Ich war gestern bei einem thailändischen Kochkurs; mein erster Kochkurs überhaupt. Und ich muss sagen, dass es mir sehr viel Spaß gemacht hat. Stattgefunden hat das Ganze im Samui Duisburg – einem ohnehin sehr empfohlenen thailändischen Restaurant hier in der Stadt. Von 11 bis 16 Uhr haben wir Gemüseschnitzereien angefertigt und eine eigene rote Currypaste hergestellt, die als Basis für die drei zubereiteten Gerichte auch direkt verwendet wurde. Alle 19 Teilnehmer haben sich am Anfang einander kurz vorgestellt und eine kleine Selbsteinschätzung zur thailändischen Kochkunst gegeben; bis auf wenige Ausnahmen waren wir allesamt blutige Anfänger. Gekleidet in Kochschürze, ging es dann am eigenen, voll ausgestatteten Arbeitsplatz los. Unsere Köchin Pia hat in kleinen Etappen (angucken – nachmachen) die einzelnen Zubereitungsschritte zu jedem Gericht vorgemacht und Informationen zu den verwendeten Zutaten und zur thailändischen Kultur allgemein gegeben. Bevor es bei jedem Teilgericht an die eigene Umsetzung ging, konnte man ihre Kreation probieren, um einen Eindruck vom Geschmack zu bekommen. Auch während des eigenständigen Kochens unterstützte sie uns gezielt.

Besonders interessant fand ich die Herstellung der eigenen Currypaste. Eine solche Paste habe ich nicht nur noch nicht selber hergestellt, auch Gedanken darüber hatte ich mir noch nie gemacht. Die vielen einzelnen Zutaten wie etwa Zitronengras, Chili, Koriandersamen und Knoblauch werden erst klein geschnitten und anschließend in einem Mörser zerstoßen bis nur noch eine cremige Masse übrig ist. Die entstandene Currypaste wurde dann für eine scharf-saure Zitronengrassuppe mit Pilzen (Tom Yum Hed) und für ein Kokos-Gemüse-Curry (Gaeng Pet Pak) verwendet.  War ich bei der Suppe noch etwas übermotiviert mit der Menge der verwendeten Paste (ich habe seit langem nicht mehr etwas so scharfes gegessen!), hielt ich mich bei dem Kokos-Curry etwas zurück. Zwischen Suppe und Kokos-Curry haben wir noch eigene Frühlingsrollen hergestellt. Auch das ging einfach von der Hand: Chinakohl, Karotten und Knoblauch im Wok andünsten und anschließend eingeweichte Glasnudeln zugeben und mit Paprika, Salz, Zucker und Sojasauce abschmecken. Anschließend den (vorhandenen) Teig belegen, korrekt zusammenrollen und -kleben. Anschließend muss die Frühlingsrolle nur 2-4 Minuten im Wok frittiert werden. Einfach und lecker.

Gemüseschnitzereien (Radieschen)
Zitronengras-Suppe
Frühlingsrollen
Kokos-Gemüse-Curry (mit Gemüseschnitzereien)

Am Ende durften wir unsere zubereiteten Speisen natürlich vor Ort verzehren und übrig gebliebenes mitnehmen. Den ganzen Tag über wurden wir mit kostenlosen Getränken versorgt und haben am Ende auch die Rezepte in einem kleinen Booklet mitbekommen. Sehr gelungen, gerne wieder!