Ich war am vergangenen Dienstag mit einem Freund im UCI – dort haben wir uns ein großes Batman Triple-Feature angesehen. Es handelte sich natürlich um Christopher Nolans Batman-Filme, der dritte und neueste Teil The Dark Knight Rises bildete mit seiner Mitternachtspremiere um 0:01 Uhr den krönenden Abschluss der Kino-Nacht. Ich bin mit enorm großen Erwartungen in diesen Film gegangen und muss im Nachhinein sagen, dass er als Abschluss der Trilogie grandios funktioniert, als einzelner Film im Vergleich zum unübertroffenen Meisterwerk Nolans (The Dark Knight) jedoch nicht an dessen Klasse heran kommt. Dennoch ist es Action-Kino auf allerhöchstem Niveau in allen Bereichen. Von daher geht hier nun ein Schaubefehl an alle Blog-Leser raus 😉 – aber schaut vorher nochmal unbedingt die beiden Vorgänger, sonst entgehen euch viele Anspielungen und einige nicht so offensichtliche Querverweise.

Was mir an dem Film besonders gut gefällt ist die Verflechtung von Szenen aus den beiden vorherigen Filmen, so wirkt die Trilogie in sich einfach unglaublich rund – Nolan scheint schon bei Batman Begins genau gewusst zu haben, wo die Reise ungefähr hingeht. Das rechne ich dem Film sehr hoch an. Das als Geste an Heath Ledgers Tod der Joker kein einziges Mal Erwähnung findet, fällt nicht unangenehm auf. Vielmehr handelt der Film in einer seiner großen Hauptebenen von den Folgen von Harvey Dents Tod und Batmans vermeintlicher Schuld daran. So spielt der Film ganze acht Jahre nach den Geschehnissen von The Dark Knight – Dent wird als Held gefeiert, Batman hat sich seitdem nicht mehr gezeigt und Bruce Wayne lässt sich, sein Haus und seine Firma verkommen; Commissioner Gordon hat immer mehr Schwierigkeiten es mit seinem Gewissen vereinbaren zu können, die Wahrheit über Dent geheim zu halten. Weitere Handlungsebenen sind schon aus den Trailern bekannt: Bane (Tom Hardy) als Haupt-Antagonist, der trotz dem Verzicht auf einige Comic-Merkmale sehr bedrohlich daher kommt und super gespielt wird, und Catwoman (Anne Hathaway) haben tragende Rollen, die sauber in die große Gesamthandlung der Trilogie eingebettet werden. Vor allem ein großer Aha-Effekt im Laufe des Filmes weiß zu begeistern, scharrt Bane doch noch einige andere Schurken um sich herum. Auch wieder mit dabei sind mein Lieblingscharakter Commissioner Gordon (Gary Oldman), Lucius Fox (Morgan Freeman), Alfred (Michael Caine) und natürlich auch Batman (Christian Bale), welcher hier – zumindest gefühlt – von allen drei Filmen am wenigsten Zeit in seiner Verkleidung verbringt.

All diese Konflikte und Handlungen sind wunderbar miteinander verzahnt und entwickeln sich nach den ersten circa 45 Minuten, in denen die Geschichte auf ihre Auflösung in den kommenden zwei Stunden vorbereitet wird, zu einem dieser Trilogie angemessenen, actionreichen Abschluss. Nolan stand vor einer großen Aufgabe, und er hat alles wunderbar hinbekommen! Ich war immer neidisch auf die Generation meiner Eltern, die sagen konnte „Ich habe alle drei Star Wars Filme im Kino gesehen“ (oder Indiana Jones, oder Zurück in die Zukunft, usw.) – ich glaube jetzt habe ich auch eine solche Trilogie im Kino gesehen, mit der ich später angeben kann. (Okay, Herr der Ringe zählt auch dazu).