Seit einer Woche bin ich nun im Besitz meiner eigenen E-Gitarre und stolz wie Oskar. Nachdem ich schon vor einem Jahr den Entschluss gefasst hatte, nochmal das Spielen auf der E-Gitarre zu erlernen, habe ich vor ein paar Monaten Leihgitarre und -verstärker bekommen. Diese Zeit über habe ich Bücher zum Spielen lernen benutzt, und zwar zwei meiner Meinung nach sehr gute: Garantiert E-Gitarre Lernen und Let’s Rock: E-Gitarrenschule für Ein- und Umsteiger. Nun, kurz vor Weihnachten, habe ich mich nach langen Überlegungen zum Kauf eigener Technik durchgerungen. Ein Standard Marshall-Verstärker mit üblichen Einstellungsmöglichkeiten und – ganz wichtig in einer Mietwohnung – Kopfhöreranschluss. Bei der Gitarre entschied ich mich nach einer Beratung im Fachgeschäft für eine Epiphone Les Paul Standard (Ebony) – auch laut Internet ein sehr solides Einsteigerinstrument und noch dazu die kleine Schwester meiner Traumgitarre: Einer Les Paul von Gibson. Plektren, Gitarrenkabel und sonstiges Zubehör kamen noch dazu.

Meine Erfahrungen mit dem autodidaktischen Erlernen eines Instruments sind zwiegespalten. Trotz Literatur und unendlich vielen Internetquellen ist man sich nie ganz sicher, ob man die Gitarre sauber hält, sich einen vernünftigen Stil aneignet und die Griffe richtig sitzen. In solchen Situationen würde ein Lehrer sicherlich viel bringen, selbst wenn er nur die Korrektheit des Erlernten bestätigen sollte. Ich habe mich allerdings erstmal gegen Musikschul-Unterricht entschieden, mit den genannten Büchern habe ich einen guten Einstieg gefunden. Mittlerweile bin ich jedoch an einer Stelle angelangt, ab der man nur durch viel Trainieren kleine Fortschritte erzielt – da ist Motivation für mich enorm wichtig. Das können die Bücher für mich nicht leisten.

Also orientierte ich mich Richtung Internet: Youtube, diverse Gitarren-Communities und Online-Musikschulen brachten mir aber ebenfalls nicht das gewünschte Feedback. Meine momentane Rettung: Rocksmith. Sehr gut aufbereitete Lehrvideos und eine riesige Songauswahl mit jeder Menge auf einen zugeschnittenen Übungen. Schwächen werden herausgearbeitet und gezielt durch ausgewählte Übungen ausgemerzt. Das direkte visuelle und auditive Feedback hat mir den Spaß am Lernen zurückgebracht und momentan übe ich mehr als noch vor einer Woche – und das auf meiner eigenen Gitarre, Ausreden gibt es nun keine mehr. Rock’n’Roll!