Ego-Perspektive mit guter Grafik und sehr vielseitigem Gameplay – ich habe es noch am gleichen Tag für den PC vorbestellt. Erscheinen tut es Anfang Oktober. Dieser enorm gute Eindruck lässt sich allerdings nicht auf die BFG-Edition von Doom 3 übertragen. Davon war ich im Grunde sehr enttäuscht. Die Grafik war zwar deutlich aufgehübscht und die Widescreen-Unterstützung ist auch sinnvoll, dennoch empfand ich die 3D-Darstellung (wir haben mit Polfilterbrillen gespielt) als extrem unangenehm. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass da eventuell etwas falsch eingestellt war. Aber da das Spiel sowieso zehn Jahre als ist, habe ich es mal dabei belassen.

Anschließend ging es dann weiter zum Stand von 2KGames, wo Borderlands 2 und XCOM Enemy Unknown gezeigt wurde. Auf Grund der langen Schlangen, ließen wir das aber links liegen. Nichtsdestotrotz macht XCOM auf mich aber allein von den Videos her einen sehr guten Eindruck – eventuell werde ich mir das am morgigen Samstag mal anschauen. Anschließend kamen wir dann noch in der selben Halle in den Bereich von Electronic Arts. Sim City, Need For Speed, Crysis 3, SWTOR, etc. – so gut wie alles war vertreten. Das einzig für uns interessante war allerdings Crysis 3, wo 300 Minuten Wartezeit ausgeschildert waren. Das haben wir uns dann auch nicht angetan. Es folgten ein paar kleinere Titel wie Lego Herr der Ringe oder der Herr der Ringe DOTA-Klon. Alles frei zugängliche Stände, wo ein Herankommen an die Konsolen selber jedoch trotzdem so gut wie unmöglich war. Es war einfach zu voll …

Ein weiteres Highlight der Messe war Tomb Raider, für welches wir uns tatsächlich etwas über zwei Stunden angestellt haben. Für eine Live-Präsentation zweier mir bis dahin unbekannten Level mit einem tieferen Einblick in die Spielmechanik, die insgesamt an die 50 Minuten dauerte, hat sich das aber auf jeden Fall gelohnt! Auch da man im Anschluss auch noch selber spielen konnte. Das Spiel macht einen guten Eindruck, auch (oder gerade weil) wenn es sich sehr stark an Uncharted orientiert: Sehr viel gescriptete Action und abenteuerfilmreife Inszenierung. Meine Bedenken wurden zerstreut – wer etwas Zeit mitbringt, sollte sich das auf jeden Fall auch mal ansehen!

Wir haben an diesem Tag noch viel mehr gesehen, jeoch will ich aus Zeitgründen auf die verbleibenden Spiele (u.a. auch ein Star Trek Koop-Spiel, von dem ich vorher noch nie was gehört habe) und Aktionen (z.B. das enttäuschende Cosplay-Village) erst in meinem großen Messefazit in der kommenden Woche näher eingehen. Morgen stürze ich mich noch einmal in den Wahnsinn. Sicher geplante Stationen: ZombiU, Rayman Legends und nähere Betrachtung des Sony-Standes. Eventuell auch Hitman oder Resident Evil 6.

Die gamescom 2012 steht kurz bevor

Die diesjährige gamescom werde ich wieder als ganz normaler Messebesucher begehen. Da es mit einem Fachbesucher-Ticket dieses Jahr nicht geklappt hat, werde ich am Donnerstag und am Samstag vor Ort sein und hoffentlich ein paar meiner Favoriten anspielen können. Ausserdem freue ich mich ganz Fanboy-mäßig auf die Bühnenshow der GameOne-Moderatoren auf dem Stand von LG Electronics in Halle 10.

Meine drei absoluten Highlights dieses Jahr sind The Last Of Us, Dishonored und ZombiU. Letzteres würde ich gerne in jedem Fall anspielen, falls möglich. Allein schon, um einmal den WiiU-Controller in den Händen zu halten. Zu The Last Of Us muss man meiner Meinung nach eigentlich nicht mehr viel sagen – das wird der Blockbuster schlechthin. Dishonored allerdings hatte ich bis vor ein paar Wochen so gar nicht auf der Liste. Nach allen Gameplay-Videos und Previews zu urteilen, hat Bethesda da aber einen echten Geheimtipp in der Pipeline. Würde ich ebenfalls sehr gerne anspielen.

In der zweiten Liga spielen für mich Tomb Raider, Resident Evil 6 und die Shooter Borderlands 2, Crysis 3 und Far Cry 3. Wobei mich ganz klar Tomb Raider am meisten reizt. Da man es garantiert anspielen kann, würde ich dies gerne tun. An der Strategiefront  gibt es dieses Jahr überraschenderweise auch was für mich: Das Remake von X-COM Enemy Unknown. Das Original habe ich – ganz untypisch für einen Strategiehasser wie mich – extrem geliebt. Das liegt zum einen an der Thematik und zum anderen an dem ausgefeilten Gameplay, was gekonnt Mikro- und Makro-Management vereint. Allein die Bindung zu seinen Gruppenmitgliedern und die packenden, taktischen Straßenkämpfe gegen die Außerirdischen waren super und verpassen dem Genre in der heutigen Zeit mal wieder ein wenig frischen Wind. Der neue Multiplayer-Modus steigert zudem meine Vorfreude!

Zum Schluss noch meine kleine Nice-To-See-Liste. Da finden sich so Titel wie Playstation Battle Royale, Rayman Legends, Geheimakte 3 und das Rambo-Spiel. Wie immer werde ich aber sicher auch vor Ort feststellen, dass ich jede Menge Top-Titel vergessen habe hier zu nennen. Aber da kann man ja dann spontan drauf reagieren ;-). Über meine Erlebnisse werde ich spätestens am Sonntag hier berichten – bis dahin wünscht mir viel Geduld für die langen Schlangen auf der Messe.

Abschluss der „Dark Knight“-Trilogie

Ich war am vergangenen Dienstag mit einem Freund im UCI – dort haben wir uns ein großes Batman Triple-Feature angesehen. Es handelte sich natürlich um Christopher Nolans Batman-Filme, der dritte und neueste Teil The Dark Knight Rises bildete mit seiner Mitternachtspremiere um 0:01 Uhr den krönenden Abschluss der Kino-Nacht. Ich bin mit enorm großen Erwartungen in diesen Film gegangen und muss im Nachhinein sagen, dass er als Abschluss der Trilogie grandios funktioniert, als einzelner Film im Vergleich zum unübertroffenen Meisterwerk Nolans (The Dark Knight) jedoch nicht an dessen Klasse heran kommt. Dennoch ist es Action-Kino auf allerhöchstem Niveau in allen Bereichen. Von daher geht hier nun ein Schaubefehl an alle Blog-Leser raus 😉 – aber schaut vorher nochmal unbedingt die beiden Vorgänger, sonst entgehen euch viele Anspielungen und einige nicht so offensichtliche Querverweise.

Was mir an dem Film besonders gut gefällt ist die Verflechtung von Szenen aus den beiden vorherigen Filmen, so wirkt die Trilogie in sich einfach unglaublich rund – Nolan scheint schon bei Batman Begins genau gewusst zu haben, wo die Reise ungefähr hingeht. Das rechne ich dem Film sehr hoch an. Das als Geste an Heath Ledgers Tod der Joker kein einziges Mal Erwähnung findet, fällt nicht unangenehm auf. Vielmehr handelt der Film in einer seiner großen Hauptebenen von den Folgen von Harvey Dents Tod und Batmans vermeintlicher Schuld daran. So spielt der Film ganze acht Jahre nach den Geschehnissen von The Dark Knight – Dent wird als Held gefeiert, Batman hat sich seitdem nicht mehr gezeigt und Bruce Wayne lässt sich, sein Haus und seine Firma verkommen; Commissioner Gordon hat immer mehr Schwierigkeiten es mit seinem Gewissen vereinbaren zu können, die Wahrheit über Dent geheim zu halten. Weitere Handlungsebenen sind schon aus den Trailern bekannt: Bane (Tom Hardy) als Haupt-Antagonist, der trotz dem Verzicht auf einige Comic-Merkmale sehr bedrohlich daher kommt und super gespielt wird, und Catwoman (Anne Hathaway) haben tragende Rollen, die sauber in die große Gesamthandlung der Trilogie eingebettet werden. Vor allem ein großer Aha-Effekt im Laufe des Filmes weiß zu begeistern, scharrt Bane doch noch einige andere Schurken um sich herum. Auch wieder mit dabei sind mein Lieblingscharakter Commissioner Gordon (Gary Oldman), Lucius Fox (Morgan Freeman), Alfred (Michael Caine) und natürlich auch Batman (Christian Bale), welcher hier – zumindest gefühlt – von allen drei Filmen am wenigsten Zeit in seiner Verkleidung verbringt.

All diese Konflikte und Handlungen sind wunderbar miteinander verzahnt und entwickeln sich nach den ersten circa 45 Minuten, in denen die Geschichte auf ihre Auflösung in den kommenden zwei Stunden vorbereitet wird, zu einem dieser Trilogie angemessenen, actionreichen Abschluss. Nolan stand vor einer großen Aufgabe, und er hat alles wunderbar hinbekommen! Ich war immer neidisch auf die Generation meiner Eltern, die sagen konnte „Ich habe alle drei Star Wars Filme im Kino gesehen“ (oder Indiana Jones, oder Zurück in die Zukunft, usw.) – ich glaube jetzt habe ich auch eine solche Trilogie im Kino gesehen, mit der ich später angeben kann. (Okay, Herr der Ringe zählt auch dazu).

Tower Defense für iOS: Fieldrunners 2

Da mein neuer Rechner ja leider immer noch auf sich warten lässt, spiele ich momentan vermehrt auf dem iPhone bzw. dem iPad. So ist mir dann auch gestern direkt ins Auge gefallen, dass ein Nachfolger meines Lieblings Tower Defense Spieles veröffentlicht wurde. Das Spiel heisst Fieldrunners 2 und ist meiner Meinung nach das beste Spiel seiner Art auf einem mobilen Endgerät. Der Vorgänger Fieldrunners gab dem Spieler völlig freie Gestaltungsmöglichkeiten der Gegnerroute, indem Türme und Verteidigungsanlagen auf jedem Feld frei platziert werden konnten und die Laufwege der Gegner direkt beeinflussten. Fieldrunners 2 bleibt dieser Design-Entscheidung treu, fügt jedoch mehrere kleine Variationen der Regeln hinzu.

Die erste Änderung, die ins Auge fällt, ist die Tatsache, dass ein Level nicht mehr einfach nun plan und unbebaut ist, sondern natürliche Hindernisse wie Brücken oder Gebäude den Weg der Angreifer, aber auch die Baumöglichkeiten des Spielers, beeinflussen. Zieht sich über eine Karte beispielsweise eine schmale Brücke über einen relativ breiten Fluss, so wird es mit dem Bauen von Geschütztürmen schwer, da diese nicht im Wasser stehen können. Stattdessen müssen dann teurere, aber weitreichendere Raketentürme an den Ufern platziert werden. Die abwechslungsreichen Level bringen also Vor- und Nachteile sowohl für den Spieler als auch für die KI-gesteuerten Angreifer mit sich und bieten sehr viel Abwechslung.

Manche Level beinhalten auch vorgegebene Ziele, etwa dass angreifende Truppen durch bestimmte Dinge umkommen müssen – beispielweise durch im Level platzierte Laser oder Minen. Dann gilt es die Wege geschickt so zu modifizieren, dass die richtigen Gegner in diese Fallen laufen und der Rest möglichst lange dem Beschuss ausgesetzt ist. Dies bringt ein zusätzliches Puzzle-Element mit in das Spiel. Die Steuerung der Bewegungsrichtung der Gegner durch bestimmte, limitierte Felder bietet zudem eine gewisse taktische Tiefe, wenn man beispielsweise schnelle Gegner dazu bringen kann einen Kreispfad mehrere Male zu durchlaufen. Die verbrauchbaren Items aus dem ersten Teil (Minen, Klebestreifen, Zurückspul-Funktion, etc.) sind natürlich auch wieder dabei.

Thematisch ist das Spiel auf eine sehr comichafte Kriegssituation ausgerichtet, die zeittechnisch etwa Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts angesiedelt ist. Die gegnerischen Einheiten bestehen aus Infanteristen, Panzern, Doppeldeckern, Booten (ja, es gibt auch fliegende und schwimmende Einheiten!) und allerlei thematisch verwandten Einheitentypen. Die Karten spielen in kleinen Dörfern oder Städten, auf dem Land, an der Küste oder auch in der Wüste. Die 2D-Comicgrafik ist sehr detailliert und ein wahrer Augenschmaus. Sehr schön finde ich auch die Weltkarte, welche die verschiedenen Schlachtfelder (Maps) miteinander verbindet. Die Sounduntermalung ist ebenfalls von einer hohen Qualität. Gesteuert wird alles durch Drag’n’Drop – Items und Türme werden am Bildschirmrand ausgewählt und ohne Absetzen auf die gewünschte Stelle gezogen.

Zwei Kritikpunkte habe ich dennoch: Erstens gibt es leider keinen Multiplayer und zweitens ist der Schwierigkeitsgrad leider nicht sehr ausbalanciert. Es ist ein ständiges hin und her zwischen „unglaublich schwer“ und „fast zu einfach“. Ich persönlich kann das verschmerzen und werden die kommenden Tage bis zur Ankunft meines neuen Rechners viel Fieldrunners 2 spielen – es ist dabei, das ebenfalls grandiose Magic 2013 auf der Liste meiner meistgespielten iOS-Apps zumindest einzuholen. Das Spiel gibt es für 2,39 Euro für das iPhone (3GS aufwärts), eine iPad-Version ist noch nicht erhältlich, soll laut Entwickler Subatomic Studios aber folgen.

Bin wieder hier, war nie wirklich weg

Mein Blog hier war die letzten etwa zwölf Stunden nicht zu erreichen, wie ihr eventuell gemerkt habt. Dies war größeren Update-Maßnahmen geschuldet.

Zum einen wurde an der Webseite selber im Hintergrund einiges geändert. Neue Technologien und Umgebungsupdates wurden eingespielt und konfiguriert, die ganzen Daten sind auf einen leistungsfähigeren Server umgezogen und auch mein WordPress-Blog selber hat intern einige Änderungen erfahren. Beispielsweise kann ich nun auch endlich mobil, wenn ich unterwegs bin, sehr einfach bloggen und administrieren (dieser Post hier ist der Beweis). Wie dem auch sei: Die Seite ist wieder verfügbar und alles wird besser ;-).

Die Rache der Harley Quinn

Wochenende! Endlich wieder etwas Zeit zum Spielen. Seit kurzem gibt es das erste „richtige“ DLC-Paket für Batman Arkham City, dem höchst spielenswerten Superhelden-Spiel von den Rocksteady Studios. Das habe ich mir als großer Fan natürlich direkt mal im PSN geladen. Boten die bisherigen Download-Inhalte nur neue Skins, Karten und spielbare Charaktere für die Herausforderungs-Karten (Robin und Nightwing), bietet die aktuelle Veröffentlichung namens Harley Quinn’s Revenge nun auch endlich weiteren Inhalt in Sachen Story. Wochen nach dem Ende des Hauptspiels ist Batman verschwunden und Oracle macht sich Sorgen, woraufhin sich Robin auf die Suche nach ihm macht. Die Spuren führen in das Industriegebiet von Arkham City, genauer gesagt zum Sionis-Stahlwerk, wo sich einst das Versteck vom Joker befand. Nun hält dort Harley Quinn eine ganze Reihe von Polizisten in ihrer Gewalt und auch Batman scheint in diese Vorkommnisse involviert zu sein.

Rocksteady beweist Mut damit, dass man als Spieler die meiste Zeit über Robin spielt, den Charakter der bei den Fans wesentlich weniger gemocht wird als die namensgebende Fledermaus. Spielerisch sorgt das jedoch für frischen Wind, hat Robin doch ganz eigene Kampfbewegungen und technische Gimmicks im Petto. Spielerisch variiert Rocksteady wie im Hauptspiel Räume, in denen man Gegnerhorden eindrucksvoll verprügelt, sowie Anlagen mit Scharfschützen und weiteren bewaffneten Gegnern, die bekanntermaßen einzeln und unbemerkt auszuschalten sind. Einen kleinen Kniff gibt es dennoch: An wenigen Stellen springt die Geschichte in die Vergangenheit und man spielt Batman (mit all seinen Upgrades auf Maximum, denn die Geschichte spielt ja nach dem Hauptspiel) und erlebt, wie es zu seinem Verschwinden kommen konnte. Als Spielzeit würde ich mal gute zwei Stunden angeben, was – zusammen mit der Tatsache, dass es spielerisch im Grunde „nur“ mehr vom Gleichen ist – den Preis von 10 Euro meiner Meinung nach gerade noch so rechtfertigt.

Mal sehen, was dieses Wochenende spielerisch noch so bereithält. Rein releasetechnisch kommen die nächsten Wochen nicht sonderlich viele neue Dinge auf den Markt, die mich brennend interessieren. Allerdings will ich mir auf jeden Fall noch das neue Ende von Mass Effect 3 anschauen und auch Nadeos Maniaplanet 2.0 genauer unter die Lupe nehmen (und wer weiß, eventuell bekomme ich ja doch noch passend dazu die Beta-Einladung zu Shootmania Storm ;-)).