Eingekocht: Apfel-Cider-Aufstrich

Kommende Woche steht bei mir Weckmann-Essen auf dem Programm. Die Vorbereitung dafür startete schon heute: Ich habe einen Brotaufstrich aus Äpfeln und Cider eingekocht. Das Ganze ist relativ einfach. Für die auf dem Foto zu sehende Menge benötigt man:

  • 2 Kilogramm Äpfel (ich empfehle rote, fast überreife Rosenäpfel)
  • 600 Milliliter Cider (trocken, aus überreifen Äpfeln)
  • 10 Zweige frischer Thymian
  • 1 Teelöffel Salz
  • 150 Gramm Zucker
  • 1 Schuss Zitronensaft
  • 1 Schuss Apfelessig

Die Zubereitung besteht aus zwei Teilen und ist denkbar einfach: Zunächst die gewaschenen (ungeschälten) und in kleine Stücke geschnittenen Äpfel mit allen anderen Zutaten (außer dem Essig) in einen Topf geben und solange einkochen, bis die Äpfel zerfallen und der Cider verkocht ist. Das dauert schätzungsweise anderthalb Stunden. Anschließend wird der Topfinhalt durch ein Sieb passiert. Der Siebinhalt kann weg; der Rest wird anschließend in eine Auflaufform gegeben und nochmal circa 40 Minuten bei 150 Grad im Backofen erhitzt. Zum Schluss wird der Aufstrich mit dem Apfelessig und Zucker nach persönlichem Geschmack abgeschmeckt und kann abgefüllt werden. Guten Hunger!

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Sommerzeit ist Pausenzeit

Es ist Sommer und seit kurzem habe ich auch noch Urlaub. Daher gibt es hier momentan nicht viel Neues :-).

Amphi Festival
Irish Pub
Mittagspause
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Villen des Wahnsinns
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Neues aus der Küche

Gestern zubereitet: Eingelegte Schmorrippchen mit Senf-Pfeffer-Sauce und zum Nachtisch eine Pfannkuchentorte mit Erdbeeren und Zitronencreme. Hat geschmeckt =).

rippchen torte

Vorsätze für das kommende Jahr

Hey, der erste Eintrag im neuen Jahr! Ich hoffe, ihr seid alle gut reingerutscht und hattet einen angenehmen Start in 2015. Auf jeden Fall Wünsche ich allen, die das hier lesen, ein erfolgreiches, neues Jahr. Ich für meinen Teil bin gespannt was das bevorstehende Jahr alles bringen mag; denn wenn ich bedenke, was sich seit dem dritten Januar 2014 alles getan hat, kann es jede Menge sein – sowohl positiv als auch negativ. Um für mich selber etwas Struktur zu schaffen, habe ich mir – etwas verspätet – die letzten Tage Gedanken über meine Vorsätze für das neue Jahr gemacht. Damit diese auch irgendwo niedergeschrieben sind, will ich sie hier mit euch teilen:

  • Beruflich stehen für mich zwei Sachen auf dem Programm. Das erste ist das Besser-werden im Bereich des Clean Coding; vor allem hoffe ich 2015 auch Punkte praktisch anwenden zu können, die in meinem aktuellen Projekt aus strukturellen Gründen nicht umsetzbar sind.
  • Der zweite Punkt aus dem beruflichen Umfeld ist das Erlangen des Ausbilderscheins – dies umfasst einen mehrwöchigen Lehrgang und eine abschließende Eignungsprüfung durch die Industrie- und Handelskammer. Neben meiner jetzigen Rolle als innerbetrieblicher Ausbilder hätte ich somit auch offiziell nach außen diesen Status inne.
  • Privat würde ich mir gerne auferlegen, das Lernen an der Gitarre strukturierter anzugehen und mir mehrmals pro Woche feste Zeiten einzuteilen; auch der Besuch einer Musikschule ist angedacht.
  • Mehr Zeit für die Verwandten; ob am Telefon oder in Person.
  • Zu guter letzt: Ich muss raus! In meinen Urlaubstagen will ich nicht mehr soviel in der Wohnung hocken wie bisher, sondern Reisen. Als erste Aktion habe ich begonnen, eine kleine England-Auto-Rundreise zu planen, die ich im kommenden Jahr angehen will. Sobald diese Reise in die Tat umgesetzt wird, werde ich vermutlich auch hier davon berichten.

So, jetzt gibt es keinen Weg zurück mehr, daran lasse ich mich Ende des Jahres messen :).

Zoff im Youtube-Land

Viel los war vergangene Nacht in der Youtube-Welt und den sozialen Netzwerken: Simon Unge (Betreiber der Kanäle ungespielt und ungefilmt) hat in einem Abrechnungsvideo die Flucht nach vorne angetreten und tritt kräftig auf sein Multichannel-Netzwerk Mediakraft ein. Er sei schon seit einigen Wochen in einer juristischen Auseinandersetzung mit dem Unternehmen, da er sich ungerecht behandelt fühle (mangelnde finanzielle Unterstützung, Löschen von Videos, keine persönliche Erreichbarkeit) und würde daher die Zusammenarbeit mit Mediakraft gerne einstellen. Das Video ist voll mit Anschuldigen an die Geschäftsführung des Networks (explizit ausgenommen sind Partner und Betreuer), die allerdings auf Grund des schwebenden Verfahrens nicht genauer benannt werden können. Auch nennt er andere Youtuber, welche ebenfalls einen laufenden Rechtsstreit mit Mediakraft austrägen oder bereits abgewandert wären, nicht namentlich. Ich persönlich glaube, er hat sich mit diesem Video keinen Gefallen getan: Neben der Tatsache, dass er keinerlei Belege hervorbringen kann, sehr emotional zuweilen auch in die Beleidigungskiste greift, hinterlässt auch die Aufforderung, seinem neuen Kanal zu folgen, einen Faden Beigeschmack zurück. Ein Podcaster, den ich sehr schätze, fasst dies passend zusammen:

Dem gegenüber stehen natürlich die Millionen von Fans und – was mich sehr überrascht hat – so gut wie alle namhaften Youtuber Deutschlands (Gronkh, LeFloid – erst vor kurzem bei Mediakraft ausgetreten -, Dner, ApeCrime und viele andere) beglückwünschen ungespielt für seinen Schritt. Mit Sicherheit kennen sie sich wesentlich besser hinter den Kulissen aus wie ich, dennoch überrascht mich das. ungespielt, der sich als Opfer der Youtube-Kommerzialisierung darstellt und nun mit dem sehr pathetischen Hashtag #Freiheit einen auf Freiheitskämpfer macht – ich bin gespannt wie sich das entwickeln wird. Mediakraft antwortete vor einigen Minuten mit einer Stellungnahme – bildet euch selbst eine Meinung, ich besorge mir schon mal etwas Popcorn für die kommenden Tage :). Einen lesenswerten Artikel zum Thema (erschienen vor den beschriebenen Ereignissen) möchte ich dennoch hier verlinken: Stefan Niggemeier über die Emanzipation der Youtuber.

Mehr als ein Teil meiner Jugend: Unterstützt die Rocket Beans!

Etienne, Simon, Nils und Budi – mit diesen Namen verbinde ich einen nicht unerheblichen Teil meiner Jugend. Heute sind sie bekannt durch Game One und ihre Produktionsfirma Rocket Beans Entertainment GmbH. Im Jahre 2000, im November genau gesagt, habe ich (vermutlich durch irgendeine glückliche Fügung) eine der ersten TV-Folgen von Giga Games gesehen. Etienne und Hannes im PC-Bereich, Carsten und Michael im Konsolen-Bereich, Jörg und Roman im Help-Bereich. Alle Bestandteil des Teufelskreises – einer im Kreis angeordneten Tischgruppe, von der aus durch die Sendung geführt wurde. Nebendran ein großes, orangenes Sofa, eine große Videowand und ein allein stehendes Moderationspult. Vorgestellt wurden Videospiele, Konsolen, Technik – gelebte Nerd-Kultur. Die Sendung kam jeden Wochentag live zwei Stunden auf NBC Europe, zunächst ab 20 Uhr, aber dann relativ bald ab 22 Uhr. Das erste und damals einzige Fernsehformat mit dem Thema Videospiele in Deutschland; Interaktivität über das Internet und auch noch die Live-Ausstrahlung suchen noch heute ihresgleichen. Ich war Stammzuschauer und verbinde noch heute schöne Erinnerungen mit dem Format und den Netzreportern. Die „Duke-Nukem-Gedächtnispflanze“, die „Drei Beiden“, der Enthüllungsskandal um das Design der XBox, „Fun-Spaß“, etc. – ich fühle mich direkt in mein Jugendzimmer zurückversetzt wenn ich daran denke: Der Fernseher läuft und die ISDN-Leitung glüht beim Versuch mit den Jungs in ein Spiel zu kommen oder aber die vorgestellten Mods zu laden.

Über weitere Monate verteilt kamen und gingen vereinzelte Netzreporter: Zunächst kam Simon hinzu, welcher Roman im Help-Bereich ersetzte. Anschließend kamen Nils und Budi. Ein E-Sport-Bereich wurde gegründet, mit einem eigenen Liga-System auf der Seite; Nebenformate wie die Late Night Sendung „Late Knights“ mit Etienne und Nils wurden aus dem Boden gestampft. Eine super Zeit für mich als Zuschauer.

Im Laufe des schleichenden Todes von Giga und NBC Europe machten sich Simon und Budi selbstständig und stampften mit Game One ein noch heute erfolgreiches Gaming-Format für Viacom aus dem Boden, welches seit einigen Jahren auf MTV, Viva und Comedy Central läuft. Nils und Etienne sind vor einigen Jahren zur Truppe dazugestoßen und die vier gründeten 2011 ihre eigene Produktionsfirma. Sie produzieren nicht nur Game One, sondern verfügen auch über einen eigenen Youtube-Kanal. Um diesen auch weiterhin finanzieren oder sogar zu einem eigenen Portal ausbauen zu können, haben sie nun zu Spenden aufgerufen. Nach fast vierzehn Jahren medialer Begleitung fühle ich mich verpflichtet etwas zurückzugeben. Wenn euch die Formate gefallen, ihr dem Einheitsbrei in Fernsehen und Youtube etwas entgegen setzen wollt und euch ehrliche Meinungen und authentische Diskussionen etwas wert sind, dann spendet auch!

Die Krautreporter lassen wieder von sich hören

Vor einiger Zeit berichtete ich über das Crowdfunding-Projekt der Krautreporter. Nach einer relativ knappen, aber erfolgreichen, Finanzierungsphase ging das deutsche, unabhängige, digitale Nachrichtenmagazin in der letzten Woche in die Beta-Phase.

Als Unterstützer verfüge auch ich nun endlich über einen Zugang in das Portal. Und ich muss sagen, dass es mir sehr gefällt. Die Seite ist wie ein klassischer Blog aufgemacht, in dem sich die Artikel der Reihe nach einsortieren. Es kann einfach nach Kategorien, Schlagwörtern und Autoren sortiert und gesucht werden. Die Inhalte werden in der mittleren (und größten) der drei Spalten angezeigt; dunkelgrauer Text auf weißem Hintergrund – sehr angenehm zu lesen. Die linke (Artikel- und Autoren-Überblick) und rechte Spalte (Kommentare und Anmerkungen von Lesern) lassen sich auf Wunsch ein- und ausfahren. Ein eigenes Farbschema kann, sofern ich das momentan richtig sehe, nicht ausgewählt werden.

Zwei Punkte, die für mich ein besonderes Potential beinhalten, sind der Aufbau eines großen Informationsnetzwerkes für die Autoren und die Möglichkeit zur absatzweisen Kommentierbarkeit von Artikeln. Ersteres wird beim Anlegen des eigenen Benutzerkontos klar: Dort werden Fragen gestellt wie „In welchen Ländern und Regionen verfügen sie über Kontakte, die sie jederzeit erreichen könnten“ oder „Was ist ihr beruflicher Hintergrund“, etc. – natürlich alles optionale Angaben! Genau so wie die Kontaktmöglichkeiten über Telefon, Mailadresse oder postalische Adresse. Viel Zugriff auf das Schwarmwissen der eigenen Leser. Birgt Potential. Der zweite Punkt, absatzbezogenes Kommentieren, ist mir bisher im Netz völlig neu und ich frage mich, warum man da nicht schon früher drauf gekommen ist: Neben jedem Absatz befindet sich eine kleine Sprechblase über die man seine Kommentare hinterlassen und die der anderen lesen kann. Dafür wird nicht etwa der Text ausgeklappt oder beiseite geschoben, nein, dafür wird die optionale rechte Layout-Spalte benutzt, welche Kommentare beinhaltet und passend zur Artikelposition die Anmerkungen mitscrollt. Auch sehr schön.

Was die Qualität der Artikel angeht kann ich leider noch nichts sagen. Zwar gibt es ein paar kleinere Artikel zu Testzwecken, aber das ist zu wenig um zu einem allgemeinen Eindruck zu kommen. Ich bin immer noch großer Fan des Projektes und seiner Ziele. Und nachdem ich in den letzten Monaten sehr skeptisch wurde, weil die Macher absolut nichts von sich hören ließen und auch die Webseite nicht in Sicht war, hat die jetzige Beta-Phase meine Hoffnungen zurückkehren lassen. Hinweis: Alles was ich in diesem Eintrag geschrieben kann sich natürlich noch ändern; es werden eine Menge Umfragen durchgeführt, um die Seite bis zum richtigen Launch noch zu verbessern. Schaut auf jeden Fall mal rein, wenn es euch interessiert :).

Krautreporter auf die Crowd losgelassen

An dieser Stelle sei mir ein Hinweis auf ein Projekt erlaubt, welches ich die vergangenen Wochen mit großer Aufmerksamkeit verfolgt habe und bei dem ich sehr auf ein erfolgreiches Ende gehofft habe. Dieses ist gestern im Laufe des Tages eingetreten. Ich spreche von den Krautreportern; ein Zusammenschluss freischaffender Journalisten mit dem Ziel gut recherchierten, unaufgeregten und vollkommen werbefreien, von SEO-Bullshit befreiten Journalismus im Netz aufleben zu lassen. Nach dem Vorbild des niederländischen De Correspondent soll ein Online-Magazin entstehen, welches ausschließlich durch die Leser finanziert wird.

Die Finanzierungsphase ist seit gestern erfolgreich abgeschlossen – gebraucht wurden 15.000 Unterstützer, welche zunächst mit sechzig Euro ein Jahr lang das Magazin beziehen. Ich für meinen Teil bin sehr gespannt, welche Früchte dieses in Deutschland bisher einmalige Projekt tragen wird. Die fünfundzwanzig Reporter decken alle nur erdenklichen Themengebiete ab und müssen sich nun abseits der Print-Landschaft in der interaktiven Netzwelt beweisen. Ich habe ein gutes Gefühl und warte gespannt auf die ersten Beiträge.

Erfrischende Bolognese-Sauce

Heute hatte ich spontan Hunger auf meine selbst kreierte Bolognese-Sauce (die „Geheimzutaten“ Ingwer und Limettensaft machen sie schön erfrischend). Obwohl meine Küche in der neuen Wohnung noch nicht vorhanden ist, lässt sich das Rezept aber dank meines vielseitigen E-Woks perfekt zubereiten. Das (sehr einfache, weil vom Original abgeleitete) Rezept würde ich gerne teilen. Das folgende braucht ihr für die Sauce für insgesamt vier Personen:

  • 750 Gramm Hackfleisch (halb/halb)
  • 500 Gramm Rispentomaten
  • 700-1000 Milliliter passierte Tomaten
  • 2 Esslöffel Tomatenmark
  • 125 Milliliter Rotwein
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Chilischote
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 2 große Möhren
  • 75 Gramm Ingwerknolle
  • Limettensaft
Folgendermaßen wird das ganze nun vermengt:
  1. Ingwer und Möhren raspeln.
  2. Zwiebeln, Knoblauch, Chilischote und Tomate in kleine Stücke schneiden.
  3. Hackfleisch in der Pfanne scharf anbraten; pfeffern und salzen und zwischendurch immer wieder mit Limettensaft ablöschen und Tomatenmark hinzugeben.
  4. Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Chili mit in die Pfanne geben und unterrühren. Ein paar Minuten mit anbraten.
  5. Klein geschnittene Tomaten hinzugeben.
  6. Rotwein hinzugeben und zehn Minuten köcheln lassen.
  7. Passierte Tomaten hinzugeben, umrühren und alles auf kleiner Flamme drei bis fünf Stunden köcheln lassen.

Ich wünsche guten Appetit :).