Auf der Suche nach einem Musikspiel, welches so gut wie wirklich jedes Musikstück aus scheinbar allen Final Fantasy Teilen mit einem innovativen, abwechslungsreichen und fordernden Gameplay vereint? Dann seid ihr bei Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call richtig.

Das Spiel von Square Enix erschien im September für den Nintendo 3DS und ist ein Nachfolger zu Theatrhythm Final Fantasy, welches 2012 erschien. „Curtain Call“ bezeichnet den Vorgang, wenn Schauspieler nach einer Vorstellung noch einmal auf die Bühne zurückkehren um sich vom Publikum zu verabschieden. Doch dieses Spiel ist viel mehr als ein bloßes Schaulaufen bekannter Charaktere, Curtain Call übertrifft seinen Vorgänger in jeglicher Hinsicht um Meilen: Es vereint die Musikstücke des ersten Teils mit massenhaft neuen Stücken aus älteren und aktuellen Final Fantasy Spielen und Filmen und verpasst ihnen ein perfektioniertes Rhythmus-Gameplay und völlig neue Spielmodi.

Basierend auf dem Musikstück, welches man auswählt, spielt man in einem von drei möglichen Level-Typen: Event Music Stages (EMS), Field Music Stages (FMS) und Battle Music Stages (BMS). Letztere versetzen eine Gruppe von vier Charakteren in eine Abfolge von Kämpfen, die in ihrer Aufmachung stark an die Kämpfe aus klassichen Serienteilen erinnern. Jeder Charakter hat dabei seine eigene Eingabelinie, auf welcher ihm – passend zur Musik – die mit dem Stylus durchzuführenden Aktionen entgegen fliegen. Als Spieler steuert man alle vier Charaktere gleichzeitig. Das hört sich kompliziert an, ist es aber nicht, da die einzelnen Aktionen der Charaktere sich niemals überlappen. Field und Event Music Stages sind da wesentlich entspannter: In ersteren bewegt man sich mit einem Charakter über eine klassische Oberwelt und reagiert mit dem Stylus zu der meistens ruhigeren Musik. In den Event Music Stages spielt man bekannte Cutscenes aus den Spielen nach, versagt man allerdings beim taktgemäßen Durchführen der Stylus-Eingaben, bricht die Cutscene schneller ab als man gucken kann. In allen drei Leveltypen erhält man am Ende eine klassische Notenbewertung von S bis D gemäß seines Highscores und der ausgewählten Schwierigkeit; der Schwierigkeitsgrad von Leveln ist vorab auswählbar.

Bevor es aber losgeht erwartet einen ein richtig langes (nicht vertontes) Tutorial, welches einem die Stylus-Gesten, Spielmodi und Charakter-Attribute vorstellt. Ja, richtig gehört: Es gibt über fünfzig Charaktere aus den unterschiedlichsten Serienteilen zu Auswahl, welche über verschiedene Charakterwerte und Eigenschaften verfügen. Diese können durch das Spielen von Medley-Levels freigeschaltet werden, welche alle Stage-Typen miteinander kombinieren. Die Attribute der Charaktere bestimmen Dinge wie ihre Schlagkraft, das HP-Limit des Spielers, die HP-Regeneration oder aber erhöhen die Wahrscheinlichkeit zur Beschwörung bestimmter Dienerkreaturen und dem Auftreten von Limit-Breaks. All dies ist aber nicht mehr die Kirsche auf dem Kuchen, da sich das Spiel auch komplett ohne die Konfiguration dieser Dinge gut spielen lässt.

Ein Versus-Mehrspielermodus (lokal und über Internet) runden den unglaublichen Umfang des Spiels ab. Curtain Call ist mit soviel Liebe fürs Detail gemacht und jeder Song weckt in Final Fantasy Fans angenehme Erinnerungen, sodass ich es ohne weiter nachzudenken jedem Fan der Reihe empfehlen würde. Spielern, die bisher nicht mit Spielen der Final Fantasy Reihe in Berührung gekommen sind oder die diese Spiele nicht mögen, kann ich leider nichts weiter raten – dafür kann ich mich zu wenig in deren Rolle versetzen. Gesagt sei aber, dass Curtain Call auch als einfaches Rhythmus-Spiel funktioniert, wenn man alles andere ausblendet.

Ich spiele nun noch ein wenig und verabschiede mich mit dem offiziellen Trailer, welcher einige Spielszenen beinhaltet.