Mal wieder Zeit für einen echten Geheimtipp. Ich habe heute Abend auf eine Empfehlung hin einen Blick auf das frei verfügbare Adventure The Last Door geworfen. Das Spiel – finanziert durch Crowdfunding und entwickelt von dem freischaffenden Entwicklungsstudio The Game Kitchen – verfügt mittlerweile über vier (etwa einstündige) Episoden, eine fünfte Episode (und gleichzeitig der Start einer zweiten Staffel) wurde ebenfalls bereits erfolgreich finanziert.

In dem auf niedrig aufgelöste 8-bit Grafik setzenden Point&Click Adventure wird eine Horrorgeschichte erzählt, welche in ihrer Aufmachung stark an klassische Werke von H.P Lovecraft erinnert. Am meisten habe ich mich von der Stimmung her an „Der Fall Charles Dexter Ward“ oder „Schatten über Innsmouth“ erinnert gefühlt. Der Protagonist erhält zu Beginn einen Brief von seinem alten Studien-kollegen Anthony Beechworth.  Von unaussprechlichen und unvorstellbaren Schrecken ist da die Rede und davon, dass es für ihn auf dieser Welt nicht weitergehen könne. Dies weckt die Neugier des Protagonisten: Kaum am Anwesen angekommen, wird man als Spieler Zeuge von mysteriösen Geschehnissen und wird immer tiefer in wunderbar gruselige Geschichte eingesogen. Das Aufspüren von Beechworth ist dabei lediglich der Start in ein weit größeres Abenteuer. Die Story und die Atmosphäre wird deutlich über das Gameplay gestellt – Rätsel bleiben durchweg einfach und übersteigen selten die Komplexität von „Kombiniere Gegenstand A mit B und benutze Ergebnis mit Gegenstand C“. Interaktionen mit NPCs gibt es so gut wie nicht; Monologe und gefundene Notizen, Briefe und Tagebücher decken die Geschehnisse Stück für Stück auf. Ich gebe zu: Das muss man mögen. Ich war so frei und habe die gesamte erste Episode eingespielt und hier für alle Unentschlossenen zur Verfügung gestellt. Viel Spass! Spielen und unterstützen könnt ihr das Projekt hier. Außerdem gibt es in dieser Playlist kommentiertes Gameplay von mir :).