Meine Videospiele des Jahres

2015 ist bald zu Ende; in alter Tradition präsentiere ich hier meine Videospiele des Jahres. Nachdem 2014 schon ein sehr gutes Spieljahr war, ist es mit diesem Jahr nicht anders. 2015 war prall gefüllt mit guten Titeln.

Platz 5 – The Book of Unwritten Tales 2
Ein Adventure aus deutschen Landen. King Art Games haben mit der Fortsetzung der Geschichte um Nate, Wilbur, Ivo und dem Vieh für mich ganz klar das beste klassische Adventure des Jahres abgeliefert. Solide Rätselkost, wunderbare Dialoge, stimmungsvolle Grafik – und genau die richtige Portion Selbstreferentialität und Humor. Wie der erste Teil, ist die Fortsetzung in einem Atemzug mit den alten Lucas Arts Klassikern zu nennen.

Platz 4 – The Witcher 3: Wild Hunt
Ein Rollenspiel mit gigantischen Ausmaßen und einem unüberblickbaren spielerischen Umfang. Die polnischen Entwickler CD Projekt RED haben damit ihr bisheriges Meisterstück abgeliefert. Sie haben die Schwächen der ersten Teile konsequent ausgemerzt und das Geschehen in eine riesige, wunderschöne Spielwelt gepackt ohne dabei das richtige Pacing und die Dramaturgie der Story aus den Augen zu verlieren. Ich habe gegen Ende die meisten Nebenquests links liegen gelassen, um überhaupt noch etwas anderes spielen zu können.

Platz 3 – Rocket League
Mit keinem anderen Spiel habe ich dieses Jahr mehr Zeit verbracht. Es kam aus dem Nichts und entwickelte sich zum Hit. Ein scheinbar simples Spielkonzept wurde hier technisch sauber umgesetzt. Dies und der Verzicht auf jedwede Art von In-Game-Käufen oder Mikrotransaktionen – das ist meine feste Überzeugung – machte das Spiel von Psyonix zum Multiplayer-Dauerbrenner, der noch immer regelmäßig von mir gespielt wird.

Platz 2 – Metal Gear Solid V: The Phantom Pain
Ja, es gab einige Sexismus-Aufreger, Streit zwischen Konami und Hideo Kojima und letztlich ein unvollendetes Spiel. Trotzdem bot kaum ein anderes Spiel dieses Jahr soviel spielerische Vielfalt: Basis aufbauen, Einheiten rekrutieren, Technologien erforschen, Basen infiltrieren, Beziehungen zu Begleitern aufbauen, etc. – das alles in einer großen Spielwelt eingebettet in eine klassische Metal Gear Story mit vielen Wendungen und Anspielungen auf andere Teile. Der Verzicht auf stundenlange Zwischensequenzen und die Konzentration auf das Gameplay tut diesem Spiel unglaublich gut. Darüberhinaus macht es Spaß, mit Gleichgesinnten über das Spielerlebnis zu diskutieren; dafür bietet The Phantom Pain nämlich mehr als genug Stoff.

Platz 1 – Bloodborne
Dark Souls trifft auf Lovecraft-Horror. Was als ein Souls-Spiel ohne Schild/Blocken begann, entwickelt sich zu einem eigenständigen Spiel mit solider Kampfmechanik und einem unverbrauchten Setting. Es ist Sucht erregend, die Geheimnisse der Stadt Yharnam, der Bestienjagd und der Blutbehandlung Stück für Stück zu enträtseln und dabei etwas noch viel größerem auf die Spur zu kommen. Die Story ist so geheimnisvoll wie faszinierend und trifft genau meinen Geschmack. Zusammen mit dem – entschuldigung – geilem Art Design und des, im Vergleich zu Dark Souls 2, noch weiter perfektioniertem Gameplays, erobert Bloodborne dieses Jahr bei mir unangefochten den ersten Platz der Spiele-Hitliste.

Honorable Mentions
Ebenfalls gut, aber nicht in die Top-5 aufgenommen: SOMA, Life is Strange, Fallout 4, Undertale, Splatoon, Warhammer – The End Times: Vermintide, Ori and the Blind Forest, Batman: Arkham Knight, The Talos Principle, Everybody’s Gone to the Rapture, Technobabylon, The Last Door (Season 2), Super Mario Maker, Cities: Skylines, Tearaway Unfolded, Yoshi’s Wooly World.