Ich habe gestern Nacht Persona 4 Golden auf der Playstation Vita beendet. Man, was ein Monster von einem Spiel! Ich habe seit dem Release im Februar 2013 stetig immer mal wieder weitergespielt und in den letzten Wochen meine Spielzeit intensiviert; habe nun also etwa genau ein Jahr daran gesessen. Die reine Spielzeit dürfte sich auf knapp hundert Stunden belaufen. Aber die Zeit hat sich gelohnt, ein kolossales Spiel – die perfekte Mischung aus guten JRPG, Ren’ai-Simulation und packender Story.

Doch worum geht es überhaupt? Man schlüpft als Spieler in die Rolle eines namenlosen Austauschschülers, welchen es in die japanische Kleinstadt Inaba verschlagen hat. Insgesamt durchlebt man etwas mehr als ein Jahr an der Highschool – Tag für Tag. Man geht zur Schule, knüpft Freundschaften, trifft sich mit neuen Freunden und verbringt Zeit mit seiner Austauschfamilie. So weit so gut, würde nicht einige Tage nach der Ankunft in Inaba eine mysteriöse Mordserie das kleine Dorf in Aufruhr versetzen. Man selber ist durch die sozialen Kontakte mit anderen Spielfiguren und der Tatsache, dass der Vater der Gastfamilie als Kriminalkommissar die Mordserie untersucht, direkt in das Geschehen eingebunden.

Gerüchten in der Schule zur Folge stehen die brutalen Morde im direkten Zusammenhang mit dem Midnight-Channel, einem Fernsehsender, der als Verbindung zwischen der realen Welt und einer düsteren Paralleldimension dienen soll. Dorthin sollen die Opfer verschleppt werden. Das Gerücht bewahrheitet sich und als auch immer mehr direkte Freunde von eurer Spielfigur verschwinden, macht man sich selber auf in diese Dämonenwelt. Dort erwarten den Spieler jede Menge Monster und riesige Dungeons. Während man tagsüber dem normalen Leben in Inaba nachgeht und soziale Kontake knüpft, erforscht man nachts die Welt im Fernseher.

Spieltechnisch verknüpft wird das Ganze durch die Personas, welche dem Spiel seinen Namen geben. Je stärker die in der realen Welt geknüpften sozialen Bande, desto stärkere Personas (Wesen, die in der Parallelwelt für einen kämpfen) stehen einem zur Verfügung. Besonders interessant ist die Tatsache, dass die Personas in der Parallelwelt die vollkommen unverstellten und wahren Gefühle der Freunde aus der Echtwelt darstellen. So erfährt man noch so einige Geheimnisse von Freunden der Spielfigur, die man eigentlich gut zu kennen meint. Die Kämpfe selber sind nach klassischer JRPG-Manier vom eigentlichen Spielmodus getrennt: Die Kontrahenten stehen sich gegenüber und Kampfbefehle können über eingeblendete Menüs ausgewählt werden.

Wenn ihr euch noch immer keine Vorstellung von dem Spiel machen könnt, schaut diesen Trailer, dort bekommt ihr auch einen Einblick in den Art-Style des Spiels. Ich möchte Persona 4 Golden nicht missen, die Charaktere des kleinen Dörfchens haben sich definitiv einen festen Platz in meinem Spielerherzen reserviert; ich bereue keine gespielte Minute. Wer Interesse bekommen hat, kann Persona 4 für die Playstation Vita oder (die Originalversion) für die Playstation 2 erstehen. Ich für meinen Teil kämpfe mich bis zum Dark Souls 2 Release nochmal durch Tomb Raider – und zwar die überaus hübsche Definitive Edition für die Playstation 4.