Einer der Erfinder von Portal, Kim Swift, hat letzte Woche sein neues Spiel herausgebracht: Quantum Conundrum. Es ist für etwa 15 Euro erhältlich für den PC, die XBox 360 und die Playstation 3. Wie schon bei Swifts vorherigem Projekt, handelt es sich bei dem Spiel mit dem außergewöhnlichen Namen um einen 3D-Rätsel-Platformer aus der Ego-Perspektive. Bestimmten bei Portal noch die namensgebenden Portale und vor allem die Portalkanone das Rätsel- und Leveldesign, ist es in Quantum Conundrum ein Gerät, welches es dem Protagonisten erlaubt ohne Zeitverlust zwischen verschiedenen Dimensionen zu wechseln. Zum Beispiel gibt es da neben der Standard-Dimension oder -Realität auch Dimensionen mit verdrehter Schwerkraft, erhöhter Schwerkraft, andersartigen Materialeigenschaften oder Bewegungsgeschwindigkeiten. Bei einem Dimensionswechsel ändern sich im Grunde also nur die physikalischen Begebenheiten, Position der Spielfigur und die grundlegende Levelarchitektur bleiben gleich – jediglich wechselnde Farbakzente helfen dem Spieler dabei, die gerade aktive Dimension schnell zu identifizieren. Die Tatsache, dass nicht nur der Spieler, sondern alle Objekte in der Spielwelt den Gesetzen der jeweiligen Dimension unterliegen, eröffnet Spielraum für mannigfaltige Rätsel.

Zumindest in der Theorie, denn im Spiel selber trüben im weiteren Spielverlauf viele wiederkehrende und baukastenartige Rätsel- und Level-Elemente den Spielgenuss. Außerdem gelingt es Quantum Conundrum nicht, den Erfolg und Miserfolg beim Lösen von Rätseln ausschließlich an dem Hirnschmalz des Spielers festzumachen – leider geht es in vielen Rätseln auch um das Geschick und die Fähigkeiten des Spielers, schnell und genau zu agieren; beispielsweise in den vielen, Nerven zehrenden Sprungpassagen. Die Story ist nicht mehr als unwichtiges, schmückendes Beiwerk – aber mehr muss sie in einem solchen Spiel auch nicht sein. Alles in allem ein nettes Rätselspiel für Zwischendurch mit vielen frischen Ideen, die jedoch nicht über die vielen repetitiven Rätsel und die optimierungswürdige Steuerung hinwegtäuschen können. Fans von Spielen wie Portal können dennoch bedenkenlos zugreifen – zumal der Preis mehr als fair ist.