Nach einiger Zeit Funkstille wird es Zeit für ein kleines Update von mir. Ich habe in den letzten Tagen und Wochen einiges an Spielen gespielt, die ich euch absolut nicht vorenthalten will.

Beginnen würde ich gerne mit The Last Of Us, über dessen Demo ich ja schon euphorisch berichtet habe. Der Eindruck aus der Demoversion hat sich auch in das komplette Spiel übertragen: Das Storytelling ist überragend und setzt, ohne zu Übertreiben, neue Maßstäbe im Bereich der Videospiele. Auch wenn das Gameplay an der ein oder anderen Stelle schwächelt (repetitive Mechaniken), ist dies hier bisher Naughty Dog’s Meisterstück und mit Sicherheit eines der drei besten Spiele für die mittlerweile schon sieben Jahre alte Playstation 3. Eine klare Empfehlung für jedermann. Ausserdem komme ich nicht darum herum, auf diesen Blogeintrag des Frictional Games Chefs Thomas Grip zu verweisen. In diesem widmet er sich ausführlich und äußerst lesenswert dem Zusammenspiel von Gameplay, Story und Storytelling in The Last Of Us.

Seit der letzten Woche haben mich auch die Rennspiele wieder. Nach dem Story-Schwergewicht wollte ich das gesamte Erlebte noch auf mich einwirken lassen, ohne direkt in ein neues, emotional tiefes Spiel einzusteigen. So habe ich mir am letzten Wochenende Grid 2 auf Steam gekauft und meine Karriere gestartet. Wie bereits in den Vorgängern fährt man sich durch die verschiedensten Rennserien und versucht zusammen mit seinem Manager eine erfolgreiche Rennfahrerkarriere zu führen. Das Spiel steht seinen Race Driver-Vorgängern in nichts nach, ist optisch atemberaubend. Es macht mir jede Menge Spass, zwischendurch mal ein, zwei Rennen zu fahren. Leider ist auch dieses Spiel nicht vor einigen Modeerscheinungen des Genres verschont geblieben: Das zeitliche Zurückspulen nach einem Unfall geht mir extrem auf die Nerven, Fehler werden nicht bestraft – brauchen die heutigen Spieler wirklich solche Mechanismen? Wo bleibt da der Spass, wenn die eigenen Fehler keinerlei Konsequenzen haben? Aber das ist ein großes Thema, was die gesamte Spielebranche betrifft und evtl. bald mal einen eigenen Blogbeitrag wert ist.

Das bringt mich zu einem Spiel, was sehr schön „oldschoolig“ ist und mir jede Menge Spass bereitet: Rogue Legacy wurde mir von einem Arbeitskollegen empfohlen. Es handelt sich um einen 2D-Roguelike-Platformer mit leicht modifiziertem Permadeath-System. Man schlüpft in die Rolle eines Ritters, welcher eine Burg zurückerobern will. Dafür hüpft und schlägt er sich durch verschiedene Sektoren der Burg und trifft auf allerlei Monster und Fallen, die er überwältigen muss. Währenddessen sammelt er Goldmünzen ein, die er seinen Nachkommen vermacht. Nachkommen? Ja! Denn stirbt dieser Ritter (und das ist im Schnitt nach drei Gegnertreffern), gelangt man in ein Stammbaum-Menü und hat die Möglichkeit sich einen von drei Nachkommen auszusuchen, mit dem man den nächsten Spieldurchlauf startet. Jeder Charakter hat dabei zufallsgenerierte Eigenschaften und Krankheiten, die das Spiel allerdings nicht allzu sehr beeinflussen. Jedoch gibt es durchaus interessante Krankheiten, wie etwas Farbenblindheit (Spiel in schwarz/weiss) oder Kurzsichtigkeit (alles etwas verschwommen). Hat man sich einen Nachkommen ausgewählt, gelangt man in das Herrenhaus-Menü, wo man sich mit dem geerbten Geld dauerhaft (also auch für kommende Generationen gültige) Upgrades kaufen kann. Dazu gehört etwa ein Schwerthändler, einen Spell-Verkäufer oder ein Architekt. Letzterer sorgt dafür, dass sich die Architektur der wiederzuerobernden Burg bei einer neuen Generation nicht ändert. Denn normalerweise werden die Level zufallsgeneriert und sehen in jedem Spieldurchlauf komplett anders aus. Die Autokarte bleibt also normalerweise immer nur eine Generation lang gültig. Die zuvor erwähnten Händler schlagen ihre Zelte übrigens vor der Burg auf, sodass man sich bei jedem Spieldurchlauf neu ausrüsten kann (und sollte). Nicht ausgegebenes Geld muss man komplett beim Betreten der Burg als Wegzoll abgeben, sodass alles wieder von vorne losgeht. Extrem spassig und auch ideal für ein paar Minuten zwischendurch. Ich empfehle zum Spielen übrigens das 360-Gamepad. Erwerben kann man das Spiel auf der offiziellen Seite.

Und gerade eben habe ich mit Trackmania 2 Valley angefangen. Der dritten Umgebung von Trackmania 2. Nach Canyon (extrem schnelle und Drift-affine Autos) und Stadium (der Klassiker) verfügt Valley über ein europäisches Setting. Man fährt auf Landstraßen durch satt-grüne Umgebungen und Wälder. Die Autos sind relativ wuchtig und haben einen tiefen Schwerpunkt, beschleunigen langsam aber verfügen über eine sehr hohe Endgeschwindigkeit. Die Drift-Eigenschaften sind nicht sehr gut – ich persönlich würde Valley als ein Bay mit langsamerer Beschleinigung und weicherem Lenkverhalten beschreiben. Das Spiel fügt sich butterweich in den Maniaplanet ein und verfügt über alle bekannten Mania-Komfortfunktionen. Da gibt es nichts zu meckern.

Zu guter letzt noch der völlig unkommentierte Hinweis auf das mittlerweile verfügbare, über Crowdfunding finanzierte Magrunner: Dark Pulse, was man über Steam erwerben kann. Es wird von vielen „Portal 2,5“ genannt. Schaut es euch an ;-).